20+4 und alles ist fein.

Tja. Hm. Ich würd ja gern irgendwas schreiben. Aber es gibt eigentlich nix zu erzählen.
Wir haben nun auch ein Kinderbett geerbt – von der Besten meines Mannes. Die Familientraditionswiege der Familie Liebär wird hier wohl auch demnächst Einzug erhalten. Ich fahre Freitag früh übers Wochenende nach Hamburg, eine Freundin besuchen (wir haben Pläne) und komme erst Montag Abend wieder zurück. Und sonst ist hier alles wunderbar pastellfarben, ereignislos und entspannt. Die kleine Haselmotte hat scheinbar wieder eine etwas ruhigere Phase (Wachstumsschub?), bis auf gelegentliches zartes Gestupse und so zwei bis drei obligatorische festere Tritte am Tag merk ich gar nichts. Im Moment nehme ich das aber ganz gelassen. Sie macht das schon.
Körperlich gehts mir auch prima – der Kreislauf zickt manchmal ein wenig und neuerdings fange ich mitten in der Nacht gerne plötzlich an zu schwitzen.. ich schlafe auch eher schlecht ein und wache oft auf, beides sorgt dann in Kombination dafür, dass ich morgens nur schwer aus dem Bett komme. (Wenn wenigstens mein Mann nicht so furchtbar schnarchen würde…!) Aber eigentlich empfinde ich das als nicht schlimm genug um mich in irgendeiner Form darüber zu ärgern oder zu jammern. Ich würde mal sagen: insgesamt gehts mir physisch wie psychisch hervorragend und könnte nicht besser sein!
Normalerweise würde meine innere Pessimistin mir jetzt sofort dazwischen grätschen und rufen: „Pass auf! Sobald du dich zurücklehnst und denkst, es ist alles prima, passiert was GANZ Schlimmes! Tod! Trauer! Verzweiflung!“

…aber seltsam, sie meldet sich gar nicht. Scheint wohl Urlaub zu machen. Oder hat sich einen anderen Ort zum Pessimieren gesucht. Unbekannt verzogen.
Na klar – es kann immer noch ne Menge passieren. (Ich freu mich auf 24+0, wenn so ungefähr der Punkt erreicht ist, wo das Haselkind theoretisch auch außerhalb meines Körpers überleben könnte..) Das hab ich immer im Blick. Aber im Moment ist eben alles shiny und gut, und ich finde das darf ich jetzt ruhig auch genießen. Ich kann ja nicht ewig auf DEN Moment warten, an dem das Happy End an rosaroten Luftballons vom Himmel hernieder geschwebt kommt. Den gibts vermutlich gar nicht. Irgendwann läuft irgendwo irgendwie immer irgendwas schief, das Leben besteht nun mal aus Regen UND Sonnenschein. Aber jetzt gerade scheint fürs Erste ziemlich kräftig die Sonne (übrigens: ich mag ja Regen. Nur nicht im Sinne der Metapher!), und deswegen schnappe ich mir jetzt ein metaphorisches kühles Getränk und ein gutes Buch und lasse mich ein bisschen wärmen. Und die innere Pessimistin kann gern noch ein Weilchen die Klappe halten. (Die Haselmaus stupst zustimmend. Braves Kind!)

 

…ach ja, und vielleicht raffe ich mich auch dazu auf, mal wieder ein Bauchbild zu produzieren… (und es dann auch hochzuladen. Hüstel.)

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„..erreicht den Hof mit Müh und Not…“

..und streicht den Tag im Kalender rot.

12+0! Wir haben es tatsächlich geschafft!
Gestern hatte ich zwischendrin noch etwas fiesere Schmerzen im Unterbauch und dachte, jaja, klar, will da jemand auf den letzten Metern noch die Flucht ergreifen? Aber das war dann nach ein, zwei Stündchen auch erledigt und hatte keine erkennbaren Folgen. Vielleicht baut das Haselkind ja auch gerade einfach nur seine Bude aus, wer weiß. (Hat wahrscheinlich Poster aufgehängt, der Schlingel..)

Jedenfalls sind wir jetzt wohl offiziell „auf der sicheren Seite“. (JA, Hirn, es wird jetzt alles gutgehen, brauchst jetzt gar nicht ankommen mit „schiefgehen kann IMMER was“ oder ähnlichen Ideen. Ich steck mir jetzt so lange die Finger in die Ohren und singe laut und unmelodisch „la la LAA“, bis du aufgibst. Keine Chance!) Gestern Abend hat mich mein Mann schon mal zur Feier des Tages zum Eisessen ausgeführt. Das war schön.
Eis ist offenbar gut in der Schwangerschaft. Ich hatte heute Morgen tatsächlich 700 Gramm weniger auf der Waage. Auch nett!
Theoretisch könnten wir ja jetzt auch jedermann und seinem Hund erzählen, dass wir Nachwuchs erwarten. Eigentlich will ich das aber gar nicht. Ich finde es ganz angenehm, dass das kaum wer weiß. (Außer natürlich das ganze Internet.) Diejenigen, die es bei mir unbedingt wissen müssen – meine Mädels – haben mich eh durch die ICSI begleitet, die Beste meines Mannes ist auch eingeweiht.. reicht. Familie und so informieren… neee.. hab ich eigentlich gar keine Lust drauf. Irgendwie ist da auch grad nicht der richtige Zeitpunkt für. Also wenns nach mir geht, bleibt das Hasel- zumindest ein kleines Weilchen auch ein Geheimkind.
Wenn ich ehrlich bin, ist hier im Moment auch nach wie vor Land unter.. Zwar bin ich saufroh, dass wir die 12 Wochen hinter uns haben, aber sonst läuft es gerade einfach nicht so rund. Kummer in der Familie, nach wie vor steht meine berufliche Zukunft (und die meines Mannes ja auch) auf der Kippe, ich kämpfe (vor allem deshalb) mit meinen Depressionen und noch dazu gibt es bei meinen Blogschwestern gerade viel zu viele negative Ergeblebnisse, da kann ich mich dann auch nicht so wirklich freuen und hier die Flagge der guten Laune hochhalten. Aber irgendwann ist die Phase hoffentlich auch vorbei. Für heute habe ich mir jedenfalls – trotz aller unschönen Einschläge – vorgenommen, im wahrsten Sinne des Wortes „guter Hoffnung“ zu sein und zur Abwechslung mal wieder an die Zukunft zu glauben. Immerhin kriegen wir ziemlich sicher (boah, echt, immer noch nur „ziemlich“???) in einem guten halben Jahr ein Kind. Und alles andere wird sich ja hoffentlich so nach und nach klären, verändern oder bessern. Und das Universum kriegt nachher erstmal einen bitterbösen Brief von mir mit der Anmerkung, dass es hier so einigen noch ne Schwangerschaft schuldig ist. Lieferschwierigkeiten werden nicht akzeptiert!

Habt ihr das Rumpeln gehört?

Das war der halbe Gebirgszug, der mir vom Herzen gefallen ist.

Ich hab die Nacht so unglaublich schlecht geschlafen. Erst konnte ich ewig nicht einschlafen, dann hab ich mich die ganze Zeit nur hin und her gewälzt und ab fünf wars dann auch schon wieder vorbei mit der Nachtruhe. Um sieben wollten wir losfahren, und ich hätte am liebsten nur wie ein kleines trotziges Kind alle Viere in den Boden gestemmt und geschrien „Neiiiiin, neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnn, ich WIIILLLLLLLLLLLLLL nicht, ich willllllllllllll nichttttt zum Aaaaaaaahaaaaarrrzzzzttt!!“, so ein mieses Gefühl hatte ich bei der Sache. Albern, ja. Ich weiß. Ich muss mal langsam an meinem Pessimismus ein wenig arbeiten.
Dann kamen wir auch noch nicht rechtzeitig los, weil natürlich ausgerechnet heute mal wieder das Auto zugefroren war – was ja diesen Winter vielleicht vier oder fünfmal insgesamt vorkam, aber lustigerweise jedesmal dann, wenn ich morgens zur Ärztin wollte! Ich fange langsam an da ein Muster zu erkennen…
Aber letztendlich waren wir doch pünktlich um acht an der Praxis. Mutterpass abgegeben, Blutdruck gemessen (wie immer niedrig, aber okay), auf die Waage gestiegen (die grundsätzlich ein Kilo mehr zeigt als meine eigene, hmpf), 10 Minuten im Wartezimmer rumgesessen und dann durften wir zur Ärztin durch.
Kurzes Gespräch (auch über mein ganzes Schul-Ref-Arbeiten/Nicht arbeiten-Dilemma, mit der Aussicht, dass es sich vielleicht doch noch in Wohlgefallen auflöst, aber das wird sich noch rausstellen), alles prima, und dann gings eheheeendlich zum Ultraschall. Ich hatte ja wirklich mit allem gerechnet, aber sobald ich auf dem Stuhl saß, war die ganze Aufregung und Angst schlagartig verschwunden – bevor überhaupt was zu sehen war. Und dann.. ja, dann…
Ich habe NICHT geweint. Klingt vielleicht doof, aber es hat mich so sehr gepackt, dass da nicht mal mehr Platz für Tränen war. Ich konnte gar nix mehr.

Da war ein richtiger kleiner Mensch. (Toll, jetzt weine ich doch. Na ja, manchmal dauerts bei mir etwas.) Beim letzten Mal war da nur ein Böhnchen, so ein kleines, wir erinnern uns, was ein bisschen glitzerte, aber insgesamt noch recht formlos war. Und jetzt… ein richtiges Baby. Und es hat sich bewegt, gestrampelt, mit den Ärmchen gerudert. Ich kann das immer noch nicht recht glauben, dass das wirklich IN MIR drinnen sein soll, und dass meine findige Ärztin nicht einfach heimlich irgendein Video von irgendeiner anderen Patientin abgespielt hat. Unglaublich. Mein Mann hatte auch ganz große Augen. „Haste gut gemacht“ hab ich zu ihm gesagt. Mehr ging grad einfach nicht.
Frau Doktor zeigte uns dann nochmal die Arme und Beine (egal was ich tue, bei mir läuft gerade im Kopf permanent dieser Song… – „he had arms and legs..and hands.. and feet…“), machte ein paar Fotos und maß hier und da was aus, und dann tat sie etwas, mit dem ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet hatte: sie schaltete den Ton ein.
Es gab ein kurzes Rauschen, gefolgt von einem lauten, regelmäßigen und sehr eindeutigen BOMM-BOMM-BOMM-BOMM… „Es hat auch einen Herzschlag!“ sagte sie. Puh. Haselkind – du schaffst mich. Jetzt schon. 🙂

Und dann war der ganze Zauber auch leider schon vorbei, ich wieder in meinen Klamotten und mit meinem Mann gemeinsam auf dem Heimweg (der Arme musste dann anschließend weiterfahren zur Arbeit und im Radio haben sie für seine Strecke schon Stau angesagt.. heut Abend kommt er bestimmt spät).. An das Thema Pränataldiagnostik haben wir vorher noch einen Haken gemacht – wollen wir nicht, solange es keinen dringenden und direkten Anlass gibt. Und den gibt es im Moment nicht. Das Haselkind ist zeitgerecht entwickelt (knapp 4cm, der Ultraschall hat mich mal direkt auf 10+5 datiert, danke) und besitzt – wie Frau Doktor so schön im Mutterpass unter „Bemerkungen“ zum 1. großen Ultraschall festhielt – „4 Extremitäten“. Das genügt uns erstmal zu wissen.
Ein wenig doof geguckt haben wir glaube ich, als die Ärztin fragte: „Wissen Sie schon, wo sie entbinden wollen?“ Hust, ähm? Im Moment muss ich mich noch an den Gedanken gewöhnen, dass ich tatsächlich womöglich überhaupt entbinden werde, das ist bei mir immer noch nicht angekommen! Über das WIE und WO denke ich nach, wenn …ja, keine Ahnung. Wenns real wird. Also hoffentlich demnächst irgendwann.
Ja. Und jetzt sitz ich hier und bin irgendwie überglücklich und gleichzeitig immer noch total ungläubig – und frage mich, ob ich das vielleicht alles nur geträumt habe? Aber da sind die neuen Eintragungen im Mutterpass (für den ich mir jetzt demnächst endlich mal ne schöne Hülle basteln werde, harr) und ein neues Foto. Nicht das schönste, in Action sah das alles viel toller und niedlicher und überhaupt aus, aber ein Foto!

10+3_haselkind..und wenn ich das so neben das Böhnchenfoto vom letzten Mal lege, ist das doch ein ganz schöner Unterschied. Deswegen will ich jetzt erstmal brav sein, an das kleine Wesen in meinem Bauch glauben und ein bisschen darauf vertrauen, dass alles so gut weiterläuft wie bisher. Was hab ich letztens geschrieben? Anderthalb Wochen bis Buffalo? Die schaffen wir jetzt auch noch. Und die 28 Wochen danach werde ich feiern. Jeden einzelnen Tag.

Wenn man so will, bist du das Ende einer langen Reise

…und damit meine ich nicht die Fahrt zur Ärztin. Obwohl die irgendwie auch ganz schön lang war. …ich merk das im Moment echt. 20 Minuten Fahrt schaff ich, alles drüber wird enorm anstrengend. Deswegen musste ich auch zwischendrin kurz Pause  machen.. und kam deshalb 20 Minuten zu spät. 😦 Aber lieber zu spät und gesund als wieder einen Unfall bauen.

Ich kam dann – trotz Verspätung – auch schnell dran. Leider hatte meine Ärztin es aber auch ziemlich eilig, was ich schade fand. Der Ultraschall ging mir ein wenig zu schnell, ich konnte so fix kaum was erkennen. Erste Erkenntnis war: da hängen noch so einige Follikel so halbfertig an meinen Eierstöcken herum und chillen. Leute, ich weiß nicht, ob ihrs wusstet, aber ihr könnt jetzt erstmal Urlaub machen! Der Zug ist abgefahren!
Zweite Erkenntnis: „Da hat sich jemand schön eingemuckelt“ – O-Ton Ärztin. 🙂

kringelding

Dann zoomte sie noch ein bisschen näher ran und sagte sofort: „Herzaktivität seh ich erstmal noch keine“ – mir rutschte MEIN Herz schon in die Hose. Nachdem wir aber mal zwei Sekunden in Ruhe auf den Schirm geguckt haben, musste sie sich zum Glück noch einmal korrigieren. Doch, da war was. So ein sehr eiliges Flimmern und Blinken und Glitzern (ja, GLITZERN. Lacht nicht! :P). Vermessen hat sie das Kaninchenböhnchen dann auch. Nicht so groß, wie es hätte sein können, aber eben auch nicht so klein, dass man sich Sorgen machen müsste. Hoffe ich jedenfalls. Aber da sie mir im Anschluss den Mutterpass ausfüllte, erklärte und aushändigte (und weiterhin den 26.9. als ET eintrug) und mir Termine für März, April und Mai gab, gehe ich mal stark davon aus, dass das ihrer Ansicht nach alles so gerechtfertigt und in Ordnung ist. Sie ist die Ärztin, sie muss es wissen. Das nächste Mal sehe ich meinen Bauchbewohner also (wenn alles gut geht) in der 11. Woche – wahrscheinlich werd ich dann rückwärts vom Stuhl fallen, weil er plötzlich Arme und Beine hat und gar nicht mehr aussieht wie ein Zellpups…
Na ja, das ging jedenfalls alles etwas schnell, aber ich will mich nicht beschweren. Ich hätte zwar gern länger als zwei bis drei Sekunden auf mein Kind geguckt (immerhin hat es lange genug gedauert, bis mal was zum Gucken da war!), aber das kommt halt davon, wenn man zu spät kommt. Und immerhin hat sie mir nicht nur das Foto da oben mitgegeben, sondern noch ein zweites, auf dem man… na ja, eigentlich auch nicht mehr erkennt, aber näher dran ist. Tadaa:

hasenböhnchen

Übrigens gehen unsere Berechnungen einen Tag auseinander, was den ET angeht. Wenn ICH vom 4.1. als Tag der Befruchtung ausgehe, bin ich jetzt bei 6+5 und der ET ist der 27.9. Bei ihr bin ich schon einen Tag weiter und der ET ist einen Tag früher. Aber was solls, im Endeffekt macht das vermutlich keinen Unterschied. Die meisten Kinder halten sich eh nicht an den Termin (verständlich, die haben ja auch keinen Kalender da drinnen) und das Wachstum ist eh so individuell, dass ein oder zwei Tage mehr oder weniger auch nichts zu bedeuten haben. Ich werd mich aber hier an MEINE Rechnung halten. Einfach weil ichs kann. Und weil ich stur bin. Heh.

Na ja, und das wars dann eigentlich auch soweit vom Arzttermin. Zum Glück hab ich noch dran gedacht, an den Toxoplasmose-Test zu erinnern – die Ergebnisse krieg ich dann vermutlich am Freitag. Ich möchte ja wetten, dass ich Toxo schon hatte. Wenn nicht, würde es mich echt wundern. Aber man weiß es halt nicht, ohne es getestet zu haben, und ich will auch kein Risiko eingehen.

Im Anschluss an den Arzttermin war ich übrigens noch beim Anwalt. Wegen des Unfalls letztens. Aber dazu ein andermal mehr, ich bin nämlich – Überraschung!- gerade wieder hundemüde, obwohl ich den Großteil des Tages verschlafen habe. Einerseits freu ich mich ja über die Müdigkeit, weils für mich so ziemlich das einzige Zeichen dafür ist, dass unser Nachwuchs noch da ist und wächst und gedeiht, aber ich weiß wirklich, wirklich, wirklich nicht, wie ich den Referendariatsalltag so bewältigen soll. Also entweder volle Kanone versagen und schlafen, wenn ich es brauche, oder es irgendwie schaffen nicht zu schlafen, und dann vermutlich binnen weniger Tage durch die nächste Leitplanke rauschen. Ich kann ja nicht mal hochdosierten Tee in mich reinschütten, um wach zu bleiben… 😦

Aber egal, das hier soll kein Jammerpost werden und es wird sich schon alles irgendwie regeln … und so. Jedenfalls bin ich nun dank festgestelltem Herzschlag und vor mir liegendem Mutterpass irgendwie etwas ruhiger und versuche mehr darauf zu vertrauen, dass jetzt einfach alles gut wird. Auch wenn das alles trotzdem noch nicht so wirklich real ist. Also eigentlich gar nicht. Aber ich tu jetzt mal einfach so als ob. 🙂

On the road to find out.

So. Nach einer Nacht drüber schlafen fasse ich es immer noch nicht. Ganz ehrlich? Wenn es hier im Blog nicht schwarz auf weiß stünde (bzw., äh, weiß auf schwarz), würde ich denken, ich hätte das alles nur geträumt. Aber es steht ja hier, also muss es wohl stimmen. Schwanger fühlen tu ich mich nicht. Es ist alles genau wie immer, bis auf leicht druckempfindliche Brüste (ich glaube, ich habe meine Brüste noch nie so oft angefasst wie heute *g*) – und dieses eklige Ziepen im Bauch, das sich eigentlich sehr nach Mens anfühlt und mich jedesmal zusammenzucken lässt, weil da plötzlich die Angst ist, das könnte es jetzt schon wieder gewesen sein. Denn eins ist mir schmerzlich bewusst: die Kuh ist noch lange nicht vom Eis. Da kann noch so viel schiefgehen (hurra, meine innere Pessimistin kriegt genug zu tun!), und das Problem ist einfach, ich habe diesen winzigen Zellpups in mir einfach schon total ins Herz geschlossen und will den nicht mehr abgeben! Höchstens so in ein paar Jahren, wenn er (oder sie) in die Pubertät kommt und nur noch rumpöbelt. ;P Scherz.
Im Moment schwanke ich also zwischen „ich bin doch nie im Leben schwanger, das muss ein Irrtum sein!“ und „ohmeingottohmeingottohmeinGOOOOTT, was, wenn da vielleicht schon gar nix mehr ist???“. Aber egal wie, ich habe einen hCG-Wert, und der ist (bzw. war) gut, und einen Arzttermin nächste Woche, und das ist auch gut, und das muss jetzt einfach erstmal reichen. Gedankenkarussell kann ich auch ein andermal noch fahren. Kost ja nix. (Nur Nerven.)

Was mich so konfus macht, ist die Tatsache, dass ich eigentlich zu keiner Zeit in diesem Versuch ernsthaft davon ausgegangen bin, am Ende tatsächlich ein Positiv zu bekommen. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen. Es ist so: es gibt da diese Statistiken (eigentlich find ich Statistiken ja ziemlich doof, leider glaube ich aber trotzdem irgendwie an sie), und die sagen ja eigentlich, dass Ottonormalpaar im Durchschnitt so einige Versuche braucht, bis ein Erfolg eintritt. Und na klar weiß ich, dass ein Durchschnitt eben nur ein Durchschnitt und eine Statistik eben nur eine Statistik ist und deshalb nirgendwo geschrieben steht, dass das auch auf uns zutreffen muss, aber jetzt im Umkehrschluss davon auszugehen, dass wir einfach nicht zum Durchschnitt gehören, das wollte ich dann auch nicht. Auf irgendwas müssen diese Zahlen ja beruhen. Also ging ich mal davon aus, dass wir einfach Geduld und Nerven (und Geld) brauchen würden, und dann so nach drei oder vier Anläufen tatsächlich mal Glück hätten. Jetzt mag man sich fragen: wenn sie eh nicht an einen Erfolg glaubt, wieso macht sie den Kram dann? Ganz einfach, ich hatte eben die klare Vorstellung, dass der Erfolg vielleicht doch da sein könnte, aber eben in der fernen Zukunft. Und die konnte ich nur erreichen, indem wir einfach irgendwann anfangen und die ein oder andere Pleite einfahren. Das ist wie Barfußlaufen nach einem langen Winter: du weißt, die ersten drei, vier Male tun noch ziemlich weh, weil deine Füße sich erst wieder dran gewöhnen müssen und jedes noch so kleine Steinchen dir monumentale Löcher in die Sohlen piekt, aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es sich plötzlich einfach nur noch gut anfühlt, und dann hat sich der Schmerz gelohnt.
Und jetzt steh ich hier und stelle fest: da sind gar keine Steinchen. Ich kann einfach drauflos laufen.

Das macht mich unglaublich glücklich – aber es macht mich auch ein wenig traurig. Weil ich weiß, dass da draußen noch so viele sind, die tapfer schon hunderte Kilometer hinter sich gebracht haben und schon völlig kaputte Füße, aber keinen Erfolg haben.  Weil es einfach nicht fair ist und ich nichts dafür tun kann, das zu ändern. Ich kann nur trösten und aufmuntern und Händchen halten. Dabei würde ich so gerne frei nach Janosch sagen: „Komm her, ich trag dich ein Stückel!“, aber auch mit Gesellschaft muss ihn wohl jeder selbst gehen, den Kinderwunschweg. Aber keine Sorgen: ich laufe nicht weg. Ich gehe nebenher und höre zu. Oder labere euch ein Kotelett ans Ohr, wie ihr wollt. 😉

ZT 11 – The Game Is ON

Erstmal: DANKE für all die lieben Kommentare! Diesen Trost habe ich dringend gebraucht. (Das „r“ klemmt immer noch, deswegen habe ich zuerst „Tost“ geschrieben… Nein, TOAST brauche im Moment eigentlich weniger…) Heute habe ich  beschlossen, dem Schicksal den Kampf anzusagen. Auch, wenn ich eigentlich gar nichts Großartiges tun kann – außer die Einstellung am Gonal-Pen ändern. (Übrigens fühle ich heute – trotz anderthalbfacher Dosis gestern – immer noch nix. Nicht mal nen neuen blauen Fleck.) Aber ich will nicht das ganze Wochenende herumsitzen und trauern – und wie albern wäre das auch, wenn es womöglich am Montag DOCH weiter ginge?! Also habe ich beschlossen, zumindest bis dahin den Kopf nicht hängen zu lassen und einfach mein Ding durchzuziehen. Das heißt: Silvester vorbereiten, morgen bei meinen Eltern den Geburtstag meines Vaters feiern, zwischendrin hoffentlich ein paar Klassenarbeiten korrigieren und Bilder benoten, und mich nicht in Hasstiraden über Enantone (blödes Mistzeug!!) ergehen. Und dann sehen wir weiter. Heulen kann (und werde) ich dann immer noch.

Meinen armen kleinen Eierchen möchte ich an dieser Stelle folgende Worte mit auf den Weg geben:

Liebe Eier (damit meine ich jetzt vor allem die Kameraden auf der rechten Seite.. JA, IHR seid gemeint!),
ich weiß, es kommt jetzt etwas plötzlich, aber überlegt euch doch mal, ob ihr nicht heute und morgen doch noch spontan ein wenig wachsen wollt. Also, eigentlich am besten mehr als ein wenig, aber ihr wisst, was ich meine. Wir waren doch sonst immer so ein eingespieltes Team. Jeden Monat ist brav eines von euch über die Planke gegangen, und das, obwohl ihr vielleicht wusstet (oder zumindest geahnt habt), dass es ein Ausflug ohne Wiederkehr sein würde. Ich sag euch mal was: Dieses Mal habt ihr die vielleicht einmalige Chance, sozusagen eine Klassenfahrt zu machen. Ihr müsst nicht alleine da raus! Zusammen seid ihr stark! Und außerdem besteht die vielleicht noch einmaligere Chance für euch, den Bund fürs Leben zu schließen. Ja, ok, ihr dürft euch euren Partner leider nicht selbst aussuchen. (Aber die Leute, die das für euch übernehmen, haben Ahnung, glaubt mir.) Und nein, er wird auch nicht schüchtern mit einem Strauß Blumen bei euch schellen und euch fragen, ob ihr ihn mögt. Es wird kein Briefchen mit den Worten „Willst du mit mir gehen? Ja / nein / vielleicht“ unter eurem Türschlitz durchgeschoben. Vielmehr wird derjenige sozusagen mit der Tür ins Haus fallen. Aber ihr könnt ihn natürlich ignorieren. Da habt ihr mein vollstes Verständnis. Nur bitte, gebt der Sache eine Chance. Wenn ihr wüsstet, was dann an Möglichkeiten vor euch läge! Also bitte: ich weiß, En-Anton war doof zu euch. Aber der kommt mir nicht mehr ins Haus. Versprochen. Wenn ihr euch jetzt was traut, dann wartet da draußen eine riesige Welt auf euch (na ja, oder zumindest einige von euch). Hängt euch rein. Ihr könnt das!

Eure Chefin

Mein Plan fürs Wochenende: PMS ignorieren. Tampons kaufen.

Die Pessimistin in mir möchte jetzt sagen: „Das hast du davon, wenn du sagst es geht dir prima!“

Seit gestern Abend murkelt mein Bauch wieder herum, mir ist schwindelig und müde bin ich auch. Aber ich hoffe sehr, dass sich Tante Rot noch Zeit lässt bis Montag, weil, ganz ehrlich, meinen 28-Tage-Zyklus möchte ich gerne behalten, wenn ich mich jetzt schon mit PMS rumschlagen muss. Früher hatte ich das nie! …ja, ok, früher hatte ich dafür Unterleibsschmerzen from Hell. Ich kann mich noch gut dran erinnern wie das damals war: jede Stunde nen frischen Tampon, weil ich sonst einfach gnadenlos ausgelaufen wäre, nachts deswegen fünfmal aufstehen, und Krämpfe so heftig, dass ich mir gelegentlich unerwartet auf die Schuhe gekotzt hab. Und wenn es ganz arg kam, bin ich dann gleich noch bewusstlos hinterher gekippt. Das hab ich wohl von meiner Mutter geerbt, der ging es als junger Frau auch nicht viel besser. Trotzdem habe ich deswegen nicht einen Tag in der Schule oder in der Uni gefehlt, und darauf bin ich ehrlich gesagt ein bisschen stolz. Was mich damals immer furchtbar geärgert hat, waren diese blöden Sprüche von Älteren: „Ach du Arme, na ja, nach dem ersten Kind wird das besser, wirst sehen!“ Tja.. woll’n mal so sagen: was für ein Glück, dass sich das vorher schon von selbst reguliert hat. (Übrigens waren die Schmerzen auch der Grund, warum ich anfing die Pille zu nehmen. Meinem FA hab ich vorgeschwindelt, es sei aus Gründen der Verhütung, denn er hätte mir die sonst nicht verschrieben. Dabei bestand da mal so gar keine Gefahr, mein Freund hatte sich ja schon Jahre vor Beginn unserer Beziehung sterilisieren lassen… Jedenfalls habe ich diese Notlüge nie bereut, und im Nachhinein bin ich ziemlich sauer auf meinen Arzt, dass er meine Schmerzen damals nicht ernst genommen hat. Blödmann.)

Jedenfalls werd ich dann wohl morgen eine neue Packung Tampons in den Einkaufswagen legen und mir wie jedes Mal einreden, dass das aber für die nähere Zukunft bestimmt ! die letzte sei. Und wenn ich schon gerade dabei bin, kann ich eigentlich auch neue Farbe für meine Haare kaufen, damit ich nicht weiter rumlaufe wie ein Zebra. Und Anfang der Woche kümmere ich mich dann auch mal um nen Arzttermin. So, und jetzt weg mit den ganzen trübsinnigen, leicht agressiven Gedanken und her mit einer neuen Portion Alles-wird-gut! Gebt mir Sonnenschein, gebt mir Regenbogen, gebt mir flauschige Kätzchen und tanzende Einhörner! Morgen steige ich in meine neuen schneefesten Stiefel, schnappe mir meine Kamera und mache den Winterwald unsicher, komme was da wolle!

Kein Kind von Traurigkeit.

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich eine eher pessimistische Natur bin. Optimismus fällt mir schwer. Wer hoch fliegt, der kann auch tief fallen, und davor fürchte ich mich. Wenn mich jemand fragt, warum ich etwas so düster sehe, sage ich gerne: „Dann kann ich wenigstens nicht enttäuscht werden, und wenn es besser wird als erwartet, freue ich mich umso mehr!“ Und ganz ehrlich, in manchen Fällen ist das wirklich nicht die schlechteste Einstellung. Trotzdem bin ich aber niemand, der den ganzen Tag in einer dunklen Kammer hockt, weil sowieso alles scheiße ist. Ist es nämlich nicht! Die Welt ist groß und bunt! Das weiß ich! Ich bin nur eben nicht so naiv zu glauben, dass deswegen immer alles gut ausgehen müsse. (Aber zu dem Thema schreibe ich irgendwann noch einen gesonderten Eintrag.) Man könnte sicher auch sagen: Ich bin Realist. Es muss nicht immer alles schief gehen, aber es kann und ab und zu wird es leider auch. So einfach ist das.

Dass ich so bin liegt sicher auch daran, wie ich aufgewachsen bin. Ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch geworden, und wen wunderts? Das liebste Hobby meiner Mutter war es immer, in jeder nur möglichen Situation den Teufel an die Wand zu malen. Ich durfte als Kind (und sogar noch nachdem ich volljährig war, peinlich aber wahr) so vieles immer nicht, weil ja irgendwas hätte passieren können. Man hält das nicht 25 Jahre aus, ohne dass es einem selbst irgendwie in Fleisch und Blut über geht. Ich weiß aber, dass das eine meiner Schwächen ist, und ich kann daran arbeiten. Und das tue ich auch.

Seit einigen Jahren habe ich zum Glück auch großartige Unterstützung. Ein paar sehr enge Freundschaften, und ja, natürlich: meinen Mann. Früher fand ich das ja immer ein wenig merkwürdig, wenn irgendwelche Frauen äußerten, sie wollten einen Mann, „der sie zum Lachen bringt“. Ja nee, is kla.. – Aber was soll ich sagen? Jetzt habe ich so einen. Und ich glaube das ist das Beste was mir passieren konnte. Wir lachen so viel. Ab dem Moment, wenn er abends heim kommt, ist das Haus erfüllt von Heiterkeit. Sogar wenn wir ins Bett gehen liegen wir meist noch eine Weile wach und albern einfach nur herum. Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel gelacht wie in diesen zweieinhalb Jahren, die wir zusammen sind. Und plötzlich scheint alles leichter zu gehen.

Es gibt Tage, da drückt mir der Kinderwunsch wirklich schwer auf die Seele. Es ist einfach eine riesengroße Sehnsucht, von der ich nicht weiß, ob sie sich jemals erfüllen wird, mein größter Wunsch seit vielen, vielen Jahren. Das lässt sich nicht einfach abschalten oder vergessen, allenfalls verleugnen (aber das macht es nur noch schlimmer). Aber es bedeutet noch lange nicht, dass ich mein Leben nicht mehr genießen kann. Im Gegenteil, ich genieße es seit zweieinhalb Jahren mehr als jemals zuvor. Wir lachen. Wir sind glücklich. Aber das Schönste, das Allerschönste wäre es, könnte ein weiterer kleiner Mensch an unserem Glück teilhaben.

2013 – jetzt oder nie.

Meine Erkältung hat es mir nicht verziehen, dass ich ihr keine rechte Aufmerksamkeit gönnen wollte und hat mich über den Jahreswechsel so richtig lahmgelegt. Gleichzeitig kam dann auch noch an Silvester (einen Tag zu früh, was wird das??) die rote Tante und schenkte mir obendrauf noch ein paar fiese Unterleibsschmerzen (und Frust). Mein Mann und ich waren eingeladen bei Freunden zu feiern, und weil ich wusste, dass er dort schmerzlich vermisst werden würde und mir sowieso nicht helfen konnte (und ich noch dazu wirklich keine angenehme Gesellschaft war, einfach nur ein Haufen Elend an dem Tag), bestand ich darauf, dass er allein hin fährt, während ich im Bett bleibe. Und so verbrachte ich den Jahreswechsel allein, hustend, schniefend, blutend und weinend, mit einer Wärmflasche auf dem Bauch unter einem Haufen Decken. Nicht so optimal – eigentlich so ziemlich der Tiefpunkt aller bisher verbrachten Silvestertage.

Dafür hatte ich an Neujahr plötzlich ganz unerwartet und heftig das Gefühl, dass in diesem Jahr alles gut wird. Es sind noch knapp vier Monate bis zu meinem 32. Geburtstag, vielleicht schaffen wir das mit der Schwangerschaft ja sogar noch bis dahin?

Abgesehen davon bin ich fest entschlossen, mir ärztlichen Rat zu holen. Ich müsste jetzt eh bald wieder zur halbjährlichen Kontrolle, da kann ich auch direkt noch das Warum-werde-ich-nicht-schwanger-Fass aufmachen. Bei meinem Glück lande ich wieder bei einem Arzt, der nur müde abwinkt und mich wieder heim schickt (so wie die Ärztin im August), aber dann muss ich eben so lange von einer Praxis zur nächsten tingeln, bis ich den richtigen finde oder es auf wundersame Art und Weise doch noch von allein klappt.

Um ehrlich zu sein habe ich mörderische Angst davor, dass eine Untersuchung tatsächlich etwas zutage bringen könnte (meine größte Angst seit Jahren), aber da muss ich durch. Gesetzt den Fall, dass wirklich irgendwas nicht stimmt, wird sich das ja nicht von alleine beheben und dann ist davor weglaufen wohl das am wenigsten Hilfreiche. Ich möchte wissen, was Sache ist, und dann etwas dagegen unternehmen können. Also warte ich jetzt noch, bis ich endlich meine neue Krankenkassenkarte bekomme, und dann wird ein Termin gemacht. Damit 2013 uns das bringt, was wir uns wünschen: ein eigenes Kind in unsern Armen – oder zumindest eins in meinem Bauch. 🙂

Warten aufs Christkind.

Die vierte Kerze brennt, das letzte Adventskalendertürchen ist offen, Geschenke sind verpackt, die Lammkeule für heute Abend badet fröhlich in ihrer Marinade. Jetzt muss noch die Wohnung fertig aufgeräumt werden, dann werde ich zum Kaffee nochmal warme Zimtkränze backen und dann steht einem gemütlichen Weihnachtsfest nichts mehr im Wege. Gerade fühle ich mich rundherum wohl und glücklich und freue mich einfach nur auf unser erstes komplett gemeinsames Weihnachten in unserem eigenen, gemütlichen Nest. Und, wer weiß, vielleicht darf ich mich demnächst über einen positiven Schwangerschaftstest freuen. …oder es verhagelt mir den Jahreswechsel, denn NMT ist diesmal pünktlich zum neuen Jahr.

Ich möchte gern positiv denken (immerhin sollten unsere Chancen diesmal ganz gut stehen, aber das war letzten Monat auch schon so, und was hats gebracht?), aber ich wage nicht recht mir Hoffnungen zu machen.. umso größer ist dann die Enttäuschung. Andererseits lassen sich die Gedanken und das Hoffen aber auch einfach nicht abschalten, genauso wenig wie ich mir erfolgreich einreden kann, dass es doch eigentlich gar nicht so schlimm wäre und mir nichts ausmachen würde, wenn ich am 1.1. dann doch meine Tage kriegte. Ich weiß genau, dass ich enttäuscht und traurig sein werde, das ist einfach so. Gefühle lassen sich nunmal nicht abschalten. Und ich kann nicht anders, als in jeder ruhigen Minute versonnen vor mich hinzuträumen, wie schön es doch wäre, wenn das neue Jahr mit einer schönen Überraschung beginnen könnte – und dann habe ich jedesmal sofort ein schlechtes Gewissen, dass ich überhaupt nur dran denke. Als könnte ich damit unbewusst alles kaputt machen. Was Quatsch ist.

Aber heute, heute will ich einfach nur glücklich sein, mir das bisschen Träumen gönnen, einen wunderschönen Tag mit meinem Mann verbringen, jede Menge unglaublich leckere Dinge essen, gemütlich vorm Kamin kuscheln und mich darüber freuen, wie gut es uns geht. (Und eine Kerze anzünden für die, die dieses Glück leider nicht haben, und ihnen alles Gute wünschen.)

Frohe Weihnachten!