Besser spät als nie: Bauchkritzelkratzel 15.-19. SSW

So, ich dachte bevor ich dann mal ein aktuelles Bild hochlade (das ich noch nicht gemacht habe und vermutlich dank meiner akuten Faulheit auch noch ein Weilchen verschieben werde), gibt es erstmal gesammelte Werke der letzten Wochen. Ab und zu hab ich ja doch mal geknipst.. nicht regelmäßig, nicht immer in der gleichen Pose, mal mit Klamotten, mal ohne… aber ich rede mich mal damit heraus, dass das Künstlerfreiheit ist, okay? Gestern hab ich dann endlich mal zum Blei(oder vielmehr: Bunt-)stift gegriffen und einfach mal alle halbwegs aussagekräftigen Fotos auf ein Blatt gebannt.. Bauch 15.-19. SSWDie Bildqualität ist leider – sorry – ziemlich mies, recht dunkel und unscharf.. weil mein Scanner nämlich derzeit alle Schattierungen schluckt, habe ich mir diesmal die Mühe gespart und es einfach mit dem Handy abgeknipst. Im Moment ist der Plan, irgendwann noch ne Extraseite hier im Blog für Bauchbilder und solchen Kram anzulegen, da werde ich mir dann die Zeit nehmen und das Ding nochmal qualitativ hochwertiger digitalisieren. Im Moment müsst ihr aber mit dieser Version vorliebnehmen.

Komisch, ich glaube es liegt an dem extremen Querformat, dass ich auf den einzelnen Bildern plötzlich irgendwie schmaler aussehe.. Na gut, beim ersten ist mir glaube ich der Oberkörper etwas zu lang und dünn geraten, aber bei den anderen hatte ich schon das Gefühl, mich relativ nah an der Fotovorlage zu bewegen… und auch auf dem Zeichenblock selbst sieht es gar nicht so schlimm aus. :/ Na gut, seis drum… Zeichnerisch bin ich eigentlich ganz zufrieden. Hat Spaß gemacht! Und zum Motiv kann ich eigentlich nicht viel sagen.. außer, dass man hier leider mal wieder sieht, dass ich was für (bzw. gegen) mein Hohlkreuz tun müsste. Das wird sonst in den nächsten Wochen und Monaten ziemlich leiden. Seufz.

 

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Knock, knock. Who’s there?

In meinem Bauch passieren Dinge. 😀 In den letzten Tagen habe ich schon häufiger mal – morgens oder abends, wenn ich ganz ruhig im Bett liege und mich nichts anderweitig ablenkt – da unten so ein ungewohntes Gemurkel vernommen. Vorhin gabs aber erstmals einen richtig kräftigen Stupser, den ich sogar von außen spüren konnte. (Was fürn Glück, dass die Hand gerade zufällig da lag.. 😉 ) Dabei starten wir morgen erst in die 17. Woche – so früh hatte ich gar nicht damit gerechnet. Aber ich freue mich! …zumal wir morgen zu meinen Eltern fahren und ich total Muffensausen deswegen habe… oioioi. Da ist so ein kleiner Knuff vom Haselkind doch irgendwie ganz ermutigend.

Liebes Grüßle vom Haselfüßle…

Ach. Wo fang ich an?

Ich bin verliebt. ❤ Eigentlich möchte ich gerade am liebsten nur wohlig seufzend da sitzen und vor meinem inneren Auge den Ultraschall von gestern Revue passieren lassen. Aber ich weiß, ich würde mich später irgendwann ärgern, nichts zu gestern geschrieben zu haben – spätestens dann, wenn die Erinnerungen merklich verblassen und man sie gerne wiederhätte*. Also hier in aller ausschweifender Kürze der Arzttermin von gestern:

Da fängts nämlich schon an. Ich hätte jetzt fast mit dem eigentlichen Arztbesuch begonnen, dabei ist sogar vorher schon was passiert. Und zwar etwas, bei dem ich mir fast vor Schreck ins Höschen gemacht hätte.
Ich fahre ja ungefähr eine Dreiviertelstunde bis zur FÄ, über weite Strecken auch quer durch die Pampa – wie das halt so ist, wenn man ländlich wohnt. Und ungefähr so auf Hälfte der Strecke (ziemlich genau gegen 15 Uhr), auf so einem eigentlich unspektakulären Serpentinenstraßen-Waldstückchen, stratzt mir doch tatsächlich ein völlig bescheuerter kapitaler Rehbock genau vors Auto. Schock! Panik! Herzstillstand!
Gut, er ist halt in einem Heidentempo quer über die Straße gewetzt und hat es glücklicherweise so abgepasst, dass ich (immerhin mit Tempo 50 unterwegs) sein Hinterteil gerade noch so um MILLIMETER verpasst habe. Aber ganz ehrlich: das ging so schnell und kam so unerwartet (ich hab ihn praktisch erst in dem Moment gesehen, als er schon direkt vorm Auto war, kam ja direkt aus dem Gestrüpp gleich neben der Straße), dass ich wirklich rein gar nichts hätte tun können, wäre er auch nur ein Nanosekündchen langsamer gewesen. Das war nicht irgendwo weiter vorne auf der Straße, sondern direkt – und wenn ich „direkt“ sage, meine ich DIREKT – vor meiner Motorhaube. Also reines Glück für uns beide, dass nichts passiert ist (außer, dass zumindest ICH mich tierisch erschreckt habe).. Gut auch, dass ich nicht nachträglich noch vor Schreck gebremst habe, sonst wäre mir mein Hintermann (der mich mit meinen vorschriftsmäßigen 50 km/h offenbar zu langsam fand und mir das durch dichtes Auffahren verständlich zu machen versuchte) nämlich ziemlich heftig in den Kofferraum gedonnert.
Ich hab mich dann zwar schon gefragt, warum ein Tier, mit dem man sonst üblicherweise eher morgens oder abends (oder mitten in der Nacht) auf der Straße rechnet, am hellichten Nachmittag plötzlich so wagemutig ist, aber na ja. Es ist Frühling, ne? Bin mir auf jeden Fall sicher, dass ich in nächster Zeit auf so ländlichen Strecken noch eine Ecke vorsichtiger fahren werde, auch wenn weit und breit nix zu sehen ist..

In der Arztpraxis war dann aber zum Glück alles ganz entspannt. Die Damen an der Anmeldung begrüßten mich direkt mit Namen (yay!), das übliche vorbereitende Prozedere – Kärtchen, Mutterpass und Pipiprobe abgeben, Blutdruck (erstaunlich niedrig nach dem Beinahe-Unfall) und Gewicht (bis jetzt +0,7 kg) messen – ging auch fix vonstatten, und dann saß ich ganze drei Minuten mit einem jungen Mann (!? erstaunlich!) im ansonsten leeren Wartezimmer, bis meine Ärztin mich auch schon persönlich abholte. 🙂 Kurzes Vorgeplänkel: Wie geht es Ihnen? Haben Sie Fragen? – Gut, bis auf die Kopfschmerzen, nee, keine Ahnung! – und dann sagte sie ganz von sich aus, dann wolle sie doch nochmal gucken, ich könne mich mal untenrum frei machen.
Da hab ich innerlich ja mal richtig abgefeiert – hatte ich doch damit gerechnet, mir den Ultraschall selbst ausbitten und bezahlen zu müssen. (Denn eeeeiigentlich hatte man mir ganz am Anfang mal gesagt, regulär gäbe es eben nur die 3 vorgesehenen Untersuchungen und jeder weitere US würde 30 Euro kosten, oder ich könne für 120 einfach jedes Mal einen bekommen…) Ich bin dann also sehr motiviert in die Umkleidekabine gehüpft, hab mir die Klamotten vom Leib gerissen (puh, die Hose hatte eh schon böse gedrückt) und bin dann in freudiger Erwartung auf den Stuhl gekraxelt. Stuhl hoch gefahren, Ultraschallsupercomputer eingeschaltet, und los gings!
Zuerst hat sie vaginal geschallt. (Vielen Frauen ist das ja glaub ich unangenehm, mich persönlich störts nicht.) Da gab es aber nur mäßig viel zu sehen. Hauptsächlich undefiniertes Gewusele und dann auch mal zwei eifrig um sich tretende Fußsöhlchen. Aber die waren schon unglaublich niedlich! So klein und schmal!
Im nächsten Anlauf versuchte sie es dann über den Bauch, und das ging schon besser. Ich wünschte wirklich, ich hätte das gefilmt – es war einfach nur superwunderschön. Sie sagte: „Da ist jemand tüchtig gewachsen!“ – ja, kann ich bestätigen. Ich finde das immer noch so unglaublich faszinierend, dass aus dem winzigen Kringel von 5+4 erst ein glitzerndes Böhnchen, dann plötzlich so ein 4cm-Winzmensch und jetzt auf einmal ein Wesen geworden ist, bei dem man schon die einzelnen Knochen und zum Teil die Organe sehen kann, mit winzigen Zehen und Fingerchen und einem richtigen Gesicht. Das haut mich echt um.
Ausgemessen hat sie das Haselkind diesmal nicht, aber das ist mir auch nicht so wichtig. Es ist wirklich tüchtig gewachsen, das konnte ich sehen, und es hat sich entwickelt und sieht nun wirklich schon so sehr aus wie ein Baby. Alles noch ganz schmal und zart und zierlich, natürlich, aber eindeutig ein Baby. Unseres. Unglaublich.
Und die Ärztin hat sich diesmal wirklich Zeit genommen zum Schallen (die letzten Male ging das ja immer eher sehr, sehr fix, ich hatte kaum Zeit zu gucken), hat mir das Herz und die Ärmchen und Händchen und Füßchen gezeigt, den Kopf im Profil und frontal und hat auch alles genau erklärt. Und sagte: „Das ist wirklich in Ihrem Bauch. Das ist schwer zu glauben, wenn man von außen noch nichts sieht, aber es ist wirklich da!“ …als ob sie meine Gedanken gelesen hätte. (Na gut, wahrscheinlich sind das die Gedanken jeder Schwangeren.. und sie hat ja selber auch Kinder und kennt das.) Die meiste Zeit ist das alles für mich irgendwie immer noch so… irreal. Also, dass da wirklich ein Kind in mir wächst, und dass es tatsächlich die ganze Zeit da ist (und nicht nur während des Ultraschalls) und sich entwickelt und sich bewegt, ob ich nun daran denke oder nicht. Es ist die ganze Zeit bei mir. Das kann ich noch nicht so ganz fassen. Ich glaube, wirklich real wird es wohl erst, wenn ich seine Bewegungen auch spüren kann. Aber das sollte ja zum Glück auch nicht mehr allzu lange dauern. 🙂
Und dass es wirklich MEIN Kind ist, das hat es direkt auch eindrücklich bewiesen, indem es sich nicht gut fotografieren ließ. *schmunzel* Ganz die Mama. Deswegen gab es gestern nur ein Hand- und ein Fußfoto für mich, und die sind leider qualitativ auch ziemlich murksig. (Auf dem Bildschirm des Ultraschallgeräts sah das alles besser aus, ich schwör!) Aber ich werde sie natürlich zum Angucken hochladen:

14+5_Fuesschen

Etwas links oben im Bild: ein kleiner Haselfuß

14+5_PfoetchenSchön mittig: Ein Pfötchen 🙂 Es hat gewunken!

Der nächste Termin ist dann bei 19+5, da gibts dann wohl den zweiten großen Ultraschall und mit etwas Glück ein Outing. (Auch wenn ich kein „Wunschgeschlecht“  habe: neugierig bin ich schon.) Ich freue mich schon wahnsinnig drauf und bin gespannt, was in den kommenden vier Wochen alles passieren wird. Wir werden nun auch endlich unsere Eltern informieren – ich will das hinter mich bringen, bevor ich einen Bauch bekomme, der mir das Reden abnimmt -, auch wenn ich bei meinen ehrlich gesagt ziemlich Schiss davor habe, wie sie es aufnehmen werden.. aber es hilft ja nix, da müssen wir durch und lieber bringe ich es hinter mich, als weiter wochenlang Funkstille zu halten und irgendwas vorflunkern zu müssen. Augen zu und durch. Und bevor ich jetzt hier wieder anfange mir vorzustellen, wie unschön das alles werden könnte, mache ich mir lieber einen Salat und erinnere mich noch ein bisschen an den Ultraschall zurück. 😉

 

* „wiederhätte“ oder „wieder hätte“??? Sollte ich eigentlich wissen.. Ich schiebs mal auf die Kopfschmerzen, dass ich das gerade nicht logisch entscheiden kann.

Die größten Kritiker der Bilche waren früher selber wilche.

Ich sag nochmal piep. Danke erstmal für die Kopfschmerztipps zum letzten Blogpost – ich denke, ab und zu werd ich mir wohl wirklich ne Paracetamol gönnen. Leider schlagen aber die meisten Tabletten in einfacher Dosis bei mir gar nicht so recht an, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiß. Und bei täglichen Schmerzen will ich mich auch nicht zu oft der Versuchung hingeben. Also werde ich wahrscheinlich wie gehabt die meiste Zeit einfach ein bisschen in den Seilen hängen und nur in den allerübelsten Momenten zu Medikamenten greifen. Heute z.B. bin ich fast schmerzfrei, das ist super. 🙂
Im Moment schlafe ich aber auch einfach sehr schlecht. Entweder ich kann schon von vornherein ewig nicht einschlafen, oder ich wache so zwischen 01:00 und 03:00 Uhr nachts auf und wälze mich stundenlang herum… zu wach um schlafen zu können, zu müde um aufzustehen und was Sinnvolles zu tun. Meistens schleppe ich mich dann irgendwann widerstrebend ins Gästezimmer, wo ich wenigstens das Schnarchkonzert meines Mannes nicht in voller Lautstärke mitverfolgen muss. Falls das jetzt jämmerlich und unzufrieden klingt: bin ich eigentlich nicht. Es ist zwar in dem Moment irgendwie „nicht so toll“, aber jetzt auch nichts, was sich nicht mit einem Axelzucken ertragen ließe. (Zumindest solange ich nicht morgens früh raus muss.. 😛 )
Was ich aber wirklich kurios finde, ist mein Bauch. Den merke ich nachts. Der spannt und drückt und fühlt sich manchmal wirklich so an, als hätte ich ein tonnenschweres Gewicht verschluckt. Ich weiß nicht, was das Haselkind da macht, wenn es glaubt, dass ich schlafe, aber ich finde es zugleich gewöhnungsbedürftig und zauberhaft. Kann man das so sagen? Ich glaub schon. Manchmal kann ichs dann auch nicht lassen und stupse vorsichtig mit den Fingern ein bisschen da herum – weil es sich so ungewohnt anfühlt und weil es so schön ist zu spüren: ja, da ist was anders als sonst.
Letzte Nacht hab ich tatsächlich gedacht, ich werde noch bekloppt, weil ich plötzlich nicht mal mehr den Gummibund der Schlafanzughose auf dem Bauch haben mochte. Der drückte so. Dabei sitzt die Hose gar nicht so eng. Schon albern.

Morgen nachmittag ist übrigens der nächste Vorsorgetermin. Eigentlich ja der erste ohne Ultraschall. Aber ich glaube ich möchte dann doch einen, auch wenn ich den aus eigener Tasche zahlen muss. Erstens ist es dann schon viereinhalb Wochen her, dass ich das Haselkind zum letzten Mal gesehen habe, und da ich es ja im Moment auch noch nicht spüre und seine Anwesenheit die meiste Zeit auch sonst nicht merke (außer dadurch, dass die Hosen zu eng werden 😛 ), hab ich doch ein bisschen Sehnsucht danach, einen kurzen Blick drauf werfen zu dürfen. Ist zwar irgendwie komisch, dass ich etwas (bzw. jemanden) vermisse, das (bzw. der oder die) sich definitiv permanent IN MIR befindet, aber tja. Und zweitens: ich fahr doch nicht ne Dreiviertelstunde hin und ne Dreiviertelstunde zurück für einmal auf die Waage gehen, einmal Blutdruck messen und 2 Minuten Gespräch. 😛 Soll sich ja schon auf irgendwo lohnen, nech wahr? Und drittens: dann kann ich den Eltern und Schwiegereltern wenigstens ein aktuelles Foto vom Enkelkind zeigen, wenn wir demnächst dann doch mal irgendwann mit der Sprache rausrücken (müssen).

Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gibts also morgen (oder übermorgen.. oder überübermorgen…) mal wieder ein Bildchen hier. Und jetzt geh ich wohl lieber mal raus und mähe den Rasen, auch wenn ich grad wenig Lust drauf hab..

 

 

Heute bin ich Marmelade.

=Heute bin ich mal malade.

Malade – Bedeutung laut duden.de: „[leicht] krank und sich deshalb unwohl, elend fühlend“

Trifft es irgendwie ganz gut. In den letzten zwei (?) Wochen habe ich so eine Art Dauerkopfschmerz entwickelt, der von „unangenehm, aber eher im Hintergrund die Laune verdüsternd“ bis „ohmeingottmeinschädelplatztgleich!!11!!einseinself!“ reicht. Heute ist der zwar nur auf so einem mittleren Level (ungefähr bei „ich hätte jetzt wirklich gern eine Kopfschmerztablette!“), aber da es eben so eine Dauerbelastung ist und er scheinbar gar nicht mehr weg geht (oder nur für ein paar Stunden), werde ich langsam doch ein weeenig unleidlich. Es nervt einfach!
Es ist ja jetzt auch nicht so, als wäre das eine völlig neue Erfahrung für mich. Im Gegenteil. Schon seit Kindestagen bin ich so ein Kopfwehmensch, und eigentlich nehme ich auch die gelegentlich auftretenden Marathonkopfschmerzen meist ziemlich gelassen (wenn ich nicht grad lernen oder massiv viel arbeiten muss), schließlich hatte ich viele Jahre lang mit Migräne zu kämpfen und weiß, dass normale Kopfschmerzen dagegen – egal wie schlimm – nur ein Klacks sind. Aber normalerweise schmeiße ich dann eben auch einfach mal ein paar Tabletten ein.
Geht ja jetzt alles nicht so wirklich. (Muss meine FÄ unbedingt nächste Woche mal drauf ansprechen, aber eigentlich WILL ich auch gar keine Medikamente.) Ein kalter Lappen auf die Stirn ist schon das höchste der Gefühle. Der hält aber nicht lange vor. Und ja, natürlich kann ich mich hinlegen und die Augen zumachen. Aber ganz ehrlich: 24/7 nur liegen und Augen zu ist jetzt auch nicht so der Burner. Außerdem ist traumhaftes Wetter draußen.
Frische Luft hilft zwar auch, aber leider nur mäßig.
Trotzdem wollte ich vorhin gern raus. Ein Stündchen in den Wald. Da gemütlich auf einer Bank ein bisschen rumfläzen und den Vöglein beim Zwitschern zuhören.. Aber dann ging irgendwie alles nicht so, wie ich gern wollte. Ich musste mich der Erkenntnis stellen, dass ich zwar in meine Jeans durchaus noch reinpasse, aber die schon sehr unschön in meinen Bauch drücken, und das konnte ich in dem Moment grad mal so gar nicht haben. (Zuhause trage ich derzeit immer Jogginghose, ist einfach bequemer..) Gut, dachte ich, dann ziehste jetzt halt eine von den Umstandsjeans an, die du kürzlich geerbt hast. Sind ja immerhin genau meine Größe und auch wenn mir das in der 14. Woche irgendwie etwas albern vorkommt (so groß ist der Bauch ja noch gar nicht!!) – Hauptsache bequem! Tja, aber wie ich schon seit langem befürchtete, werden Umstandshosen und ich keine Freunde. Es hat schon seinen Grund, warum ich grundsätzlich nur Hosen trage, die bis zur Taille gehen. Hüftjeans (und darunter fallen die Umstandsdinger definitiv, das oben angenähte Bauchelastoschmusekuschelbündchen hilft nämlich leider rein gar nichts!) rutschen mir nämlich entweder über den Hintern (weil der nach hinten einfach zu voluminös ist!) oder stehen im Rücken kilometerweit ab (dank Hohlkreuz). So auch die geerbten Umstandsjeans, die eigentlich supertoll sind und zumindest an den Beinen auch wie angegosssen sitzen. Solange ich stehe, ist da auch alles bingo. Aber sobald ich gehe, mich setze oder bücke, rutschen die verdammten Dinger. Wer weiß, vielleicht klappt das irgendwann, wenn die Kurve vom Bauch vorne die Kurve vom Hintern hinten irgendwie ausgleicht und den ganzen Schmarrn oben hält.. keine Ahnung. Aber im Moment geht es einfach gar nicht.

Ich hätte natürlich einfach was anderes anziehen können. Hab ja genug Röcke und auch Kleider, die mit meinem aktuellen Bauch sicher noch gut funktionieren würden. Aber dann hätte ich auch eine Strumpfhose anziehen müssen, denn für ohne isses grad einfach doch noch zu kühl. Und das wollte ich dann auch wieder nicht. Und dann ging auch noch (nachdem ich mich doch noch in meine weiteste Jeans gezwängt hatte) meine Lieblingsjacke nicht mehr so wirklich richtig zu, ohne dabei wie eine Wurstpelle zu wirken, und dann wars irgendwie vorbei. Da tat dann plötzlich nicht mehr nur der Kopf, sondern auch der Bauch weh. Also alles wieder ausgezogen, geschmollt, und dann statt Freigangs eben einfach nur im Wohnzimmer die Fenster sperrangelweit aufgemacht und auf der Fensterbank sitzend ne halbe Stunde gelesen (trotz Kopfschmerzen).

In Wirklichkeit hab ich glaub ich einfach nur schlechte Laune, weil ich diverse Probleme immer noch nicht lösen konnte. Und weil ich gern ne Kopfschmerztablette hätte, bätte!

„..erreicht den Hof mit Müh und Not…“

..und streicht den Tag im Kalender rot.

12+0! Wir haben es tatsächlich geschafft!
Gestern hatte ich zwischendrin noch etwas fiesere Schmerzen im Unterbauch und dachte, jaja, klar, will da jemand auf den letzten Metern noch die Flucht ergreifen? Aber das war dann nach ein, zwei Stündchen auch erledigt und hatte keine erkennbaren Folgen. Vielleicht baut das Haselkind ja auch gerade einfach nur seine Bude aus, wer weiß. (Hat wahrscheinlich Poster aufgehängt, der Schlingel..)

Jedenfalls sind wir jetzt wohl offiziell „auf der sicheren Seite“. (JA, Hirn, es wird jetzt alles gutgehen, brauchst jetzt gar nicht ankommen mit „schiefgehen kann IMMER was“ oder ähnlichen Ideen. Ich steck mir jetzt so lange die Finger in die Ohren und singe laut und unmelodisch „la la LAA“, bis du aufgibst. Keine Chance!) Gestern Abend hat mich mein Mann schon mal zur Feier des Tages zum Eisessen ausgeführt. Das war schön.
Eis ist offenbar gut in der Schwangerschaft. Ich hatte heute Morgen tatsächlich 700 Gramm weniger auf der Waage. Auch nett!
Theoretisch könnten wir ja jetzt auch jedermann und seinem Hund erzählen, dass wir Nachwuchs erwarten. Eigentlich will ich das aber gar nicht. Ich finde es ganz angenehm, dass das kaum wer weiß. (Außer natürlich das ganze Internet.) Diejenigen, die es bei mir unbedingt wissen müssen – meine Mädels – haben mich eh durch die ICSI begleitet, die Beste meines Mannes ist auch eingeweiht.. reicht. Familie und so informieren… neee.. hab ich eigentlich gar keine Lust drauf. Irgendwie ist da auch grad nicht der richtige Zeitpunkt für. Also wenns nach mir geht, bleibt das Hasel- zumindest ein kleines Weilchen auch ein Geheimkind.
Wenn ich ehrlich bin, ist hier im Moment auch nach wie vor Land unter.. Zwar bin ich saufroh, dass wir die 12 Wochen hinter uns haben, aber sonst läuft es gerade einfach nicht so rund. Kummer in der Familie, nach wie vor steht meine berufliche Zukunft (und die meines Mannes ja auch) auf der Kippe, ich kämpfe (vor allem deshalb) mit meinen Depressionen und noch dazu gibt es bei meinen Blogschwestern gerade viel zu viele negative Ergeblebnisse, da kann ich mich dann auch nicht so wirklich freuen und hier die Flagge der guten Laune hochhalten. Aber irgendwann ist die Phase hoffentlich auch vorbei. Für heute habe ich mir jedenfalls – trotz aller unschönen Einschläge – vorgenommen, im wahrsten Sinne des Wortes „guter Hoffnung“ zu sein und zur Abwechslung mal wieder an die Zukunft zu glauben. Immerhin kriegen wir ziemlich sicher (boah, echt, immer noch nur „ziemlich“???) in einem guten halben Jahr ein Kind. Und alles andere wird sich ja hoffentlich so nach und nach klären, verändern oder bessern. Und das Universum kriegt nachher erstmal einen bitterbösen Brief von mir mit der Anmerkung, dass es hier so einigen noch ne Schwangerschaft schuldig ist. Lieferschwierigkeiten werden nicht akzeptiert!