24+0: Wieder ein Meilenstein geschafft.

Es ist ein Wunder, dass ich gerade am Rechner sitze – die Haselmaus schläft nämlich, obwohl es erst früher Nachmittag ist. 😛 Echt erholsam, muss ich sagen.
Die letzten Wochen hatte ich ziemlich zu kämpfen. Ich weiß, irgendwie ist das schon albern, dass so ein fehlender Mittagsschlaf so dermaßen reinhaut und mich phasenweise wirklich so an den Rand der Erschöpfung bringt, dass ich wirklich das Gefühl hatte zusammenzubrechen.. aber es ist so. Ich laste das auch der Schwangerschaft an. Ich bin im Moment einfach nicht so leistungsfähig wie ich es sein sollte, aber es gibt eben auch keine Möglichkeit mich zu entlasten (ne Haushaltshilfe vielleicht, aber wer will das bezahlen..), und wenn dann die Haselmaus – wie gerade geschehen – mal wieder eine Ich-will-aber-rund-um-die-Uhr-bespaßt-und-herumgetragen-werden-Phase hat und mich keine fünf Minuten mal was anderes machen lässt, dann geht das ganz schön an die Substanz.
Mittlerweile haben wir uns aber einigermaßen eingegroovt. Sie ist wieder etwas entspannter (und ich damit auch!) und ich habe gelernt, die müde Phase in der Mittagszeit mit möglichst viel Action zu bestreiten – das hält uns beide wach und bei Laune. Wenn andere Kinder schlafen springen wir eben draußen durch die Wiesen und Wälder, sind auf dem Spielplatz oder gehen einkaufen. Allerdings bin ich dann abends so erschöpft, dass nach Kind-ins-Bett-bringen (21 Uhr) und Haushalt-Notrettung (22 Uhr) die Kraft zum Bloggen oder für sonstige Erheiterungen fehlt. Tut mir wirklich leid, und ich fürchte, wenn das Haselhäschen dann irgenwann auf der Welt ist, wird hier erst recht Flaute herrschen, aber ich kanns nicht ändern..
Und ja, die Schwangerschaft, die läuft halt wirklich so nebenher. Zum Glück bisher halbwegs beschwerdefrei, bis eben auf die Müdigkeit, gelegentliche Kreislaufprobleme (speziell bei heißem Wetter) und wirklich ziemlich häufigen, nervigen, tagelang anhaltenden Kopfschmerzen.. Ich muss aber sagen, dass meine Kondition dieses Mal vermutlich sogar noch besser ist als beim ersten Mal – da die Haselmaus ja ein ausgesprochenes Draußenkind ist und mich bei Wind und Wetter durch die Pampa traben lässt (ihr doch egal ob es schüttet oder die Sonne bei 30° vom Himmel knallt), habe ich wirklich immer genug Bewegung. Vorhin haben wir auch wieder 8+ km hinter uns gelassen und davon ist sie zwar über die Hälfte selber gelaufen, aber den Rest habe ich sie getragen (gelobet sei der Ring Sling, ich werde ihm bei Gelegenheit einen eigenen Beitrag widmen, so dankbar bin ich für das Teil), und auch wenn sie mit ihren etwas über 10 Kilo gar nicht mehr so mopsig ist, weiß man dann anschließend doch, was man getan hat..
Ja, jedenfalls: die Schwangerschaft. Schreitet voran, würde ich sagen. Das Haselhäschen ist immer noch ein sehr, sehr, SEHR ruhiger Charakter, aber WENN es sich dann mal muckst, tritt es schon ordentliche Beulen in den Bauch.
Selbiger ist auch schon ganz ordentlich gewachsen, jedenfalls wenn ich mir vergleichsweise die Fotos vom ersten Mal angucke.. da sah ich Ende Juli ähnlich aus, war aber schon 6 Wochen weiter. Die Leute gucken auch schon mal recht irritiert, wenn ich sage, dass das Kind erst für Mitte November ausgerechnet ist, aber nun. Es ist eben das zweite. Und da ich mich, wenn ich mich an die erste Schwangerschaft zurück erinnere, meist des Endumfangs des Bauches damals entsinne und weniger des Zustandes in der 25. Woche, kommt mir die Kugel auch noch gar nicht so extrem vor.
Allerdings fühle ich mich die meiste Zeit auch gar nicht so sehr schwanger, eher unförmig..

Bei 23+3 war übrigens wieder Vorsorge, das erste Mal bei meiner neuen Ärztin. Ich muss sagen, bis jetzt finde ich es da gut. Ich hoffe das bleibt auch so, schließlich muss ich ja noch das ein oder andere Mal dort hin.
Sie war auch so lieb und hat- außer der Reihe – tatsächlich mal kurz den Ultraschall hochgefahren „um sich einen Überblick zu verschaffen“. Das Häschen war wie immer völlig unbeeindruckt, hielt die Hände vors Gesicht (kein schönes Foto!) und kniff die Beine zusammen. Wir wissen also immer noch nicht, ob wir schlussendlich einen Jungen- oder einen Mädchennamen brauchen, aber auch die neue Ärztin tendierte eher zum Mädchen. Ende August ist dann der dritte große Ultraschall (SCHON!! Unglaublich..), vielleicht lüftet sich ja dann das Geheimnis. Sonst müssen wir uns eben überraschen lassen. Wäre auch okay. Ich schätze dem Haselhäschen wird es ziemlich egal sein, dass es auf jeden Fall rosa Socken tragen wird – die hat nämlich seine Schwester letztens für es ausgesucht und da gabs leider überhaupt kein Vertun: es MUSSTEN die rosanen sein. Wer weiß, vielleicht weiß sie ja auch etwas das wir nicht wissen. 😉
Jedenfalls gehts dem Häschen soweit gut, der Haselmaus ebenfalls, und mir.. na ja, doch, auch wieder besser. Und ich hätte wirklich so Lust wieder mehr zu bloggen, aber.. siehe oben. Es ergibt sich im Moment einfach nicht. Vielleicht mal am Wochenende. Vielleicht sogar mal mit Bauchbild(ern). Ach, mal gucken..

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19+2: Das Reh springt hoch, das Reh springt weit – warum auch nicht, es hat ja Zeit..

Gestern stand wieder Vorsorge an – inklusive Ultraschall. Ihr wisst schon: zweiter großer, also ganz ausführlich.
Meine Mutter kam extra früh morgens zu uns gedüst, sie wollte nämlich gerne mal Enkel Zwo in Aktion sehen. So hatte ich auch jemanden, der für den ersten Teil des Arztbesuchs (das übliche Prozedere: Pipi, Waage, Blutdruck und anschließend – das war neu für mich! – für 10 Minuten Wehenschreiber, nur zur Sicherheit, das machen die dort ab der 20. Woche so) die Haselmaus beaufsichtigte. Ich hörte sie (die Haselmaus, nicht meine Mutter :P) dann auch die ganze Zeit fröhlich aus dem Wartezimmer plappern. Zweimal büchste sie unerwartet aus und rannte auf der Suche nach mir (aber weiterhin gut gelaunt) durch die ganze Praxis.
Nach kurzem Gespräch mit der Ärztin durften dann Oma und Haselmaus uns Gesellschaft leisten und wir schritten zum spannenden Teil des Termins: rauf auf die Liege, Bauch frei machen, Bildschirm an, Bühne frei!

Das Haselhäschen lag da – wie bis jetzt immer – friedlich eingemummelt und tat nichts außer mit ruhiger Gelassenheit zwischendrin am Daumen zu lutschen und im kritischen Moment (Frau Doktor wollte das Nasenbein begutachten) den Kopf wegzudrehen.. Ausmessen ließ es sich dadurch problemlos (21 cm und 300 gr), alle wichtigen Organe sind – soweit erkennbar – vorhanden und arbeiten ordnungsgemäß, es hat zwei Arme, zwei Beine, hinreichend viele Finger und Zehen und ja, auch eine Nase, auch wenn es die nicht wirklich zeigen wollte. Was es AUCH nicht so wirklich zeigen wollte, war der Genitalbereich, was ich ja irgendwie verstehen kann (ich mags auch nicht soo gern wenn man mir zwischen die Beine guckt!), aber doch einigermaßen schade finde in diesem Fall. Denn neugierig war – bzw. bin –  ich ja schon. Die Ärztin gab aufgrund dessen, dass „nichts zu sehen“ war erstmal eine Tendenz Richtung Mädchen ab, allerdings lag die Nabelschnur halt auch noch ganz blöd im Weg herum und hat möglicherweise doch was verdeckt, man weiß es nicht.. Ich bin damit jetzt nicht klüger als vorher, denn bei der letzten VU vor einem Monat hatte ich mal außer der Reihe einen Ultraschall gebucht, bei dem sich auch nicht wirklich was erkennen ließ (und das Haselhäschen GENAUSO ruhig, aber unkooperativ herumlag), sie aber eine ganz vorsichtige Tendenz Richtung „Junge“ gab… Tja.
Was es auch sein mag, vielleicht klärt es sich beim nächsten Mal. Oder auch nicht. Spätestens in 20 Wochen +/- ein paar Tage werden wir es wohl rausfinden – und uns in jedem Fall freuen. ❤ Ich freue mich nämlich jetzt schon. Wahnsinnig. Auf alles was noch kommt. Auch wenn ich mir ehrlich gesagt manchmal derbe den Kopf zerbreche wie das hier eigentlich alles funktionieren soll, so ganz allein den ganzen Tag mit zwei Kindern und mitten in der Pampa.. aber wir werden uns da schon irgendwie rein finden auf kurz oder lang.

Den nächsten Termin habe ich übrigens Ende Juli in einer anderen Praxis – obwohl ich ehrlich sagen muss, dass es gestern eigentlich ganz okay war und mein Entschluss zu wechseln doch etwas ins Wanken geriet. Aber ich denke ich ziehe es durch.

11+1: Ein Wiedersehen.

Es war an 8+5, wir waren da gerade zu Besuch bei einer lieben Freundin im fernen Bayern, da spürte ich ein vertrautes, aber noch völlig unerwartetes Gemurkel in meinem Bauch. Ganz tief unten und ganz, ganz sacht.
„Oh“, dachte ich. „Kann ja nicht sein. Ist doch noch viel zu früh?“
Aber es murkelte noch ein kleines bisschen weiter, ehe es wieder verschwand.
Ich fragte das Internet: „Kindsbewegungen 9. SSW?“
Und das Internet sagte: „Totaler Quatsch!“
Zwar könne sich der Embryo tatsächlich schon bewegen, sei aber noch viel zu klein als dass die Mutter das spüren könne.
„Ja“, dachte ich, „das sehe ich eigentlich auch so.“

Am nächsten Tag war es wieder da. An der gleichen Stelle. Nur kurz, ganz zart, aber da. Und so, so schön. Dieses zarte Flattern, dieses kaum beschreibbare Gefühl, als wenn im Bauch ein kleiner Fisch seine Kreise dreht.. Luft im Darm fühlt sich definitiv anders an. (Und unter uns: nein, ich musste auch nicht pupsen. Also wenn das Luft war, dann hat sie sich einen andern Ausgang gesucht.)
„Hmm“, dachte ich. „Nee, komm.“
Dann passierte ein paar Tage lang gar nichts. Hah. Aber ein bisschen enttäuscht war ich doch.
Und dann, dann spürte ich es wieder. Ein kleines bisschen stärker. Und wieder. Und wieder. Und wieder.
Immer nur kurz, immer nur sacht, immer nur im Sitzen (nie im Liegen). Nicht täglich, längst nicht täglich! Aber eben doch hin und wieder.
Und da kapitulierte ich dann. Die Vorstellung, dass das Haselhäschen das sein könnte, war nämlich irgendwie doch ganz beruhigend, wo doch sonst jegliche Schwangerschaftsgedönse sich einfach so verabschiedet hatten und die Zeit zum Ultraschall noch so lang war und ich ja gar nicht wissen konnte ob da überhaupt noch was ist. Aber wenn man davon ausgeht, dass da jemand stupst, dann muss ja alles gut sein. Also tröstete ich mich einfach damit. Und das hat echt geholfen.

Heute sollte dann also der große Tag sein. Und einerseits war ich froh, andererseits wollte ich wieder am liebsten den Rückzug antreten. Aber in solchen Situationen hilft ja nur die Flucht nach vorne, also noch mal tief Luft geholt, Augen zu und durch!
Dummerweise war mein Termin erst um 10 Uhr. Um 7:30 warf mich die Haselmaus aus dem Bett. Die Zeit bis zum Aufbruch kam mir endlos lang vor.
Dann saß ich endlich im Wartezimmer. Die Formalitäten (Pipi-Blutdruck-Gewicht) waren erledigt, nur die eigentliche Untersuchung stand noch aus. Und ich wartete. Und wartete. Und wartete. Eine Dreiviertelstunde lang. Dann wurde ich in die heiligen Hallen des Untersuchungszimmers gebeten.
Kurzes Vorgeplänkel zu meinem Gesundheitszustand: Übelkeit? Nö. Nix!
Okay, Hose runter und rauf auf den Stuhl.
Dann aber erst noch Abstrich. Dann dauerte es drei Stunden bis das Ultraschallgerät lief. Dann schallte die Ärztin erst in aller Seelenruhe meinen linken Eierstock, meinen rechten Eierstock, meine Mandeln und den Kölner Dom, ohne dabei ein Wort zu sagen. Und dann kam der große Moment. Oder sollte kommen. Gebärmutter. Hmm. Nix zu sehen. Ja, wie?
„Die ist ja so hoch!“ beschwerte sie sich. ?!? Hab ich mir das ausgesucht?
Der Ultraschallstab bohrte sich gefühlt hoch bis in meinen Magen. „Tut mir leid wenn das unangenehm ist, aber ich sehe sonst nichts.“
Und dann: doch, da ist was. Echt schwer zu erkennen und dann steht auch noch der Monitor für mich ungünstig, aber da ist was Knubbeliges. Ich kann nicht genau erkennen, ob es sich bewegt und bekomme schon mal provisorisch ein bisschen Panik.
Die Ärztin bohrt noch ein bisschen links und ein bisschen rechts, bis sie schließlich sagt: „Da kann man wirklich nicht viel erkennen, aber scheint alles okay zu sein. Das Kind liegt ganz weit oben.“
Und ich sehe einen kurzen Moment wieder das beruhigende Glitzern, und dann drückt sie einen Knopf und plötzlich ist das Bumpern auch zu hören und mir fallen drei Tonnen Steine von meinem eigenen, viel größeren Herzen. Sie schiebt und misst und brummelt so vor sich hin, ohne sich groß dazu zu äußern und druckt ein paar Bildchen.
„Versuchen Sie es doch mal über den Bauch…?“ schlage ich ganz zaghaft vor. Immerhin hat der Kollege bei 5+6 auf diese Weise schon mehr erkennen können als vaginal. Wenn das bei so einem kleinen Minimini-Embryo geht, dann doch wohl bei einem etwa 4cm großen Baby erst recht…?
„Ja, kann ich machen“, brummt sie, „aber da wird man noch nichts erkennen können.“
Gut, ich mag es auch nicht, wenn mir jemand (der, freundlich gesagt, keine Ahnung hat) sagt, wie ich meinen Job zu machen habe (als Lehrer erlebt man das ja leider echt häufig 😛 ). Ich kann den Unwillen verstehen und ich möchte mir hier auch gar keinen Wissensvorsprung unterstellen. Aber wie gesagt. Wenn der Kollege….
Sie schiebt und misst und brummelt noch ein bisschen weiter, dann darf ich den Pulli hochschieben und sie schallt über den Bauch.
Und was soll ich sagen? Ein glasklares Bild. Hallo, Baby!

Leider ist die Ärztin wenig motiviert, mich mal in Ruhe gucken zu lassen, sondern misst einfach nur noch ratzfatz aus. Die Zeit, ein schönes Foto zu schießen, nimmt sie sich auch nicht (ja, okay, dafür bin ich ja auch nicht da und dafür wird sie auch nicht bezahlt, aber… ach egal), wirklich etwas erklärt bekomme ich auch nicht, aber es ist anscheinend alles so, wie es sein soll und ich kann auch erkennen, dass Klein-Haselhase Arme, Beine usw besitzt. Knapp 15 Minuten nachdem ich aufgerufen wurde stehe ich schon wieder auf der Straße, habe einen neuen Eintrag im Mutterpass und einen Termin in einem Monat. Und ein paar wirklich sehr nicht schöne Fotos, auf denen man irgendwie sogar noch weniger erkennen kann als auf denen damals von meiner alten Ärztin (obwohl die das deutlich schlechtere Ultraschallgerät besaß. Irgendwie habe ich echt kein Glück was Ultraschallbilder angeht. Seufz). Deswegen lade ich jetzt hier auch keins hoch, weil… ganz ehrlich, ihr wäret enttäuscht. 🙂 Aber in meinem Bauch ist ein Haselhäschen mit Herzschlag und Extremitäten, und offensichtlich weiß es die auch zu benutzen, auch wenn es scheinbar die gesamte Untersuchung verschlafen und sich nicht ein Mal gemuckst hat. Alles ist gut, und das bleibt es jetzt auch. Erleichterung!

5+3: Marianen.

Die letzte Nacht war nicht so erbaulich. Punkt 8:30 Uhr heute Morgen habe ich dann versucht bei meiner Ärztin anzurufen und den HcG-Wert nachzufragen. Natürlich erstmal ewig niemanden erreicht. Dann ja, aber das Ergebnis lag noch nicht vor. Dann lag es vor, aber sie wollten nichts dazu sagen, ehe die Ärztin nicht drauf geschaut hatte. Dann – endlich – stellte man mich zu Frau Doktor durch.
Der Wert liegt (bzw. lag) bei 4700.
„Sie sind sehr eindeutig schwanger“, sagte sie.
Aber sie sagte auch, dass bei diesem Wert eindeutig etwas im Ultraschall zu erkennen sein müsste. Kein Herzschlag, kein Embryo an sich, aber wenigstens eine Fruchthöhle muss da zu sehen sein.
Was uns mit zwei Möglichkeiten zurück lässt:

Entweder der kleine Osterhase hat sich wirklich ganz geschickt versteckt und sie hat ihn übersehen.
Oder er steckt da, wo er nicht sein sollte.

Im Moment möchte ich gern an Möglichkeit 1 glauben. Ich meine. Eine Blastozyste, die an Tag 6 transferiert wird. Die sollte sich doch eigentlich subito presto einnisten und nicht erst noch Ewigkeiten irgendwo herumwandern. Und, vielleicht vertue ich mich da, aber ist der Wert für eine Eileiterschwangerschaft nicht vielleicht etwas hoch? Ich dachte immer, der wäre dann eher vergleichsweise niedrig..
Andererseits ist nichts unmöglich und sie hatte sich – auch wenn alles etwas wuselig war dank meines seine akute Arztabneigung pflegenden Kindes – wirklich Mühe gegeben beim Schallen, und im Gegensatz zu mir hatte sie ja auch freie Sicht auf den Bildschirm..
Wie man es dreht: wir wissen nicht, welche Möglichkeit zutrifft. Daher hat sie mir nachdrücklich empfohlen nächste Woche ihre Vertretung aufzusuchen und dort noch einmal nachschauen zu lassen, mit eventueller Blutabnahme im Anschluss. Und das werde ich tun. Ich habe dort angerufen, für Montag Morgen einen Termin gemacht und außerdem veranlasst, dass der Befund über die gestrigen Blutwerte dorthin gefaxt wird, damit sie dann vorliegen. (Ich hoffe letzteres funktioniert. Ich habe etwas den Eindruck die Damen in der Praxis sind zwar wirklich alle sehr, sehr nett, aber doch ein wenig.. zerstreuter als bei meiner alten Ärztin.) Bis dahin heißt es abwarten – und hoffen, dass, FALLS der Keks es sich im Eileiter gemütlich gemacht haben sollte, nichts passiert. Ein bisschen nervös bin ich schon, zumal ich morgen den kompletten Tag bis womöglich tief in die Nacht hier mit dem Haselkind allein sein werde.. und ich die ganze Zeit darüber nachdenke was ich bloß mit ihr machen soll, wenn ich plötzlich notfallmäßig ins Krankenhaus muss – es ist ja keiner da, bei dem ich sie besten Gewissens lassen könnte (außer vielleicht unsere ehemalige Tagesmutter, aber ich schätze auch das wäre wirklich nur eine absolute Notfalllösung).. mitnehmen wäre ja wahrscheinlich auch nicht so die Option.. Aber es hilft alles nichts, ich kann einfach nur hoffen dass alles gut geht und wir einfach einen ganz stinknormalen Tag erleben werden.
Und Montag muss mein Mann dann eben etwas später zur Arbeit fahren und das Kind hüten,  bis ich von meinem Termin wieder zurück bin. Mit hoffentlich guten Neuigkeiten. Oder auch nicht.
Also: abwarten. Und am Montag werden wir dann erfahren, ob es mich in meinen persönlichen Kinderwunsch-Marianengraben verschlagen hat – oder auf die gleichnamigen Inseln. Urlaubsreif wäre ich jedenfalls.

5+2: Eigentlich. Vielleicht.

Eigentlich wollte ich gar nicht so früh zum Arzt. Eigentlich hätte ich am liebsten noch ganz lange gewartet. So bis zur achten Woche oder so. Dann habe ich aber einfach mal angerufen wegen eines Termins  (ich musste mir eine neue Ärztin suchen, mit Kleinkind ist es einfach zu aufwändig jedesmal eine Dreiviertelstunde hin und anschließend wieder zurück zu fahren), und irgendwie war die Dame am Apparat dann sehr darauf erpicht mir sofort einen zu geben, und nächste Woche ist geschlossen wegen Ostern, also dann vielleicht doch diese Woche noch, kommen Sie doch am 17. vorbei!

Ja.
Und heute ist ganz wunderbar zauberhaftes sonniges Wetter und es schnuppert nach Frühling, die Vöglein vögeln.. Entschuldigung!… sie tirilieren, und alles da draußen verlangt nach superguter Laune, ich bin schwanger, hurra, ich sollte fröhlich sein und total aufgeregt und ich hätte mich auf diesen Termin freuen sollen.
Statt dessen stieg ich frierend und zitternd und nur unter Widerwillen aus meinem Bett, mit dem rabenschwärzesten Gefühl, das man nur haben kann. Und kriegte nur so mit Ach und Krach die Zeit bis zum Termin herum, packte das Haselkind ein, fuhr los. Nach viel Hickhack und Warterei landete ich irgendwann auf dem Stuhl, und die Ärztin schallte..
Aha, hmmhm.. ganz viele dicke fette Eierstockzysten und freie Flüssigkeit. Und in der Gebärmutter: nichts. Nichts, nichts, nichts. So viel Nichts, dass einem davon schier schwindelig werden könnte.
Gut, ich gebe zu, es war ein etwas hastiger und komplizierter Ultraschall, weil ich ein zappelndes, jammerndes, nörgelndes, unzufriedenes Haselmädchen auf meinem Bauch sitzen hatte, aber doch: nichts. Sehr eindeutig und auch für mich klar zu erkennen.
Und was die Ärztin dann sagte, war dann wirklich kein sehr großer Schock mehr. Verdacht auf Eileiterschwangerschaft.
VIELLEICHT ist es einfach noch zu früh, sagte sie, aber ganz ehrlich, 5+2 (und im Gegensatz zu den meisten anderen Frauen ist bei mir diese Angabe ja wirklich sicher), da sollte eigentlich schon irgendwas zu sehen sein. Nicht viel, das hätte ich auch niemals erwartet, aber irgendwas halt.
Und es passt leider nur zu gut zu meinem Gefühl. Und dazu, dass ich NICHTS spüre, kein Zwicken, kein Zwacken, keine Übelkeit, keine Müdigkeit (ich glaube beim letzten Mal um die Zeit habe ich vor lauter Müdemüdemüde schon das Auto in die Leitplanke gefahren), nichts.
Und nun heißt es: warten. Ich habe Blut abgegeben, das Ergebnis kann ich morgen früh nachfragen. Leider hat die Praxis nächste Woche geschlossen, aber ich kann zur Kontrolle zum Vertretungsarzt gehen. Ja, hmm. Weiß ich noch nicht. Mit Haselkind im Schlepptau wohl eher nicht. Und da niemand da ist der aufpassen kann..
Bei heftigen Unterleibsschmerzen soll ich sofort ins Krankenhaus. Ja. Natürlich. Wie sofort ist „sofort“? Kann ich noch die ein, zwei Stunden warten, die mein Mann von der Arbeit nach Hause braucht? Oder muss ich ein Taxi rufen und mit Kind allein da hinfahren? Ich fühle mich ein bisschen wie eine Zeitbombe. Ich will das nicht.
Und ich denke an den kleinen Wurm da in meinem Bauch und weine. Du hast mir einmal bewiesen, dass ich mich täuschen kann. Bitte, BITTE, tu es wieder. Es täte mir so weh zu wissen, dass du wächst und gedeihst, dass du dich durchgekämpft hast, nur um schließlich zwangsweise aus meinem Bauch gerissen zu werden, weil es sonst für uns beide keine Chance gibt.. Ich möchte doch so gern irgendwann dein Gesicht sehen.
Wenn du einfach noch zu klein warst heute, dann ist es okay. Wenn es einfach noch zu früh war, oder wenn irgend etwas nicht stimmt und du nicht wachsen kannst wie du solltest, und wenn du gehen musst.. Und wenn ich jetzt knapp zwei Wochen mit diesem miesen Gefühl herumlaufen muss und nachher war es umsonst, ich ertrage es alles gern. Nur bitte, ich möchte nicht, dass es im Krankenhaus endet. Oder höchstens mit einer entspannten, wunderschönen Entbindung und mit dir als feuchtem, quäkenden Bündel auf meiner Brust.
„Mama weint“ – das musste ich vorhin deiner Schwester erklären.
Mama weint.

Schade, dass du gehst. Mach’s gut, 2014!

Für viele in meinem Umkreis war es kein gutes Jahr. Ich kann jeden verstehen, der es jetzt gerne ziehen lässt und ihm heimlich hinter dem Rücken noch den Stinkefinger zeigt. Für mich war es jedoch – aus offensichtlichen Gründen – ein Knallerjahr, DAS Jahr, das Jahr der Jahre, und ich kann mir kaum vorstellen, dass es so schnell von einem anderen getoppt werden könnte.
Es begann mit einem Paukenschlag, überraschte mich mit einem wunderbaren Moment nach dem anderen und endet nun mit den zarten und vielleicht ein ganz klein wenig bittersüßen Klängen einer Spieluhr.
Es gab Momente, die waren nicht so schön. Es gab Momente, in denen war ich angespannt, traurig oder voller Angst. Aber das waren sehr, SEHR wenige. Verschwindend wenige. Und sie wurden durch die vielen überwältigend wunderschönen Momente mehr als aufgewogen. 2014 geizte für mich nicht mit Wundern, sondern überhäufte mich unerwartet mit einem nach dem andern. Für jedes davon, für die kleinen wie die großen, und ja, auch für die nicht schönen Augenblicke bin ich unendlich dankbar. Ich möchte diesem Jahr 2014 für jede seiner Minuten im Hinausgehen die Hand schütteln. Danke, DANKE, du phantastisches, unbegreifliches, unvergessliches 2014 – du hast dich für den Rest meines Lebens unauslöschbar in mein Gedächtnis gebrannt, du bekommst das Krönchen als wohl bisher schönstes Jahr meiner Existenz, und weil du deinen Job (zumindest für mich) so unglaublich gut gemacht hast, gibt es noch einen fetten Orden obendrauf. 2014, du legst die Messlatte für deinen Nachfolger in praktisch unerreichbare Höhe! (Trotzdem glaube ich, dass 2015 auch ganz gute Chancen hat. Zumindest auf den zweiten Platz.)

Und wo wir schon gerade beim Danke-Sagen sind: danke an meinen Mann für dieses Jahr. Mit dir war ich nicht immer so ganz glücklich. Trotzdem glaube ich, dass 2014 ein gutes Jahr für dich, für mich, für uns war. Es hat sich viel verändert und das wird wohl auch noch ein Weilchen so weitergehen. Aber ich habe Vertrauen in unsere Zukunft. Danke, dass du diesen Weg mit mir gemeinsam gegangen bist, gemeinsam gehst, gemeinsam gehen wirst. Danke, dass du dich so bereitwillig auf unser neues, großes Abenteuer eingelassen hast und dein Lachen nie verlierst. Danke, dass wir noch immer so viel zusammen lachen, auch wenn es mit der Zweisamkeit im Moment nicht weit her ist. Ich freue mich auf unser gemeinsames 2015!

Danke an die Flauschdamen. Ihr habt in diesem Jahr einiges mit mir durchgemacht. Gegen Ende hin verschwand ich bei Nacht und Nebel für ungewohnt lange Zeit, ohne Ankündigung, und als ich dann endlich zurück kam, hatte ich ein seltsames kleines rosa Ding im Schlepptau und seitdem müsst ihr euch den Platz auf dem Thron mit ihm teilen und nicht selten seinetwegen ganz schön zurückstecken. Glaubt mir, es tut mir leid und ich würde euch so gerne die Zeit und Aufmerksamkeit schenken, die ihr gewohnt seid. Eines Tages werde ich das auch wieder können. Aber für den Moment bin ich euch dankbar, dass ihr mir trotz allem eure bedingungslose Liebe schenkt, euch mir immer wieder ins Gedächtnis bringt, ohne dabei unangenehm zu werden, und es mir immer wieder und wieder verzeiht, wenn ich euch (manchmal ein wenig entnervt) zur Seite schiebe. Danke dafür, dass ihr das rosa Ding, trotzdem es nicht nur gelegentlich sehr laut ist, mich total vereinnahmt und euch obendrauf auch noch völlig ignoriert, als Teil unserer Familie akzeptiert und ihm voller Offenheit und Neugier begegnet. Ich habe wahnsinniges Glück mit euch beiden, und ich hoffe, dass ich euch das in 2015 wieder öfter zeigen kann.

Danke an meinen Körper, der mir nach vielen lausigen Jahren, in denen ich ihn nicht gerade liebevoll behandelt habe, ganz großmütig eine wirklich wunderbare und absolut perfekte Schwangerschaft schenkte, die ich 40 Wochen genießen konnte und durfte und die ich nie, nie, NIEMALS vergessen werde. Danke dafür, wie unerwartet gut du die Belastungen weggesteckt und mich durch diese 10 Monate getragen hast. Danke für alles, was du seit Ende September an neuen Aufgaben meisterst. Lange habe ich dir die Wertschätzung, die du verdienst, vorenthalten, und dafür möchte ich mich entschuldigen. Hier hast du sie. Ich danke dir.

Danke an meine Haselmaus, mein unbeschreibliches kleines Wunder mit der großen Stimme, dem Schalk im Nacken und den strahlenden Augen. DANKE, dass du zu uns gefunden hast, trotz aller Widrigkeiten, dass du geblieben und gewachsen bist. Danke, dass du mir so viele unbeschreiblich schöne Erfahrungen beschert hast und auch in den vielen kommenden Jahren noch bescheren wirst. Danke. Danke, du mein kleines Gaukelkind, mein Mausemädchen, mein Herzwunder. Danke für jeden deiner Blicke, jeden deiner Piepser, jeden deiner Herzschläge. Danke für deine Einzigartigkeit und dein Wachsen. Ich habe so lang von dir geträumt, und du erfüllst die jahrelang gehegten Sehnsüchte ohne Mühe, du bringst mich durch die Nacht, du wiegst die unzähligen vergossenen Tränen der Einsamkeit und Not mit denen des Glücks auf. Du bringst mich dazu, kitschig zu werden und es nicht einmal zu bereuen. Du berührst mein Herz, bringst es zum Klingen und lachst dabei. Seit es dich gibt, bist du – ich zitiere! – so wertvoll, dass man es sich gern aufspart, und so schön, dass man nie darauf verzichten mag. Danke, immer wieder und wieder.

Und danke an euch alle da draußen. Die Leser*innen, Kommentator*innen, Blogschwestern, Freunde. Viele von euch sind mir in diesem Jahr erst begegnet und viele sind mir so sehr ans Herz gewachsen. Es wäre gelogen, zu sagen: ohne euch würde es diesen Blog nicht geben. Doch, es würde ihn geben – aber er wäre nicht das, was er mit euch ist. Ich danke euch für eure Begleitung in diesem Jahr, für die kostbaren, aufmunternden Worte, für Lob und (zu wenig 😉 ) Tadel, für eure Begeisterung, euer Mitfiebern, eure Unterstützung, für viele liebe, herzliche Wünsche, Glückwünsche, Tipps, Hilfsangebote. Für die tollen Mails, Kommentare, Chats, Treffen. Danke für eure Blogs. Danke für euer stilles Mitlesen. Danke für eure Akzeptanz und Toleranz meiner manchmal störrischen und vielleicht auch provokanten Eigenwilligkeiten. Danke für eure Herzlichkeit. Ich wünsche euch allen einen wundervollen Jahresausklang und dass das neue Jahr für euch das wird, was 2014 für mich war: ein Wunderjahr.
Fühlt euch gedrückt, lasst es knallen, und: kommt gut rein!

Alles auf Anfang

Ich kriege meine Tage. Acht Wochen, also knapp zwei Monate nach Geburt, und ich kriege meine Tage. Ich stille voll, und ich kriege meine Tage. Holy Cow, muss ich fruchtbar sein..
Es bringt nur leider nix, außer weitere hoffnungslos ins Nichts springende Eier.
Ich bin ehrlich: es fehlt mir unglaublich, schwanger zu sein. Es war so wundervoll und regenbogenglitzerfein, ich könnte schon wieder! Keine Sorge: natürlich steht das völlig außer Frage. Aus den verschiedensten Gründen, und alle wären schon einzeln für sich völlig ausreichend um diesen Gedanken voll Nachdruck einen Vogel zu zeigen. Trotzdem ist da diese unglaubliche Sehnsucht, die ich ja ganz ehrlich auch selbst schon total panne finde. Bitte verzeiht mir.
Was ich aber gleichermaßen panne finde und was auch meine Frauenärztin mit vollem Wissen um die Abstrusität dessen ansprach und darum ein halb amüsiertes, halb gequältes Grinsen nicht unterdrücken konnte: die Frage nach der Verhütung. Man möchte hysterisch lachen. Oder weinen. Oder beides.
Ich will nicht verhüten. Never again. Aber muss wohl. Zumindest im Moment.
Banane. Völlig Banane.

„Die Dame des Hauses könnte sich mal ins Parterre begeben.“

Sagt meine Ärztin. Es hat sich nämlich nach wie vor nix getan. Das Haselkind schwimmt mir so unter den Rippen herum und weigert sich seinen – sicherlich wunderhübschen Kopf – mal Richtung Becken zu bewegen. Auch sonst ist halt alles wie gehabt. GMH steht, Muttermund hält die Klappe, CTG unauffällig und ohne Wehen. „Wir sehen uns dann auf jeden Fall nächste Woche“ waren die Abschiedsworte meiner FÄ.
Tja.

Das glaub ich ehrlich gesagt auch. Und es ist ja auch in Ordnung – ich bin fit, der Haselmaus gehts gut da im Bauch, also warum nicht. Ich hoffe nur, es läuft nicht letztendlich auf eine Einleitung hinaus. Also.. FALLS es so käme, wäre das jetzt auch kein Drama, aber.. ich denk mir so, wenn das Kind schon nicht auf natürlichem Wege in den Bauch rein kommen konnte, dann soll es wenigstens ohne Zwang rauskommen dürfen. Fände ich irgendwie schöner.
Nun ja. Es ist schönes Wetter draußen, also werde ich gleich mal wieder eine Runde an der frischen Luft drehen. Vielleicht sogar Richtung Wald – weil, ganz ehrlich, der Weg an der Straße ist echt öde. Und gestern begegnete ich auf dem Rückweg – also auf den letzten Metern – noch der halben Nachbarschaft, die sich dann erstmal laut sorgte, dass ich da „in meinem Zustand“ noch so alleine herumstrolche. Weil: so richtig Zivilisation ist da halt auch nicht. Ist eben ne Landstraße. Da sind schon mal ein paar Meter keine Häuser und die Autos zischen auch alle so schnell vorbei, da kriegt vermutlich eh keiner mit, wenn ich plötzlich da im Gebüsch meine niederkommen zu müssen. 😛 Dann kann ich auch in den Wald gehen. So. Wie gesagt: das Wetter ist toll. Ich nutze das dann mal!

Bauchkritzelkratzel 39. SSW

Fertig! 😀

39_ssw_bild01Buntstift, Aquarellfarben und Liner  (und grobkörniges Salz 😛 ) auf Aquarellpapier. So ganz 100%ig zufrieden bin ich nicht, aber was solls. Immerhin besser als das aus der 35. Woche, das ich dann gar nicht mehr posten wollte. Und wer weiß: vielleicht das letzte Bauchbild überhaupt.