Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten.

Man verzeihe mir meine momentan recht ausgeprägte Abwesenheit. Ich bin einfach zu gut beschäftigt! 😉

Es gibt aber auch nicht wirklich großartig was Neues zu berichten von der Front. Gut, morgen startet die 37. Woche und damit der 10. Monat – das heißt, wir befinden uns nun wirklich auf der Zielgeraden und so innerhalb der nächsten 5 Wochen ist dann quasi täglich mit dem großen Tag zu rechnen. Das ist schon ganz schön krass, zumal ich mich immer noch nicht wirklich „hochschwanger“ fühle, praktisch keine Beschwerden habe (umm, meine Finger schlafen mir nachts häufiger mal ein und kribbeln dann. Und sie sind dicker geworden. Sonst ist eigentlich nix!) und hier alles seinen gewohnten Gang läuft. Gut, Schlafen ist so ne Sache – ich werde öfter nachts wach, Umdrehen ist nach wie vor eine Qual, manchmal kann ich längere Zeit nicht wieder einschlafen – aber jetzt auch nicht so, dass es mich belasten würde. Ich war und bin immer schon ein Wenigschläfer, und dass ich mindestens einmal zwischendrin aufs Klo muss, daran hab ich mich seit Beginn der ICSI längst gewöhnt (damals hab ich angefangen deutlich mehr zu trinken). Absonsten fühl ich mich fit! Es irritiert mich total, wenn Leute jetzt anfangen mir Türen aufzuhalten oder sagen, ich solle langsam machen. Aber wer weiß. Hochmut kommt schließlich vor dem Fall und und vielleicht haut es mich ja im Laufe der kommenden Wochen noch plötzlich vom Sockel und es geht plötzlich gar nix mehr. Aber ganz ehrlich? Das wäre dann auch okay. Bis jetzt wars eine Traumschwangerschaft; da bin ich gern bereit zum Abschluss noch ein wenig zu leiden. Hauptsache, dem Haselkind gehts gut!

Am Mittwoch waren wir zum ersten Mal bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur, das war ganz nett. Und ich trinke jetzt seit einer Woche brav meinen Himbeerblättertee (den ich geschmacklich übrigens ganz okay finde. Kräutertee halt). Das sind so die Dinge, die mich daran erinnern, dass wir uns mit ganz großen Schritten auf ein Ende – und einen neuen Anfang – zu bewegen. Ich frage mich oft, wo dieses Dreivierteljahr eigentlich hin ist. Zwar kann ich mich noch daran erinnern, dass sich die Zeit anfangs wie Kaugummi gezogen hat, aber irgendwie ist mir trotzdem, als sei der Bluttest erst gestern gewesen. Beim letzten Ultraschall schaute ich mir dieses plötzlich riesig gewordene Kind auf dem Monitor an und erinnerte mich an das allererste Mal, wo dieser winzige schwarze Fleck – der noch gar nichts Menschliches an sich hatte –  zu sehen war. Das ist doch noch gar nicht so lange her! Jetzt passt gerade mal noch so der Kopf ins Bild. 😉 Und in wenigen Wochen ist da gar nichts mehr. Dann halte ich dieses seltsame Wesen im Arm und denke wahrscheinlich wieder, wie winzig sie ist und kann es gar nicht glauben, dass sie und der schwarze Fleck ein und die gleiche Person sind. Das ist schon alles ziemlich verrückt irgendwie. So richtig vorstellen kann ich mir das gerade nicht. Ich meine.. klar, da ist ganz eindeutig was in meinem Bauch. Etwas, das sich bewegt (zumindest gelegentlich 😛 ). Und ich kann auch fühlen, wo oben und wo unten ist, wo der Rücken liegt, wo die Füßchen, der Hintern und der Kopf. Und Schluckauf hat es. Aber dass das ein wirkliches, echtes Kind sein soll, das hier demnächst unser Leben aufmischt, irgendwann „Mama“ zu mir sagt und ein paar Jahre später heimlich auf dem Klo raucht und irgendwelche Jungs nach Hause bringt.. 😉 Nein, ganz ehrlich, das ist mir gerade zu abstrakt. Ich lass mich einfach mal überraschen. Vielleicht ist es doch kein Kind, sondern ein Bandwurm, der dann Pfötchen gibt. Oder so.

Jedenfalls hat sich dieses kleine Haselwesen gestern beim CTG vorbildlich benommen. „Traumhaft“ nannte die Ärztin das Ergebnis. Da sieht mans mal. Die Kleine kann – wenn sie will! Allerdings kam dann vorhin für mich die Ernüchterung in Form eines Anrufs aus der Praxis. Ob ich am Montag nochmal zur Blutabnahme vorbei kommen könne. Die Thrombozytenwerte seien „nicht mehr so optimal“. Hmm. Na gut, aber da Montag ja scheinbar ausreicht und sie mich nicht sofort hinbeordert haben, kann das so dramatisch nicht sein. Außerdem gehts uns gut. Ich warte also einfach mal ab. 🙂

Und bis dahin beschäftige ich mich weiter mit den Dingen, die mich in den letzten Tagen schon vom Bloggen und Kommentieren abgehalten haben. (Übrigens hatte ich sogar ein Bauchbild von der 35. SSW gezeichnet, aber beim Einscannen gefiel es mir dann nicht mehr und deswegen wurde es nicht gepostet. Aber vielleicht mach ich nächste Tage dann einfach noch eins. Ich finde man sieht eh keine großartigen Unterschiede mehr – ist halt ne dicke, runde Murmel, ob die jetzt ein, zwei Zentimeter mehr oder weniger Umfang hat, seh ICH ehrlich gesagt selber nicht..)

Neugierig? 😀

Soll ich mal teasern?

Ja?

Ja?

😀

Work in progress:

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..und ich hab noch gefühlt zwanzig andere Dinge in Arbeit, die ich natürlich alle gern noch fertig kriegen möchte. Also über mangelnde Kreativität und/oder Langeweile kann ich mich grad echt nicht beklagen. In diesem Sinne: man liest sich! 🙂

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CTG: heute mal ohne Wehen – und ohne Kind.

Ich muss gestehen, ich hatte ein winziges kleines futzeliges bisschen Schiss vor dem CTG heute. Also, nicht davor, dass tatsächlich irgendwas Schlimmes sein könnte. Sondern davor, dass sich das Spielchen von vor zwei Wochen wiederholen könnte: Wehen, die mich ins Krankenhaus bringen und dann auf magische Art und Weise wieder verschwinden.

Aber die Wehenkurve war heute sehr ruhig. Seeeehr ruhig. Hier und da mal ein kleiner Hügel, mehr nicht. Also eigentlich alles prima!
Tja, nur die zweite Kurve war dafür auch.. äh.. zu ruhig. Das Haselkind hatte nämlich keine Lust, seine Herztöne überwachen zu lassen. Nachdem unser Fräulein den ganzen Morgen ihr Bestes getan hatte, ihren Rücken und ihren Po mit aller Macht gegen meine Bauchwand zu drücken, hatte sie bei der Ärztin scheinbar die Schnauze voll davon und hat sich ganz geschickt irgendwie so geschafft hinzudrehen, dass sie beim besten Willen nicht aufzufinden war. Die Arzthelferin hat sich wirklich Mühe gegeben, aber die Haselmaus hatte sich verdrückt. Buchstäblich. Zwischenzeitlich schafften wir es zwar, mal ein paar nur mäßig unterbrochene Krackellinien aufs Papier zu kriegen, aber das war einfach nicht ausreichend um es angemessen bewerten zu können. Während ich allein in dem Räumchen im Sessel hing und mir mit beiden Händen den Schallkopf so fest es ging in den Bauch drückte, bohrte sich dann mal energisch ein unwilliges Füßen in meine Rippen. Sollte wohl so viel heißen wie: Hier isses doof, bring mich hier weg!

Da hört und liest man immer von Babys, die ihren Unwillen dadurch ausdrücken, dass sie gegen die Schallköpfe treten und boxen, aber das Haselkind hat scheinbar eine eigene, effektivere Strategie: schmollen. Das hat sie doch nicht etwa von mir??
Jedenfalls half alles nix. Nach einer Dreiviertelstunde kam meine Ärztin rein und meinte, sie würde dann jetzt erstmal die Untersuchung machen und  eben mal mit dem Doppler nachsehen – und danach könnte ich ja dann nochmal ans CTG.

Meinen Bauch fand sie übrigens „gewaltig“. Äh.. okay, wenn SIE das sagt, dann wird wohl was dran sein – sie sieht ja täglich genug Bäuche. Ich finde ihn nach wie vor gar nicht so extrem. Aber na gut. Wenigstens gibts keine Kommentare mehr zu meinem Gewicht. Ha. (Ich hab jetzt übrigens 13 Kilo mehr als zu Beginn der Schwangerschaft. Find ich völlig okay.)
Und es ist natürlich alles völlig in Ordnung. Die Motte liegt nach wie vor ziemlich weit oben, der Muttermund ist zu, GMH normal, Blutdruck normal niedrig (100/60 diesmal), pH in Ordnung, Haselkind perfekt versorgt und gut entwickelt (2700 Gramm hat sie ausgerechnet). Also alles so entspannt wie ich mich fühle. 🙂 Bzw. WIR. Denn Fräulein Haselmaus ist es offenbar so sehr wie ich. Beim Ultraschall drehte sie der Ärztin gechillt den Rücken zu und muckste sich nicht. Und auch beim zweiten Anlauf am CTG war sie die Ruhe in Person. …leider. Die Arzthelferin hieß mich mehrmals mich umdrehen, ich musste Wasser trinken, wir drückten auf jedem Quadratmilimeter Bauch herum damit Mademoiselle mal ein bisschen aus ihrem Winterschlaf erwacht, aber nö. Keine Reaktion. Das ruhigste Kind der Welt. So nach dem Motto: Ihr könnt mich alle mal.

Nach einer weiteren halben oder Dreiviertelstunde ging die Dame das langweilige Kurvenblatt der Ärztin überbringen, ich sollte so lange im Wartezimmer warten.. Sie diskutierten angeregt, leider konnte ich aber den Inhalt des Gesprächs nicht verstehen. Letztendlich hieß es aber, es sei alles okay. Allerdings bekam ich dann zu meiner Überraschung für nächste Woche noch einen Termin aufs Auge gedrückt. – Eigentlich wäre der nächste erst am 5. September gewesen. Hm. Hat das jetzt was zu bedeuten oder hä? Aber gut, ich habe beschlossen mir darüber erstmal nicht den Kopf zu zerbrechen. Es wird schon alles seine Richtigkeit haben. Fahr ich halt nächste Woche wieder hin, immerhin lässt es sich ja jetzt im Auto wieder aushalten. 😛 Und ich hoffe, dass unser Herzmädchen dann einen etwas aktiveren Tag hat, damit das nicht wieder so langwierig wird wie dieses Mal. Tzt.

 

Als der Nestbautrieb verteilt wurde war ich wohl gerade abwesend..

35. Woche und es ist noch einiges zu regeln. Zum Beispiel haben wir immer noch keine Babyschale (es stand mal im Raum, dass wir eine „erben“, aber ich glaub da kommt nichts mehr) – da weigere ich mich auch im Unterschied zu den meisten anderen Dingen, sie alleine anzuschaffen. So ein Ding ist wichtig und teuer, das entscheide ich nicht alleine! Noch dazu die Problematik, das nur eins unserer Autos isofixtauglich ist.. der Corolla ist nunmal einfach zu alt. (Hab letztens schon mal gescherzt, dass bei den Autos damals die Kindersitze vermutlich mit nem Dinosauriergebiss befestigt wurden – Familie Feuerstein lässt grüßen 😉 )Mein Mann bringt leider noch weniger Begeisterung als ich auf, sich mit Anschaffungsdingen zu beschäftigen. Und die Uhr tickt… (Was habt ihr denn so für Kindersitze/Babyschalen, bzw. welche würdet ihr empfehlen?)

Dann ist da die Sache mit dem Kinderzimmer. Ich kriege immer den Eindruck, das ist so DAS Ding, auf das alle Schwangeren ihre gesammelte Energie verteilen. Hm. Ich nicht. Wir haben keins. Oder zumindest vorläufig nicht.
Die Sache ist die: wir haben zwar ein „überzähliges“ Zimmer – das ist aber (momentan noch) Gästezimmer. Es ist recht klein. Darin steht ein (ausklappbares) Bett, ein Nachttischchen, eine Kommode, ein kleines, niedriges Regal (etwa hüfthoch) und die Bücherleiter (die passt haargenau in die Ecke zwischen Tür und Fenster). Soll es zum Kinderzimmer werden, müsste auf jeden Fall das Bett raus, um Platz für Kinderbett und vermutlich für einen Kleiderschrank zu schaffen. (Und die Leiter, weil mir das auf Dauer einfach zu gefährlich wäre, ein Kind damit allein in einem Raum zu lassen.) Besagtes Bett würde dann in die Leseecke im Wohnzimmer umziehen und dort als Zweitsofa dienen.
Nun wird aber das Haselkind zunächst ganz sicher nicht alleine schlafen. Ich habs jetzt selber nicht nachgelesen, aber laut meiner Hebamme wird von der WHO (und diversen Büchern und anderen Quellen) empfohlen, das Kind im ersten Jahr im Elternschlafzimmer einzuquartieren. Ich halte das für nachvollziehbar und sinnvoll.  Außerdem: das „Kinderzimmer“ liegt zwar im Grunde neben dem Schlafzimmer, verfügt aber leider über keine direkte Verbindung zu diesem. Ich müsste bei nächtlichem Wachwerden des Haselkinds dann jedesmal aus dem Bett und quer durchs Schlafzimmer, durch den gesamten Flur, durch das Arbeitszimmer (Durchgangszimmer) ins Kinderzimmer hechten, und ganz ehrlich: das tu ich weder mir, noch dem Haselmädchen, noch meinem Mann an. Wir haben also das (geerbte) Kinderbett als Beistellbett aufgebaut (also an einer Längsseite offen) und es zu uns ins Schlafzimmer gestellt. Und wenn wir irgendwann den Eindruck bekommen, dass die Motte ohne uns besser schlafen würde, dann wird nebenan eben umgeräumt. 🙂 Bis dahin bleibt das Zimmer nominell erstmal „Gästezimmer“ – hat den unbestreitbaren Vorteil, dass die in unserem Freundeskreis leider gehäuft vorkommenden Katzenhaarallergiker fürs erste auch weiterhin bei uns übernachten können, ohne dass wir dafür ins Wohnzimmer auf die Couch auswandern müssen. 😛
Allerdings werden wir im Kinder-Gäste-Zimmer zumindest wickeln (meistens jedenfalls). Im Schlafzimmer würde es mir mit einer zusätzlichen Wickelkommode zu eng werden und im Badezimmer ist leider auch kein Platz. Nein, auch nicht auf der Waschmaschine, denn auf der steht der Trockner, und leider sind meine Beine dann ungefähr einen Meter zu kurz um da oben irgendwas zu tun, geschweige denn zu wickeln. 😉 Die Kommode im Gästezimmer wurde somit kurzerhand zur Wickelkommode und Haselkindklamottenaufbewahrung umfunktioniert. Und deswegen ist es jetzt eben irgendwie doch ein wenig Kinderzimmer.
Außerdem hab ich so bei mir gedacht, dass ich – wenn die Kleine erstmal da ist – sicher nicht dazu komme, das Zimmer für sie hübsch einzurichten und zu dekorieren, also gönne ich mir jetzt (solange ich noch beide Hände zur Verfügung habe) den Spaß und bastele da ein wenig herum. Gestrichen wird nicht, aber ich möchte zumindest die eine Wand ein kleines bisschen bemalen. Ein Mobile hab ich seit geraumer Zeit in Arbeit und so zwei, drei kleinere Ideen für sonstige Veränderungen habe ich auch noch auf Halde.. Ich denke es wird ganz hübsch, WENN (also FALLS) es noch rechtzeitig fertig wird. Dann zeige ich bestimmt auch mal ein paar Fotos. Aber irgendwie scheint mir dieser überwältigende Drang zum Ein- und Herrichten zu fehlen. Ich hab zwar irgendwie Lust, aber andererseits..

Ich weiß nicht, irgendwie habe ich es einfach nicht eilig. Ist doch noch Zeit..? 😉

(….meine Mutter würde jetzt wieder sagen: Phlegmatiker! …pah.)

32+4 – 32+6: Hallo, Krankenhaus! – Tschüß, Krankenhaus!

Vielen Dank erstmal für die vielen lieben Wünsche und ganz besonders natürlich an diejenigen Mädels, die mich in der Zeit per WhatsApp unterhalten haben! ❤
So langsam finde ich zu meiner alten Form zurück und starte wieder voll durch. Wenigstens konnte ich jetzt mal eins der beiden Krankenhäuser, die ich für eine Entbindung in Erwägung ziehen würde, sozusagen auf Herz und Nieren testen. (Ich glaube aber, ich werde mich trotzdem für das andere entscheiden. Aber dazu ein andermal mehr.)

Wie es dazu kam:

Ich hatte am Mittwoch Nachmittag die reguläre VU – die letzte im 4-Wochen-Abstand. Da meine Ärztin derzeit im Urlaub ist, übernahm ihre Praxiskollegin die Untersuchung, und die hängte mich direkt am Anfang erstmal ans CTG.
Da saß ich dann, blätterte müde in  meiner Zeitschrift und warf hin und wieder einen abwesenden Blick auf das Gerät, das da eifrig seine Kurven kritzelte.
Beim letzten Mal hatte die Arzthelferin nur die Herztöne aufzeichnen lassen und die Wehenkurve aus gelassen. Diesmal liefen beide. Und auf der Spalte mit der Wehenkurve waren gleichmäßige, sehr deutliche Zacken. Ich dachte noch so: Hmm, muss das so aussehen? Dann sagte ich mir, dass das vermutlich schon alles richtig so sein wird und schmökerte ruhig weiter. Schließlich fühlte sich ja alles ganz normal an. Wahrscheinlich musste das einfach so.

Dann kam zwischendrin mal die Arzthelferin rein und guckte. „Hmm, hmm, hmm“ machte sie. Ob es mir gut ginge? Ja, alles bestens, danke!

Nachdem ich also eine halbe Stunde brav CTGt hatte, holte mich die Ärztin ins Behandlungszimmer. Auch hier die Frage: alles gut? Ja, alles gut! „Hm, tja, “ sagte sie, „laut der Kurve hier haben Sie aber Wehen!“
Äh, was? Wie? Nochmal für Doofe bitte?
Sie hielt mir das Papier unter die Nase. Ja, doch, da war so ein Muster. Zacke, Tal, Zacke, Tal. Schön gleichmäßig. Mit ziemlich hohen Zacken. Hatte ich ja vorher auch schon so aus dem Augenwinkel gesehen. Hm. Ja, und nu?
Ob ich denn nix spüren würde. Nää, irgendwie nich so. Auch nicht, dass der Bauch hart wird? Nö. Krämpfe? Nö. Kein Ziehen oder Ähnliches? Echt nicht!
Hm.
Na ja, dann solle ich doch bitte mal kurz ins Kabinchen und mich untenrum frei machen, sie würde mal per Ultraschall nach dem Gebärmutterhals und Co gucken.
Also ging ich brav ins „Kabinchen“, durfte anschließend mein Popöchen auf dem Stühlchen parken (ja, ehrlich, das ist O-Ton! Ich hab mir gedanklich dafür auf die Schulter geklopft, dass ich normalerweise bei ihrer Kollegin bin und dass die nicht so redet!) und dann guckte sie mal „rein“. Ergebnis: Muttermund bombenfest verschlossen, GMH unverändert, alles – wie sonst auch – bestens.
Tja. Nachdem ich dann meine Klamöttchen wieder angezogen hatte, eröffnete sie mir, dass sie mich so nicht einfach nach Hause lassen könne. Ich solle auf jeden Fall sofort ins Krankenhaus. Auf unbestimmte Zeit.
Uff. Na gut?
Sie zeigte sich einigermaßen erstaunt, dass ich nicht auf der Stelle in Tränen ausbrach. Normalerweise würden die Frauen dann immer gleich weinen.
Ja, gut, begeistert war ich nicht – hatte ich doch für den nächsten Tag ein Zugticket nach Bremen und hatte mich schon Wochen auf diesen Mini-Urlaub gefreut, und es war mir schon klar, dass ich nicht zeitgleich im Krankenhaus liegen und im Zug sitzen kann. Aber wenns halt sein muss? Und so dramatisch war ja jetzt die Situation auch wieder nicht, dass ich mir großartig hätte Sorgen machen müssen. Mir gings ja prima, und der Haselmaus auch. Wehen, na gut. Hat mich jetzt aber auch nicht SO überrascht – als meine Mutter damals mit mir schwanger war, musste sie auch Anfang des neunten Monats zwei Wochen im Krankenhaus liegen. Ja, genau, wegen vorzeitiger Wehen, die sie selbst gar nicht wahrgenommen hatte. So there. Liegt also praktisch in der Familie!

Ich hab mir also ne Überweisung – nee, Moment, EINweisung heißt das dann, oder? – ausstellen lassen, habe meinen Mann informiert, bin nach Hause gefahren, habe ein paar Sachen gepackt (viel zu viel, wie sich später rausstellte, aber ich wusste ja nicht, wie lang ich bleiben muss), meiner Mutter Bescheid gesagt, schnell noch ein Glas Wasser getrunken und dann stand auch schon mein Mann in der Tür um mich ins Krankenhaus zu bringen. Er war übrigens ob der Situation deutlich gestresster als ich es war. 😉 (Das obligatorische „Geht es los?“ durfte natürlich nicht fehlen…)

Im Krankenhaus klingelten wir schnurstracks im Kreißsaal an, ich winkte mit meiner Über-Ein-Weisung und schilderte die Lage. Dann saßen wir ein Weilchen herum, bis jemand Zeit für uns hatte. Eine nette Hebamme legte mich – na, ratet mal – erstmal ans CTG. Und da lag ich dann. Und lag. Und lag.

Leider funktionierte das mit der Herztonkurve irgendwie nicht so gut. Der Kontakt war ständig weg und so dauerte es ewig, bis da mal was Auswertbares zustande kam. Mein Mann war ein Nervenbündel. Irgendwie tat er mir leid. Eigentlich hätte er an dem Abend zu seinen Eltern fahren wollen sollen, um sich die instand gesetzte Wiege anzusehen. Statt dessen war er völlig überhastet von der Arbeit aufgebrochen, um mich ins Krankenhaus zu fahren, und jetzt musste er da stundenlang blöd rumsitzen. Es war mittlerweile schon etwas später (acht Uhr oder so?), ich hatte den ganzen Tag außer einer Milchschnitte und einem Liter Wasser noch nichts im Magen (ausgerechnet an dem Tag hatte ich das Essen und Trinken sträflich vernachlässigt) und irgendwie war alles doof. Dann rief auch noch Schwiegerpapa auf dem Handy an und musste erstmal beruhigt werden.
Irgendwann wurden wir dann vorläufig erlöst und durften wieder vorne im Wartebereich Platz nehmen. Nach weiterer, längerer Wartezeit kam eine sehr nette junge Ärztin, ließ sich den Tathergang noch einmal von mir schildern und schaute sich die ganze Sache genauer an. Das frischgeschriebene CTG war eigentlich relativ unauffällig. Ja, da waren ein paar höhere Ausschläge, aber nix Beängstigendes eigentlich. Und ansonsten mehr so ein unspektakuläres Herumgezackel. Alles gut. Sie zeigte mir die Kurve: ja, sieht wirklich nicht so wild aus. Ganz anders als die bei der Ärztin. Hm.
Sie zapfte dann mal vorsichtshalber Blut ab. Dann gabs erstmal einen Bauch-Ultraschall, um nach dem Haselmädchen zu gucken. Dem ging es prima. (Und es war tatsächlich immer noch ein Mädchen. So wie vorher bei der Praxiskollegin meiner Ärztin auch schon.) Dann hieß es nochmal: rauf auf den Stuhl, GMH und Konsorten anschauen.
Hmm, hmm. Das sähe ein bisschen nach einer leichten Pilzinfektion aus da drinnen. Ob es denn jucken oder brennen würde? Nein, eigentlich nicht. (Wie sich das anfühlt, weiß ich ja eigentlich. Zu den Zeiten, als ich noch die Pille nahm, durfte ich mich gelegentlich damit herumschlagen.) Ein Abstrich wurde gemacht. Sie meinte, das mit dem Pilz wäre schon sehr wahrscheinlich, sie würde mir auf jeden Fall was dagegen verschreiben, das wäre sinnvoll. Okay!
Der GMH war aber super (wie ja vorher auch schon). Ganze 4 Zentimeter. Muttermund so zu wie man es sich nur wünschen kann. Also eigentlich alles gut!
Tja, hm. Also festzustellen wäre da jetzt eigentlich nix, es sähe (bis auf den vermuteten Pilz) alles prima aus, CTG wäre unauffällig, ich würde mich ja auch gesund fühlen, theoretisch gäbe es keinen Grund, warum ich nicht einfach wieder nach Hause dürfe (an dieser Stelle gingen meine Mundwinkel nach oben!), ABER sie könne mich natürlich nicht einfach auf Verdacht gehen lassen. Normalerweise müssten sie mich bis 34+0 dabehalten. (An dieser Stelle gingen meine Mundwinkel nach unten.) Sie würde jetzt allerdings keinen Anlass sehen, mit Wehenhemmer, Lungenreife und ähnlichem zu hantieren, und wenn sich mein Zustand nicht plötzlich deutlich verschlechtern sollte, würden sie mich auch früher wieder heim gehen lassen (Mundwinkel hoch!).

Mittlerweile war der Abend schon weiter fortgeschritten. Ich wurde auf Station geschickt, bekam ein Bett in einem Zimmer mit zwei schon etwas älteren Damen, sogar noch ein spätes Abendessen (zwei Scheiben Brot mit Wurst und Käse, Mann, hab ich gefeiert!), diversen Papierkram zum Ausfüllen und ein paar nette Vaginaltabletten gegen den ominösen Pilz, dann durfte mein Mann nach Hause und ich schlafen.
Die Nacht war beschissen. Ich hab mich nur hin und her gewälzt.
Zum Frühstück gab es Brötchen und noch mehr Papierkram. Und lange, enge Strümpfe. 😉 Dann kam mein Mann noch für ein Stündchen (vor der Arbeit!) vorbei, das fand ich sehr lieb. ❤ Als er gerade gehen wollte, wurde ich auf ein anderes Zimmer zu zwei anderen Schwangeren verlegt – beide sehr nett, die eine wurde dann aber tatsächlich am gleichen Nachmittag noch entlassen – und anschließend gings dann auch wieder zum CTG. Da ich ja so wenig geschlafen hatte, war es eher ein CTGähn. Und unbequem noch dazu, ich lag irgendwie blöd und konnte mich aber leider nicht anders einrichten, weil sonst die ganze Maschinerie von meinem Bauch gerutscht wäre. Auch diesmal lief es nicht so optimal und ich musste wieder über eine Stunde ausharren. Als ich dann endlich gehen durfte, gab es auch schon fast Mittag. Leider wurde ich von meinem Teller weg geholt und in die Pränatalmedizin geschickt, was mich verwirrte. Wieso das jetzt? Dem Haselkind gehts doch gut? Hilfe?
Es war dann aber doch einfach ne zusätzliche Untersuchung, um sicher zu gehen, dass mit dem Kind alles in Ordnung ist. (Und, ha!, die Ärztin hat dann auch festgestellt, dass meine FA sich beim Errechnen des ET um einen Tag vertan hat. Ich triumphiere!) Es gab nochmal einen ausführlichen Ultraschall (und Junge, die Qualitätsunterschiede in der Darstellung zwischen den Krankenhausgeräten und dem meiner Ärztin sind ja wohl kaum in Worte zu fassen) mit allem Drum und Dran – da wurde so ziemlich jeder Knochen dreimal vermessen, jedes Organ gesichtet und das Haselkind war auch hier – Überraschung! – wieder ein Mädchen. 😉 Nachdem das jetzt fünf Ärzte mit fünf unterschiedlichen Geräten so gesehen haben, halte ich eine Verwechslung für ziemlich ausgeschlossen. Ein nettes Foto im Profil habe ich dann sogar auch noch bekommen. ❤ …und noch mehr Papierkram. Aber ich will mal nicht meckern.

Übrigens hatte das Haselfräulein bei beiden Ultraschalluntersuchungen im Krankenhaus wieder den Fuß im Gesicht. Die Ärzte finden das immer ganz drollig. Ich hingegen mache mir langsam Gedanken, ob sie womöglich beabsichtigt auch so auf die Welt zu kommen. Dann werden wir aber keine Freunde! 😛

Der Rest des Tages war für mich ziemlich ereignislos. Ich habe gelesen, ein bisschen gebastelt, mit der Bettnachbarin gequatscht, mein noch nicht ganz kalt gewordenes Mittagessen fertig verspeist, mich für das Gewitter mit heftigem Regen (und Sonnenschein!)  begeistert und mich tierisch gefreut, dass mein Mann nach der Arbeit noch vorbei kam um mir Gesellschaft zu leisten. Die zweite Nacht war dann auch irgendwie ganz okay.
Freitag war ich dann ein bisschen wibbelig, weil es ja geheißen hatte, dass ich eventuell an diesem Tag gehen könne, wenn alles gut wäre – und es war ja bislang alles gut! Aber erstmal passierte ewig NICHTS.
Dann, endlich: CTG, juchhe! Und das klappte diesmal sogar. Nach nur einer halben Stunde war der Fisch gegessen und die Hebamme meinte sogar schon, das sei ja mal ein TOTAL unauffälliges CTG und damit dürfe ich garantiert nach Hause. Hurra!
Dann passierte erstmal wieder nichts. Ich saß auf dem Zimmer herum und packte schonmal fröhlich die wenigen Dinge, die ich ausgepackt hatte, wieder ein. Dann durfte ich nochmal eine vaginale Untersuchung über mich ergehen lassen – GMH immer noch bei 4 cm, Muttermund immer noch bombenfest verschlossen – und pünktlich zum Mittagessen hieß es dann: Hier, bitte schön, Ihr Entlassungsschreiben, bitte beehren Sie uns doch zur Geburt wieder!

Leider musste ich dann noch auf meinen Mann warten, der von der Arbeit aus ja immerhin auch eine knappe Stunde Fahrt hatte, aber dann konnte ich ennnndlich heim in meine geliebten vier Wände und mich von den ob meiner unangekündigten Abwesenheit leicht beleidigten Katzen ignorieren lassen.

Alles in allem war das also ein streng genommen sehr ereignisloses, praktisch überflüssiges Zwischenspiel. Zum Glück. Ich bin sehr froh, dass alles so harmlos und unproblematisch war und ich nach noch nicht mal 48 Stunden wieder entlassen wurde – ich habe und hatte ein wahnsinniges Glück mit dieser Schwangerschaft und bin dankbar, dass bislang alles so positiv verläuft.

Das einzige, was ich nicht verstehe: wie zum Henker kam dieses Wehen-CTG bei der FA zustande? WIE?

 

Zeit für ein bisschen unnötige Panikmache

Ich bin seit gestern im Krankenhaus. Mit „Wehen“ – die nur das CTG zeigt und die ich selber nicht spüre.

So, und nach diesem Moment der Schnappatmung können wir uns alle wieder beruhigen. Mir geht’s nämlich prima und dem Haselkind auch. Ich trage lustige weisse Struempfe und langweile mich. Und finde Krankenhäuser immer noch doof. Aber mit etwas Glück bin ich am Wochenende wieder zuhause. (Nur leider nicht, wie geplant, in Bremen 😦 )
Dann erzähle ich auch gern mehr. Aber hier, so mit dem Handy, ist mir das zu lästig. Bin doch so ein Smartphone-Legastheniker…
Ich geh mich dann mal weiter langweilen..

Bauchkritzelkratzel 33. SSW – Herzlichen Glückwunsch, es wird eine Wassermelone!

Nachdem das letzte Bild ja etwas zarter und verträumter war, habe ich mich diesmal für etwas Lässiges entschieden. Stärkere Kontraste (rückblickend hätte ich es statt mit Buntstift lieber mit Tuschestift gezeichnet.. na ja, für nen zweiten Anlauf bin ich zu faul), stärker stilisiert – ich dachte ich geh mal ein bisschen mehr in Richtung Comic oder so. (Deswegen hab ich auch gar kein schlechtes Gewissen dabei, wenn das Gesicht meinem eigenen nicht so sehr ähnelt. 😛 )

33_sswa01

Ich hab allerdings noch ein zweites (aufwändigeres) Bild in Arbeit, aber das werde ich vor meinem Kurzurlaub ziemlich sicher nicht mehr fertig bekommen. Vielleicht nächste Woche dann.

Damit ihr übrigens mal vergleichen könnt, gibts heute noch das passende Foto dazu. Und ein zweites von der anderen Seite:

bauchfoto 33_ssw

bauchfoto 33_ssw02

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und falls ihr euch fragt (eine Freundin fragte mich das letztens, ich gebe zu es sieht wirklich danach aus): nein, ich strecke den Bauch nicht extra raus. Mein Rücken ist tatsächlich so. (Seht ihr das? Da ist fast ein rechter Winkel. Gruselig.) Es fällt nur jetzt durch den Bauch mehr auf und wird durch das größere Gewicht nach vorne sicher noch verstärkt.. Erstaunlicherweise habe ich bislang trotzdem kaum Rückenschmerzen. Nur selten und dann auch nur leicht. Ich gebe mir allerdings auch Mühe, dem entgegen zu arbeiten und mache brav regelmäßig meine Übungen (wenn auch nicht so oft wie vermutlich klug wäre). Hab ja schließlich noch pi mal Daumen zwei Monate vor mir und da kommt sicher noch einiges an  Bauch und Gewicht hinzu – nicht, dass ich nachher doch noch auf der Hälfte durchknackse, wie mein Mann ja schon vor der Schwangerschaft gerne behauptet hat…

Am Witzigsten finde ich eigentlich, dass man den Bauch von vorne und vor allem von hinten gar nicht so sieht (vor allem nicht, wenn ich Schwarz trage). Und wenn ich mich dann zur Seite drehe, gucken die Leute dumm. 😀 (Ich auch.) Dabei finde ich ihn nach wie vor nicht sooo extrem. Umfang sind jetzt glaub ich 109 Zentimeter oder so. Ich bin total gespannt, was da in den kommenden Wochen noch passiert!

„Geht es los?“

Die Frage stellt mein Mann seit einigen Tagen jedesmal, wenn ich

– mir mal an den Bauch packe

– eine Grimasse ziehe

– auf eine Frage nicht sofort reagiere.

Nein, es geht noch nicht los! 😀 Aber da wird wohl jemand langsam ungeduldig. 😉

Gleichzeitig hat er glaub ich ziemlich Muffensausen. Vor der Geburt und vor allem, was danach kommt. Dass wir keine guten Eltern werden, dass das Kind uns überfordert, dass wir etwas falsch machen. Ich sage ihm ganz oft im Moment, dass sich schon ganz viele Paare vor uns dieser Situation stellen mussten und dass wir das auch schaffen werden. Und dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Das Elternsein ist etwas, in das man erst hineinwachsen muss. Und gemeinsam kriegen wir das schon hin. Ich bin mir ganz sicher, dass er ein toller Vater und das Haselmädchen ihn über alles lieben wird!

Mir geht es zum Glück wirklich wieder besser. Der Montag war noch sehr unschön, so mit Dissoziation und plötzlichen Panikattacken im Supermarkt (und ich bin heilfroh, dass ich die Autofahrt heil überstanden habe, das nächste Mal bleibe ich wirklich zuhause, auch wenn ich dann hungern muss), aber seit ein paar Tagen bin ich wieder voll auf dem Dampfer und zurück in meiner Happy-go-lucky-Wohlfühl-Schwangerschafts-Glücksphase. Am Samstag ist für mich der 9. Monat angebrochen und ich finde das schon sehr beeindruckend. So langsam geraten wir auf die Zielgerade, aber es kommt mir noch gar nicht so vor!
Ja, der Bauch ist mittlerweile ziemlich groß geworden. Also. Glaub ich. Zumindest krieg ich jetzt gern häufig die berühmten Nachfragen, wann es denn soweit sei und ob ich mir denn sicher sei, dass es keine Zwillinge werden? Haha 😀
Dabei empfinde ich den Bauch selbst gar nicht als so extrem. Er FÜHLT sich nicht groß AN. Von oben gesehen ist er zwar schön rund, aber jetzt nicht gerade furchteinflößend. (Gut, wenn ich meine Füße sehen will, muss ich mich weit vorbeugen, aber mal ehrlich, wie oft guckt man sich selbst auf die Füße??) Ich fühle mich – im Großen und Ganzen – auch nicht voluminöser oder schwerfälliger. Dass es eben doch so ist, merke ich nur dann, wenn ich im Flur am Spiegel vorbei komme (und mich dann mal von der Seite betrachten kann – jedesmal wieder ein kleiner Schock! :D) oder wenn ich zu eng einparke und dann plötzlich aus dem Auto nicht mehr raus komme (lästig!). Aus der Hocke oder dem Liegen aufzustehen dauert halt etwas länger und sich im Bett von einer Seite auf die andere zu drehen (was ich zugegeben von Natur aus recht häufig tue, ich kann sonst nicht schlafen!) ist auch irgendwie seltsam umständlich. Aber andererseits ist das mit der Zeit einfach nach und nach passiert und ich kann mich irgendwie kaum dran erinnern, dass es mal anders war. Es stört mich auch nicht. Ich fühle mich nicht schwerfällig, unbeweglich oder so. (Kommt bestimmt noch?) Ich bin immer noch recht gut zu Fuß – wenns nicht gerade bergauf geht. Gestern war ich mit Freunden im Wald spazieren und konnte problemlos mit ihnen Schritt halten. Meine Freundin, die leicht übergewichtig ist, hatte da mehr Probleme.
Nur das heiße Wetter am Samstag empfand ich als sehr anstrengend, aber da ich auch so bei Temperaturen jenseits der 25 Grad ziemlich schnell mit Kreislauf und Kräften am Ende bin, will ich das nicht unbedingt der Schwangerschaft anlasten.
Alles in allem war das dritte Trimester also bislang ziemlich harmlos – und ich hoffe es bleibt noch ein Weilchen so.
Das Haselkind scheint auch wohlauf zu sein. Mittlerweile ist die Kleine wohl so gut gewachsen, dass es langsam enger wird im Bauch. Wenn sie ihre Position verändert, kann ich das nun auch von außen meist ganz gut mitverfolgen (lustige Beulen, die über den Bauch wandern). Sehr süß! Besonders aktiv ist sie allerdings nach wie vor nicht. Richtig feste Tritte oder energische Bewegungen sind sehr, sehr selten. Morgens und abends hat sie jeweils so eine Phase, in der sie verstärkt herumturnt – darüber freue ich mich immer. Ansonsten hält sie im wahrsten Sinne des Wortes eher die Füße still und über den Tag merke ich kaum etwas von meiner Bauchbewohnerin (wenn auch mehr als vor ein paar Wochen noch, einfach weil sie weniger Platz hat). Vielleicht liegts ja auch an der Vorderwandplazenta, aber ich glaube doch eher, dass sie einfach ein friedliches kleines Mäuschen ist. 🙂 Irgendjemand meinte letztens, dass das einfach meine wahnsinnige Ruhe und Gelassenheit ist, die sich aufs Kind überträgt. Wer weiß. Oder sie hat meine Faulheit geerbt. 😉

Ich werde jetzt glaube ich mal versuchen ein aussagekräftiges Bauchfoto zu schießen, damit ich bis Mittwoch noch ein aktuelles Bild hochgeladen kriege – das letzte ist ja aus der 30. SSW und wenn ich es vor der Fahrt nach Bremen nicht schaffe, liegt wieder ein ganzer Monat zwischen den einzelnen Bildern. Dabei möchte ich in den letzten Wochen eigentlich gern die Veränderungen kleinschrittiger dokumentieren. Weiß ja keiner, ob ich das nochmal erleben darf.
Also – ich geh dann mal knipsen! 🙂