Willkommen an Bord.

Hallo, mein Schatz. Du weißt das vielleicht nicht, aber ich bin deine Mama.
Ich gebe zu, ich bin in deinem bisherigen Leben irgendwie nur eine Randerscheinung gewesen, obwohl du doch eigentlich zu mir gehörst. Das tut mir leid. Fast eine Woche gibt es dich schon und du hast dich tapfer alleine geschlagen in dieser Zeit. Glaube mir, ich habe dich vermisst, und ich bin sehr, sehr glücklich, dass du nun endlich bei mir sein kannst. Und da wirst du bleiben. Wie lange, das können weder du noch ich vorerst entscheiden.
Ich weiß, du wirst alles geben um bei mir zu bleiben, und ebenso werde ich tun, was ich kann, damit es für dich leichter wird. Aber viel ist es nicht, was ich tun kann, im Moment zumindest nicht. Aber eines kann ich dir sagen: du bist willkommen. Und du wirst geliebt. Wenn du bleibst, dann werden wir viele schöne Zeiten miteinander haben. Da ist dein Papa, der dich genauso lieben wird wie ich, da ist ein kleines Mädchen, das sicher eine wunderbare (wenn auch vielleicht manchmal anstrengende) große Schwester sein wird, und da sind zwei sehr kuschelbedürftige Katzen, die irgendwann dein Leben bereichern werden. Und viele, viele andere Menschen sind da, die dich kennenlernen und lieben wollen.
Wenn du gehst.. dann werden meine Gedanken dich begleiten. Hab keine Angst davor. Du bist noch so klein, aber ich verspreche dir: du wirst nicht allein sein im Dunkel. Aber wenn du kannst, dann bleib! Wirklich, ich freue mich auf dich. Über dich, mit dir.
Du musst verzeihen, wenn ich dir vielleicht zu Beginn nicht ganz so viel Aufmerksamkeit schenke. Deine Schwester braucht sie im Moment noch nötiger als du. Aber ich denke an dich mit diesem warmen Gefühl der Zufriedenheit im Bauch, und ich hoffe das spürst du. Und wenn die Zeit gekommen ist, dann bin ich für dich da, mit allem, was ich geben kann. Versprochen. ❤
Willkommen, mein Schatz. Mach es dir gemütlich.

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ZT 14: Schritt, Atemzug, Besenstrich…

Kennt ihr, oder? Wenn nicht, empfehle ich dringend „Momo“ von Michael Ende zu lesen.
Heute war PU, und irgendwie war und ist das immer noch ziemlich unwirklich und sehr, sehr unaufgeregt.
Und es lief dann auch alles ganz flott und unspektakulär. Narkose-Vorgespräch, ab in den OP, ausgezogen, hingelegt, „Sie werden jetzt gleich müde!“ – weg. Und gefühlt zwei Sekunden später wieder wach, aber wunderbar tiefschlafbenommen. Nur diesmal hatte ich dann ziemlich sofort ein brabbelndes, quietschendes, turnendes Haselkind auf mir herumklettern. Das war neu. Aber ich möchte mich nicht beschweren. 🙂
Dann kam auch ziemlich schnell der große Moment, in dem ich die Größenordnung der Eizell-Ausbeute mitgeteilt bekam: 10 Stück haben sie doch irgendwie, woher auch immer, aus mir heraus gepult. Und viel mehr kann ich dazu jetzt eigentlich auch gar nicht sagen.
Nur, dass, wenn alles gut geht, der Transfer am Montag stattfinden wird. Wie viele reife Eizellen nun dabei waren, Befruchtungsrate… ist mir alles nicht bekannt und wird erstmal auch nicht mitgeteilt. Es gilt: solange hier keiner anruft, läuft alles nach Plan. Es werden also vielleicht mit etwas Glück DOCH Blastos und WER WEIß, vielleicht sogar mehr als einer, und dann könnte man die restlichen DOCH einfrieren..
Vielleicht auch nicht. Vielleicht klingelt morgen das Telefon, oder übermorgen, oder überübermorgen, und man teilt mir mit, dass der Transfer früher stattfinden muss.. oder dass keiner von unseren Schätzen überlebt hat. Wer weiß.
Aber zumindest hat BIS JETZT noch niemand angerufen, und das bedeutet wohl, dass zumindest einige der Eierchen noch irgendwie im Rennen sind. Und das ist ja schon mal ein ganz guter Anfang. Und wenn mir auch die Zeit bis Montag irgendwie endlos lang vorkommt, bleibt doch nichts anderes übrig als ruhig zu bleiben und abzuwarten. Stunde für Stunde, Tag für Tag. Eine Hürde haben wir schon mal genommen, alle weiteren nehmen wir dann, wenn sie vor uns auftauchen. Drückt mir ein bisschen die Däumchen, okay? 🙂

Schritt, Atemzug, Besenstrich…

ZT 10: Et kütt wie et kütt…

Tja. Ich habe nicht viel Zeit, aber meine Statistik zeigt, dass einige neugierige Leser da draußen sind ;), also:

Der Ultraschall war für mich etwas ernüchternd. Diesmal habe ich von Anfang an höher dosiert gespritzt (drei Tage 200 IE, dann je 225) und eigentlich war meine Erwartung, dass dabei dann vielleicht auch etwas mehr rausspringen würde als die 8 Eizellen vom letzten Mal.. Denn zum einen hätte ich wirklich gerne was übrig zum Einfrieren (denn bei der kurzen Zeit, die uns bleibt, werden wir vermutlich keine drei Vollversuche schaffen und ich hätte einfach gern ein bisschen was auf der hohen Kante, ein paar Zusatzversuche), zum anderen wollten wir diesmal auch lieber Blastos – denn so wie es aussieht möchte ich mir lieber nur einen Embryo einsetzen lassen und da wäre es mir schon lieb gewesen es mit einer Blastozyste zu versuchen, um die Erfolgschancen noch ein wenig nach oben zu schrauben. Denn es ist leider so, dass wir kein Zwillingsrisiko eingehen wollen.. können.. sollten. Bevor ich das erste Mal schwanger war fand ich Zwillinge toll, und im Grunde finde ich das auch immer noch, aber seien wir ehrlich: das würde in die Hose gehen. Ich habe hier keine Unterstützung, weder von der Familie noch von Freunden, noch von irgendwem und mein Mann ist nun mal eben sehr wenig zuhause. Und Zwillinge UND ein Kleinkind allein zu managen – das traue ich mir nicht zu. Also: mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit gibt es diesmal einen SET. Außer, wenn nur zwei Embryonen übrig blieben.. dann wäre ich doch in Versuchung beide zu nehmen.. Ach, keine Ahnung.
Ich schwoff ab.
Also. Der Ultraschall war ernüchternd. Die Ärztin schallte rechts: ein Follikel mit 16 mm und „jede Menge Kleingemüse, so wird das aber nichts!“. Ja, leider leider wirklich nur Mini-mini-mini-Eier, bei denen keine Hoffnung besteht, dass sie noch aufholen.. Dann schwenkte sie rüber nach links: „Aha. Sie werden eindeutig mit links schwanger!“ Drei weitere Follikel.. kleiner als der große von rechts, aber größer als die ganz kleinen.. Und mehr war nicht drin. Vier Stück. Vier lumpige Eierchen.
Ja, ich weiß. Vier Stück können reichen. Es gibt Frauen, die haben nur eine Eizelle oder zwei und schaffen es auch. Und im Grunde reicht es ja wenn DIE EINE dabei ist. Und, wie die Ärztin so schön sagte: ich werde offenbar leicht schwanger und wenn es schon mal geklappt hat sind die Chancen auch höher, dass es wieder klappt…
Trotzdem bin ich etwas, ein winziges bisschen, traurig. Und mache mir so meine Gedanken. Beim letzten Mal hatten wir 8 Eizellen, aber nur 4 waren reif. 3 ließen sich befruchten. 2 bekam ich zurück. 1 liegt jetzt unten im Bett und plappert selbst noch im Schlaf vor sich hin. Alles in allem eine gute Bilanz. Aber wenn jetzt, in diesem Versuch, wieder nur die Hälfte reif ist? Oder nur drei von vieren? Sich eine oder zwei gar nicht erst befruchten lassen..? Und dann kommt ja die nächste große Hürde: sie müssen sich weiterentwickeln. Und sich einnisten. Wobei: was die Einnistung angeht mache ich mir weniger Gedanken. Denn meine Schleimhaut ist mal wieder super-duper 1++ mit Sternchen. Die bringt wirklich immer und überall die Ärzte zum Schwärmen. 😛 Da wird ja so ein kleines Muckelchen, wenn es denn soweit fit ist, wohl sicher der gleichen Meinung sein und es sich gemütlich machen. (Nur hoffentlich bitte nicht an der Kaiserschnitt-Narbe.)
Jedenfalls: Blastos werden das wohl relativ wahrscheinlich nicht. Und eingefroren wird auch wieder nix. Und das bedeutet, wenn am Ende dieser Chose kein Positiv steht, können wir vielleicht noch eine ICSI machen (natürlich auch wieder ohne Kryos) – und dann ist die Zeit wahrscheinlich um und der Traum ausgeträumt. Das finde ich dann doch plötzlich irgendwie ernüchternd. Aber was will man machen? Es lässt sich nicht ändern. Es ist wie es ist. Es kommt wie es kommt. Jetzt heißt es: Kopf hoch und Arsch in den Sattel. Solange die dicke Frau noch singt, ist die Oper nicht vorbei. Und sie singt noch! Gut, im Moment eher so Adele-bei-den-Grammys-2016-mäßig, aber auch eine Adele darf ja mal nen schlechten Tag haben, also klopfe ich ihr jetzt mal aufmunternd auf die Schulter und schaue nach vorne. Auf Sonntag. Sonntag gibts ein bisschen Brevactid zum späten Abendbrot und Dienstag wird dann punktiert. Alles was da ist. Und dann kann ich ja nochmal ein bisschen zittern, bis wir die Befruchtungsrate erfahren. Und DANACH kehrt dann hoffentlich die alte Lässigkeit zurück (zumindest, wenn noch ein Transfer in Aussicht steht) und ich genieße meine wundervolle Warteschleife. Deal? Deal.

ZT 9: Nur dabei statt mittendrin.

Schon seltsam irgendwie. Seit vergangenem Freitag gibts hier jeden Abend eine ordentliche Portion Flüssighamster. Und neuerdings noch ein leckeres Spritzchen Orgalutran hinterher. (Ich habe darauf bestanden diesmal das kurze Protokoll zu versuchen statt wie beim letzten Mal das lange.. in der Hoffnung, dass wir diesmal ein paar Eierchen mehr ernten können. Aber dazu vielleicht demnächst mehr.) Ich freue mich jeden Abend auf diesen kurzen Moment, aber irgendwie… ist es noch nicht so ganz real. Morgen gehts zum Ultraschall, aber die Vorstellung, dass in ein paar Tagen bereits eine Punktion und noch einige Tage später ein Transfer stattfinden könnte.. und ich dann zwei Wochen später entweder schwanger bin oder der ganze Spaß wahrscheinlich von vorne anfängt.. das ist irgendwie seltsam. Es ist noch nicht so ganz in meinem Kopf angekommen, dass es wirklich passiert und nicht nur so eine Vorstellung ist. Es fühlt sich eher an, als ob das jemand anderem passiert. Einer anderen Frau, der ich zwar ordentlich aus grundsätzlicher Sympathie die Daumen drücke, die ich aber eigentlich gar nicht so wirklich kenne. Es fühlt sich alles ein bisschen kilometerweit entfernt an. Plötzlich womöglich wieder schwanger sein. Die Müdigkeit, dieses wunderbare schwere Gefühl im Bauch, die ersten leisen Bewegungen, die Kugel, die Geburt, die Babyzeit. Kann ich mir irgendwie gerade gar nicht vorstellen. Oder ein Negativ. Eine einsame Linie auf dem Test.. und dann? Werde ich traurig sein? Verzweifelt? Enttäuscht? Können wir sofort weitermachen? Haben wir vielleicht ein paar Kryos (das wäre mein Traum)? Werden wir überhaupt Erfolg haben? Wie wird es mir gehen wenn die fünf Monate verrinnen und ich nicht schwanger werde? Wird es mir den Boden unter den Füßen wegreißen? Oder wird die große Traurigkeit und Enttäuschung erst später kommen? Oder wird es irgendwie okay sein?
Ich sollte, glaube ich, irgendwie aufgeregter sein. Gespannter, angespannter? Neugierig auf morgen, auf alles was danach passiert? Bin ich aber gerade gar nicht. Aus mir nicht bekannten Gründen. Es ist mehr so ein Dämmerzustand, und ich warte darauf, aufzuwachen. Aber eigentlich ist es ja auch ganz nett so. Warten wir mal morgen ab. 🙂

Peng!

…und das war der Startschuss! Die Dame im roten Kleid hat das Spielfeld betreten, jetzt geht es los! 😀

Heute ruf ich aber nicht mehr in der Kiwu an. Das mach ich morgen Nachmittag nach der Schule. Reicht auch. Gonal gibts ja eh erst ab ZT3. (Und ich glaub Mittwoch Nachmittag haben die eh zu…?)

Mensch, ich hab mich noch nie so gefreut Blut zu sehen…!

EDIT: Und passend dazu kam vorhin auch ne Rechnung über 160 Ohren von der Kiwu ins Haus geflattert für die Einfrierung von Spermien. Und mein Mann schnupft rum. Aber wenn wir ja für den Notfall das Gefriergut haben, ist es nicht ganz so arg, wenn er doch noch krank wird. (Das Ergebnis vom SG war übrigens wohl nicht großartig anders als die der ersten beiden. Na ja. Mit Verbesserung hab ich eh nicht gerechnet und wenns nicht noch schlechter wird, ist mir das natürlich recht.)

Rein, raus, fertig!

Trotz meines gut gefüllten Terminkalenders habe ich es vorhin geschafft, nach der Schule noch schnell (hach!) an der Kiwu vorbeizufahren. Hab denen die Enantone hingelegt, saß keine zwei Minuten im Wartezimmer, wurde in den Behandlungsraum gerufen, Pulli hoch, Spritze rein, melden Sie sich bitte wenn die Blutung einsetzt, alles klar, danke, tschüss. Fertig!

Warum ich das jetzt nicht selbst machen durfte/musste/sollte/konnte, weiß ich zwar immer noch nicht (ey, ich hab schon Erfahrung mit Spritzen, sogar mit solchen, die man erst selbst anmischen muss), aber wurscht. Hat ja wirklich keine Zeit gekostet und so konnte ich auf dem Rückweg zum Parkplatz immerhin 5 Minuten über den Weihnachtsmarkt stressen und Thymianhonig, handgemachte Chips und gebrannte Mandeln für meinen Mann kaufen. (Obwohl ich eigentlich echt keine Zeit hab. Aber da ich es dieses Jahr sonst GAR NICHT auf den Weihnachtsmarkt schaffen würde und ich deswegen schon recht deprimiert war, habe ich mir wenigstens diese paar Minuten gegönnt. Und bereue es nicht!)

Jetzt bleibt erstmal nichts zu tun. Nur Warten auf die Mens. Bin gespannt, wann Madame eintrudelt. Ich würde ja jetzt sowas sagen wie „Na ja, ist ja hoffentlich für längere Zeit das letzte Mal!“, aber das verkneife ich mir. Ich kenn das Fräulein doch. Die ist so zuverlässig, da ist es ihr auch egal, ob es auf Kosten meines persönlichen Glücks geht. 😉 Ich wette, sie steht dann doch wieder nach rund 30 Tagen vor der Tür. (Dabei käme es so gut aus.. die Tamponbox dürfte dann nämlich gerade leer sein…) Egal, egal. Jetzt warte ich jedenfalls erstmal und gönne es ihr auch, wenn sie sich noch 7 – 10 Tage Zeit lässt. Kein Stress, Schätzelein. Aber sei dir gewiss: wenn du Sehnsucht nach mir hast, darfst du gern auch früher kommen, meine Tür steht dir offen!

So, und jetzt geh ich dann auch lieber direkt mal wieder an die Arbeit – se steht ja übermorgen mal wieder ein Unterrichtsbesuch an und die Planung muss heute noch fertig werden. Ich wünsch euch was!

Geschützt: Spontan die Schnauze voll.

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Mens Meier.

Und da isse wieder. Pünktlich wie die Feuerwehr. Wäre ja auch zu schön gewesen. Können wir uns vielleicht drauf einigen, dass wir im kommenden ÜZ endlich Glück haben? Und ich wünsche mir das weniger für mich selbst als für meinen Mann, der in ein paar Wochen 47 wird. Siebenundvierzig. Da darf mann doch wirklich langsam mal Vater werden.

 

Und sonst? Die  – eigentlich nett gemeinte – Frage meiner Besten am Samstag: „Versucht ihr es etwa immer noch??“ ….ja sischa datt. Was ist das bitte für ne Frage? Seitdem fühl ich mich wieder komplett im Paralleluniversum..

Veronika, die Mens ist da..

…und ich auch.

Donnerstag Mittag fuhren wir gen Süden zu meiner besten Freundin und ihrem Mann, Freitag kam die Mens. Ich hatte auf Samstag gehofft. Na gut, machen wir uns nichts vor: Ich hatte auf was anderes gehofft. Nämlich darauf, dass sie gar nicht kommen würde. Aber wenn, dann sollte sie Samstag kommen. Wegen des Hormonstatus‘ bei der FÄ. Jetzt kann ich nur hoffen.. morgen früh um acht (wenn die Praxis aufmacht) werde ich direkt dort anrufen und fragen, ob es noch möglich ist vorbeizukommen. Morgen ist ja schon wieder Tag 5 des neuen ÜZ, am Mittwoch ist es mit Sicherheit zu spät. Dann muss ich nochmal einen ganzen Monat warten, und da ist mir im Moment so gar nicht nach. Zumal ich nicht weiß, ob es dann noch so problemlos geht.. ich bin ja dann im Referendariat und muss womöglich morgens um 8 ganz woanders sein. Zwischen Arzt und Schule liegt ne Stunde Fahrtzeit (genau wie zwischen der Arztpraxis und mir auch). Selbst wenn ich Punkt 8 Uhr bei der FÄ auf der Matte stünde, sofort dran käme, nach 5 Minuten dort wieder raus wäre und ohne Probleme zügig zur Schule fahren könnte (um die Zeit ist auf der Strecke meist Stau!) – vor neun wäre ich niemals dort. Nicht gut, wen man um acht Uhr Unterricht hat. Also sehe ich schon wieder diverse Probleme auf mich zukommen. Aber ich weiß, es bringt nichts jetzt darüber zu spekulieren. Erstmal abwarten, vielleicht findet sich ja auch alles irgendwie. Aber am Besten wäre es eben einfach, wenn ich die Arztbesuche diesen Monat schon hinter mich bringen könnte. Was weg ist, ist weg. Und vielleicht wäre ich danach ja auch ein bisschen schlauer.

Jedenfalls: die Mens ist da. Und diesmal nehme ich es mir irgendwie echt zu Herzen. Seit einer Woche bin ich jetzt ein Häufchen Elend und komme da einfach nicht raus. Ich weiß, es könnte alles viel schlimmer sein und so.. aber es könnte eben auch alles besser sein! Der März hätte unser Glücksmonat werden können. So mit Urlaub, ganz entspannt sein, blabla und hassenichgesehn. Es war der 6. ÜZ, seit wir zusammen gezogen sind (den Oktober zähle ich nicht, den konnten wir nicht nutzen), und irgendwie hatte ich immer gehofft, dass es dann ja doch noch klappen könnte, dass wir vorher aufgrund unser Wochenendbeziehung einfach die Zeit zu selten optimal nutzen konnten…bla. Aber man kann sich viel einreden, wenn der Tag lang ist. Es ist wieder ein halbes Jahr vergangen (wie schnell das geht!) und es hat sich nichts geändert. Ja, wir sind auf dem Weg herauszufinden, woran es liegt, aber ich habe solche Angst davor. Das ist einfach diese Ungewissheit, die dazu führt, dass man sich die furchtbarsten Dinge ausmalt und das Schlimmste auf sich zukommen sieht. Aber na gut. Mehr Gejammer und Gemotze ein andermal – wir haben heute noch Programm.

Na endlich.

Die Temperatur macht die Biege: 36,8. Und es krampft schön im Bauch, also hab ichs jetzt wirklich hinter mir. Und die Traurigkeit und der Frust sind wie weggeblasen.

Schon ein bisschen strange, oder? Aber erstaunlicherweise denke ich jetzt nicht mehr drüber nach. Der Februarzyklus ist Vergangenheit – hallo März-Zyklus! Das einzige, was mich jetzt schon nervt, ist die Tatsache, dass der ES ziemlich sicher am 13. oder 14.3. sein wird. Tja. Genau am 13. und 14.3. bin ich aber anderswo, denn da habe ich mein Abschlusskolloquium an der Uni. Allerdings wollte ich meinen Mann eh bitten, sich zwei, drei Tage Urlaub zu nehmen und mich zu begleiten – die Freundin, bei der ich normalerweise dort übernachten würde, ist im Urlaub, und sonst ist auch niemand da bei dem ich unterkommen könnte. Ich bräuchte also auf jeden Fall ein Hotelzimmer, und wenn es eh schon teuer wird, dann können wir auch zusammen fahren, einen Kurzurlaub draus machen und es uns ein bisschen in meiner Lieblingsstadt gut gehen lassen.

So, und jetzt stürz ich mich in die Arbeit.

Edit: So, und ich habe jetzt erfreulicherweise einen FA-Termin in genau ZWEI Wochen (und somit auch genau vor dem ES und vor dem Kolloquium – Termine sind wirklich Herdentiere, oder?). Geht doch. War zwar die mittlerweile 4. Praxis wo ich angerufen habe, aber die erste, wo sofort jemand ans Telefon ging, nicht stundenlang besetzt war und man mich ausreden ließ. Dafür muss ich jetzt zwar ne Dreiviertelstunde fahren, aber lieber das als 3 Monate dumm rumsitzen.

Edit2: Außerdem hab ich uns ein schnuckeliges Doppelzimmer in der alten Heimat gebucht, vom 13.-15.3. Freude!