Da ist sie: die Hand aufm Bauch.

Meine. Denn noch ist da kein nennenswerter Bauch, den es sich als Fremder anzugrabbeln lohnte.
Aber was ich damit sagen wollte: Mir geht es so viel besser seit dem Arzttermin am Dienstag! Zu sehen, dass aus dem kleinen Zellpups-Glitzerböhnchen ein richtiger – wenn auch noch sehr kleiner – Mensch geworden ist, der bereits eifrig seinen eigenen Geschäften nachgeht und  (unbemerkt von mir) in meiner Gebärmutter Turnübungen vollführt, war einfach ein Erlebnis, das mir so viel Zuversicht gegeben hat. Ich weiß, noch sind wir nicht ganz am rettenden Ufer.. noch eine Woche bis Buffalo (übrigens, wer sich die ganze Zeit fragt, was es mit dieser Anspielung auf sich hat, der frage mal das Internet nach „John Maynard“ von Fontane 😉 )… aber so langsam möchte ich doch fast glauben, dass vielleicht doch noch alles gut wird.
Seit ein paar Tagen ist auch die Übelkeit wieder zurück (lustigerweise schlägt die vor allem NACHTS zu und lässt mich dann nicht schlafen), was mir zusätzlich ein gutes Gefühl gibt. Und ich weiß jetzt einfach: das Haselkind ist DA, es geht ihm prima, es ist kerngesund und quicklebendig. Ich kann es zwar noch nicht spüren, aber wenn ich die Augen zumache, sehe ich es in der Erinnerung vor mir, wie es konzentriert vor sich hin rudert und strampelt und wuselt, und dann erwische ich meine Hand regelmäßig dabei, dass sie plötzlich ganz sachte auf meinem Bauch liegt. Auch, wenn das Haselkind wohl wiederum DAS nicht spüren kann, denke ich, es merkt sie vielleicht doch: die liebevollen Gedanken, die Freude und das Wohlempfinden, die dann in träger Zufriedenheit durch meine Adern kreisen.
Das schöne Wetter tut ein Übriges, um meine Laune zu verbessern. Ich habe mir in den letzten Tagen angewöhnt, Spaziergänge zum nächsten Supermarkt zu machen (halbe Stunde hin, halbe Stunde zurück.. mit dem Auto braucht man fünf Minuten), dort Zutaten fürs Mittag- oder Abendessen zu kaufen und dabei die Sonne zu genießen. Großeinkäufe kann ich so keine tätigen, aber die mache ich, wenn es sein muss, dann eben weiterhin mit dem Auto. Die frische Luft und die Bewegung tun mir gut. Allerdings bin ich anschließend immer so dermaßen kaputt, dass ich erstmal zwei, drei Stunden Schlaf brauche, bevor ich irgendwas anderes tue. Auch deswegen bin ich momentan eher wenig im Netz, und ich fürchte fast, ich ziehe mir hier langsam doch den Unmut all der lieben Leserinnen zu, die jetzt schon geraume Zeit auf Antwortmails warten und sie doch nie bekommen.. Morgen wird das wohl auch nichts (wenn das Wetter tatsächlich so bleibt, wollen wir gern in den Zoo), aber hoffentlich ENDLICH im Laufe der kommenden Woche.
Jetzt will ich auf jeden Fall schnell noch einen Kuchen backen (obwohl ich grad schon wieder schlafen könnte, dabei waren wir nur kurz im Bau- und dann im Supermarkt) und dann den Pizzateig für heut Abend vorbereiten..
Ich wünsche allen eine sonniges, ruhiges und erholsames Wochenende – machts gut, genießt den Frühling! 🙂

 

…und übrigens: 11+0. Wooohooo!

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Habt ihr das Rumpeln gehört?

Das war der halbe Gebirgszug, der mir vom Herzen gefallen ist.

Ich hab die Nacht so unglaublich schlecht geschlafen. Erst konnte ich ewig nicht einschlafen, dann hab ich mich die ganze Zeit nur hin und her gewälzt und ab fünf wars dann auch schon wieder vorbei mit der Nachtruhe. Um sieben wollten wir losfahren, und ich hätte am liebsten nur wie ein kleines trotziges Kind alle Viere in den Boden gestemmt und geschrien „Neiiiiin, neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinnnnnnnn, ich WIIILLLLLLLLLLLLLL nicht, ich willllllllllllll nichttttt zum Aaaaaaaahaaaaarrrzzzzttt!!“, so ein mieses Gefühl hatte ich bei der Sache. Albern, ja. Ich weiß. Ich muss mal langsam an meinem Pessimismus ein wenig arbeiten.
Dann kamen wir auch noch nicht rechtzeitig los, weil natürlich ausgerechnet heute mal wieder das Auto zugefroren war – was ja diesen Winter vielleicht vier oder fünfmal insgesamt vorkam, aber lustigerweise jedesmal dann, wenn ich morgens zur Ärztin wollte! Ich fange langsam an da ein Muster zu erkennen…
Aber letztendlich waren wir doch pünktlich um acht an der Praxis. Mutterpass abgegeben, Blutdruck gemessen (wie immer niedrig, aber okay), auf die Waage gestiegen (die grundsätzlich ein Kilo mehr zeigt als meine eigene, hmpf), 10 Minuten im Wartezimmer rumgesessen und dann durften wir zur Ärztin durch.
Kurzes Gespräch (auch über mein ganzes Schul-Ref-Arbeiten/Nicht arbeiten-Dilemma, mit der Aussicht, dass es sich vielleicht doch noch in Wohlgefallen auflöst, aber das wird sich noch rausstellen), alles prima, und dann gings eheheeendlich zum Ultraschall. Ich hatte ja wirklich mit allem gerechnet, aber sobald ich auf dem Stuhl saß, war die ganze Aufregung und Angst schlagartig verschwunden – bevor überhaupt was zu sehen war. Und dann.. ja, dann…
Ich habe NICHT geweint. Klingt vielleicht doof, aber es hat mich so sehr gepackt, dass da nicht mal mehr Platz für Tränen war. Ich konnte gar nix mehr.

Da war ein richtiger kleiner Mensch. (Toll, jetzt weine ich doch. Na ja, manchmal dauerts bei mir etwas.) Beim letzten Mal war da nur ein Böhnchen, so ein kleines, wir erinnern uns, was ein bisschen glitzerte, aber insgesamt noch recht formlos war. Und jetzt… ein richtiges Baby. Und es hat sich bewegt, gestrampelt, mit den Ärmchen gerudert. Ich kann das immer noch nicht recht glauben, dass das wirklich IN MIR drinnen sein soll, und dass meine findige Ärztin nicht einfach heimlich irgendein Video von irgendeiner anderen Patientin abgespielt hat. Unglaublich. Mein Mann hatte auch ganz große Augen. „Haste gut gemacht“ hab ich zu ihm gesagt. Mehr ging grad einfach nicht.
Frau Doktor zeigte uns dann nochmal die Arme und Beine (egal was ich tue, bei mir läuft gerade im Kopf permanent dieser Song… – „he had arms and legs..and hands.. and feet…“), machte ein paar Fotos und maß hier und da was aus, und dann tat sie etwas, mit dem ich ehrlich gesagt überhaupt nicht gerechnet hatte: sie schaltete den Ton ein.
Es gab ein kurzes Rauschen, gefolgt von einem lauten, regelmäßigen und sehr eindeutigen BOMM-BOMM-BOMM-BOMM… „Es hat auch einen Herzschlag!“ sagte sie. Puh. Haselkind – du schaffst mich. Jetzt schon. 🙂

Und dann war der ganze Zauber auch leider schon vorbei, ich wieder in meinen Klamotten und mit meinem Mann gemeinsam auf dem Heimweg (der Arme musste dann anschließend weiterfahren zur Arbeit und im Radio haben sie für seine Strecke schon Stau angesagt.. heut Abend kommt er bestimmt spät).. An das Thema Pränataldiagnostik haben wir vorher noch einen Haken gemacht – wollen wir nicht, solange es keinen dringenden und direkten Anlass gibt. Und den gibt es im Moment nicht. Das Haselkind ist zeitgerecht entwickelt (knapp 4cm, der Ultraschall hat mich mal direkt auf 10+5 datiert, danke) und besitzt – wie Frau Doktor so schön im Mutterpass unter „Bemerkungen“ zum 1. großen Ultraschall festhielt – „4 Extremitäten“. Das genügt uns erstmal zu wissen.
Ein wenig doof geguckt haben wir glaube ich, als die Ärztin fragte: „Wissen Sie schon, wo sie entbinden wollen?“ Hust, ähm? Im Moment muss ich mich noch an den Gedanken gewöhnen, dass ich tatsächlich womöglich überhaupt entbinden werde, das ist bei mir immer noch nicht angekommen! Über das WIE und WO denke ich nach, wenn …ja, keine Ahnung. Wenns real wird. Also hoffentlich demnächst irgendwann.
Ja. Und jetzt sitz ich hier und bin irgendwie überglücklich und gleichzeitig immer noch total ungläubig – und frage mich, ob ich das vielleicht alles nur geträumt habe? Aber da sind die neuen Eintragungen im Mutterpass (für den ich mir jetzt demnächst endlich mal ne schöne Hülle basteln werde, harr) und ein neues Foto. Nicht das schönste, in Action sah das alles viel toller und niedlicher und überhaupt aus, aber ein Foto!

10+3_haselkind..und wenn ich das so neben das Böhnchenfoto vom letzten Mal lege, ist das doch ein ganz schöner Unterschied. Deswegen will ich jetzt erstmal brav sein, an das kleine Wesen in meinem Bauch glauben und ein bisschen darauf vertrauen, dass alles so gut weiterläuft wie bisher. Was hab ich letztens geschrieben? Anderthalb Wochen bis Buffalo? Die schaffen wir jetzt auch noch. Und die 28 Wochen danach werde ich feiern. Jeden einzelnen Tag.

10 von 40.

10 Wochen schwanger. Und damit ist ein Viertel der Zeit schon rum. Aber leider noch nicht ein Drittel.
Es ist irgendwie ganz schön still um mich geworden. Nicht, weil ich nichts zu schreiben hätte. Ich habe eigentlich immer irgendwas zu schreiben. Selbst wenn absolut nichts passiert, brütet mein Kopf weiterhin lauter verrückte Dinge aus. Ich bin schließlich – wie jemand hier mal so wunderbar kommentierte – ein Grübelmonster. 😉
Aber im Moment möchte ich über das, was in meinem Hirn so läuft, eigentlich nichts schreiben. Ich bin nämlich nicht nur ein Grübelmonster, sondern auch eine absolute Schissbuxe. Haltet mich für überängstlich, paranoid oder schlichtweg für gaga, aber im Moment laufen in meinem Kopfkino fast nur Horrorfilme. Ich weiß, dass das Blödsinn ist, aber da ist ein leises, aber eindringliche Stimmchen in mir, dass mir ununterbrochen einflüstert, dass das dicke Ende doch jetzt bestimmt noch nachkommt. Man spaziert nicht so einfach sorgenfrei und unbeschwert durch eine ICSI, kassiert ein Positiv, durchlebt eine völlig komplikations- und beschwerdefreie Frühschwangerschaft und bringt am Ende tatsächlich ein lebendes, atmendes (ich sage schon extra nicht: gesundes) Kind zur Welt. Oder? Irgendwas MUSS doch schiefgehen.
Ich hatte mir eigentlich immer vorgenommen, dass ich meine Schwangerschaft genießen würde. Jeden einzelnen Moment. Aber im Moment traue ich mich einfach nicht. Ich fahre hier mit angezogener Handbremse. Ich habe Angst mich fallen zu lassen, zu glauben und zu vertrauen. Ich mag das Glück nicht zulassen, weil ich Angst habe, dass man es mir dann wieder wegnimmt. Wahrscheinlich ist das die Strafe dafür, dass ich die ICSI-Warteschleife einfach nur genossen habe – jetzt bibbere ich dafür mit einem Hirn wie ein Eimer voller Aale durch die 12-Wochen-Warteschleife (die ja streng genommen eigentlich nur eine 8-Wochen-Warteschleife ist, weil zum Zeitpunkt, an dem man sie beginnt, die ersten 4 Wochen  bereits rum sind).
Mit heute sind es noch drei Tage bis zum nächsten Arzttermin. Ich schwanke zwischen Hoffnung und Grauen. Zum Glück wird mich mein Mann begleiten. Wenn dann alles in Ordnung ist, sind es noch anderthalb Wochen bis Buffalo. Eigentlich ja übersichtlich. Aber ob ich die bewältige, ohne mich selbst vorher völlig bekloppt zu machen? Ich zweifle.
Deswegen wundert euch nicht, wenn hier im Moment das große Schweigen herrscht. Ich weiß, ich habe noch jede Menge Kommentare nachzuholen (hier wie anderswo), ein Bauchbild zu zeichnen und hochzuladen (fotografiert ist es bereits), in meinem Postfach stapeln sich vermutlich die Mails (hab bestimmt ne Woche nicht mehr reingeschaut, Asche auf mein Haupt) und einige von euch haben schon vor einer halben Ewigkeit nach dem Passwort gefragt und immer noch keine Antwort von mir bekommen (bin übrigens total überwältigt, WIE VIELE Anfragen da kommen. Alter Verwalter!) – das alles wird hoffentlich in naher Zukunft von mir endlich beachtet und ich packe dann noch jeweils einen großen Sack Entschuldigungen drauf. Aber… vielleicht erst nach Dienstag. Ich hoffe ihr könnt es mir nachsehen.

Haben Sie diesen Kreislauf gesehen?

Ich bin immer noch weitestgehend verschont von körperlichen Unannehmlichkeiten, von Stimmungsschwankungen und Gefühlschaos. Ab und zu ist mir (jetzt auch über Stunden hinweg) übel, aber bislang nie so schlimm, dass ich mir das Essen noch einmal durch den Kopf gehen lassen müsste. Ich friere schnell und bin immer drei Schichten dicker angezogen, als es den Temperaturen entsprechend angemessen wäre (nachts schlafe ich im langärmeligen Schlafanzug, mit einem zusätzlichen T-Shirt drüber, dicken Wollsocken an und unter drei ! Decken, und friere trotzdem noch zuweilen wie ein Schneider), und nachts muss ich (aber schon seit Wochen) grundsätzlich irgendwann zwischendrin aufs Klo, aber das ist alles so wenig lästig, dass ich es kaum mitkriege. Die Müdigkeit kommt und geht, insgesamt ist es aber schon deutlich besser geworden. Was aber neu und mal mehr, mal weniger unterhaltsam ist, ist mein Kreislauf. Beziehungsweise: dessen Fehlen.
Manchmal ist es nur ein leichtes Schwindelgefühl und der Eindruck, dass nicht nur mein Körper plötzlich drei Zentner mehr wiegt als sonst, sondern dass auch sämtliche Muskeln total ausgeleiert und kraftlos sind. Manchmal schaffe ich es nicht mal von der Küche ins Bad (also einmal den Flur entlang), ohne mich zwischendrin setzen zu müssen. Gestern stand ich in der Küche und buk* mit viel Not und Mühe einen Kuchen („Los, Hand, greif das Ei! Und jetzt heb es hoch! Und jetzt schlag es auf! Zwo, drei, vier! Und nun leg die Schalen ohne Zittern in den Müll, das schaffst du! Prima!“), musste den Teig nur noch irgendwie in die Guglhupf-Form kriegen und merkte plötzlich, wie von hinten so eine plötzliche Schwärze hinter meinen Augen aufstieg und mir das Gleichgewicht flöten ging. Eine halbe Sekunde lang dachte ich: „Das ist nix, das geht gleich vorbei, bleib einfach ruhig stehen, gleich gehts wieder…“ – dann wurde mir klar, dass NICHT, und ich ließ einfach alles aus der Hand fallen und begab mich, so gut ich das noch konnte, aus eigener Kraft in die Horizontale (sprich: geradewegs rückwärts auf den Küchenboden), bevor die Lichter ausgingen.
Und da lag ich dann erstmal. Als ich wieder halbwegs klar war, ging mir die Pumpe wie verrückt und ich schnaufte vor mich hin als wäre ich gerade einen doppelten Marathon gelaufen. Da ging gar nix. Nicht mal Kopf anheben. Nach einiger Zeit krächzte ich dann gen Wohnzimmer zu meinem Mann, ob er bitte den Teig fertig einfüllen und den Kuchen in den Ofen schieben könne? Gut… ich hätte ihn vielleicht vorwarnen sollen. Der Arme hat sich glaub ich ziemlich erschreckt, als er mich da so liegen sah. Von der Gesichtsfarbe her war ich wohl dem Kuchenteig nicht so ganz unähnlich. 😉 Er wollte mich direkt ins Bett schleppen, aber ich bat mir aus, einfach so liegen bleiben zu dürfen, alles andere hätte ich zu anstrengend gefunden. Hab dann ein paar Minuten die Beine hoch gelegt, mir irgendwann wieder in die Senkrechte helfen lassen und dann direkt noch ein paar Minuten gesessen. Und irgendwann gings dann zumindest soweit, dass ich mich aufs Sofa schleppen konnte, wo ich dann den Rest des Nachmittages verbrachte.

Heute geht es halbwegs, aber es ist doch alles ungefähr dreimal so anstrengend wie sonst. Ich habe meine Zelte jetzt im Arbeitszimmer aufgeschlagen, weil das auf halber Strecke zwischen Bad und Küche liegt. Das ist angenehm. Außerdem ist das Gäste(Kinder)zimmer direkt nebenan, da kann ich mich gemütlich ins Bett legen, wenn nix mehr geht. Aber ein bisschen genervt bin ich schon. Das Wetter ist fabelhaft, ich würde gern ein wenig an die frische Luft, und einkaufen müsste ich auch auf jeden Fall noch.. aber ich glaube Rausgehen is nich. Außer vielleicht kriechenderweise auf dem Bauch. Aber erstens bräuchte ich auf diese Art drei Tage bis zum Supermarkt, und zweitens ist mein Mantel noch zu neu um ihn so einzudrecken. Ich vertreibe mir also die Zeit, indem ich endlich mal die zwanzig Berge Papierkram sortiere, die sich hier in den letzten Monaten aufgebaut haben (eine Arbeit, die ich sonst gekonnt immer auf morgen verschiebe), auf dem Teppich liegend Bücher lese und ganztägig als Katzenspielplatz diene. Ich glaube, morgen wird mal eine große Dose Spinat fällig, und dann wird hier mal wieder rangeklotzt. Noch so ein Waschlappentag und ich werde wahnsinnig…

 

*ja, ich bin ein Fan starker Verben!

Beschwerden, die ich nicht habe.

Alle.
Außer Müdigkeit, ab und zu (aber selten) ein leichter Anflug von Übelkeit und seit ein paar Tagen gelegentlich leichtes Schwindelgefühl. Aber was soll ich sagen: mir gehts bombig. Die meiste Zeit merke ich rein gar nichts. Und das irritiert mich!
Ich weiß, jetzt greift sich jeder an die Stirn und denkt „Die hat Probleme.. soll doch froh sein, dass sie fit und munter ist und nicht den ganzen Tag überm Klo hängt!“ Ja. Bin ich auch. Schon. Irgendwie. Nur. Woher soll ich dann wissen, dass unser kleiner Zellpups überhaupt noch da ist? Er ist ja nunmal weder zu sehen noch zu hören noch zu spüren. Deswegen feiere ich hier jedesmal heimlich ab, wenn die Müdigkeit mich wieder überfällt (was aber in den letzten Tagen ehrlich gesagt ziemlich nachgelassen hat. Bis auf Freitag, da war ich fertig.) oder wenn mir mal schlagartig der Appetit vergeht. Da geht mein Grinsen plötzlich einmal rund um meinen Kopf und ich muss aufpassen, dass der obere Teil vom Schädel beim Bücken nicht abfällt. Dann denke ich mir so: „Wie geil, Schwangerschaftsbeschwerden! Endlich!“ …und am Tag drauf ist dann alles wieder vorbei.
Aber wer weiß, vielleicht überfällt es mich demnächst schlagartig und dann quäle ich mich bis Ende September mit allen Zipperlein, die man so haben kann, und wünsche mir die ruhigen ersten Wochen zurück. Würde mir ja recht geschehen. 🙂

Übrigens: dritter Monat. Ja, tatsächlich. Und weil ich beschlossen habe, dass das Kind endlich einen Namen braucht (Zellpups und Winzling passen irgendwie nicht mehr so wirklich, mittlerweile solls ja – angeblich – schon ungefähr die Größe einer Kidneybohne haben, und jeder, dem so ein Ding mal im Hals stecken geblieben ist, weiß, dass die sooo winzig gar nicht sind), ist es ab sofort das Haselkind – frei angelehnt an einen Kosenamen, den ich vor langer Zeit von meinem Mann bekam. Ich finde das klingt nett. Wie etwas, das man lieb hat.

 

P.S.: Es ist euch vielleicht aufgefallen (oder auch nicht): in der 8. Woche gabs auch prompt kein Bauchbild. Nicht, dass ich zu faul gewesen wäre.. aber es gibt halt einfach noch nix zu sehen und da kam es mir dann doch etwas albern vor. Aber diese Woche könnte ich ja vielleicht eins machen. Also, nur damit ich am Ball bleibe. Hab mich übrigens sehr über die vielen positiven Rückmeldung zur „Bauchzeichnung“ gefreut und werde das Projekt definitiv fortführen! 🙂