Unter, über, ja was denn nun??

Tja, und da bin ich tatsächlich nochmal. Muss ja mal meine aktuelle Verwirrung kund tun.

Heute hab ich nämlich endlich mal rechtzeitig bei meinem Hausarzt angerufen und nach meinen Schilddrüsenwerten gefragt. Ergebnis: Ich habe eine latente Überfunktion. Sagt der Arzt. Wäh? Damit hätt ich jetzt nicht gerechnet.. ich mein, klar, vielleicht war meine Tablettendosis zu hoch, aber wieso nehm ich dann ZU? (An zu viel Essen kanns nicht liegen, ganz ehrlich nicht.) Hab ich ihn dann auch gefragt, woraufhin wir meine Story nochmal durchgekaut haben (vorher Unterfunktion, jetzt halt drüber, jawasweißich) und er dann sagte, ja, ich hätte eigentlich ne Unterfunktion aber durch die Tabletten jetzt eine latente Überfunktion und deshalb würde ich auch zunehmen. (Das mit der Überfunktion und dem Zunehmen hab ich ehrlich gesagt immer noch nicht verstanden, aber na gut, er ist der Arzt, er muss es wissen, wird schon stimmen…) Und ich solle jetzt einfach jeden zweiten Tag nur ne halbe Tablette nehmen. Und so in vier bis sechs Wochen nochmal die Werte prüfen lassen.

Okay.

Mal gucken was das so wird. Und nachdem mir jetzt zwei Tage hintereinander vor allem morgens wirklich kotzüberl war, meinte mein Mann schon, ich sei bestimmt doch schwanger und würde es nur bis zu seinem Geburtstag (morgen) vor ihm geheim halten. Oder ich würde es halt einfach selbst nicht merken. Mit Variante 1 hätte er ja durchaus Recht haben können, wenn es denn so wäre. Für Variante 2 zeig ich ihm jedesmal einen Vogel. Alles Wunschdenken in Ehren, aber NÖ.

Und was übrigens auch gleichermaßen süß wie entnervend ist, ist die neue Angewohnheit der Flauschmadame, sich hier quer auf der Tastatur auszutrecken, mir den Bauch zum Kraulen hinzuhalten (da darf ich sonst NIE dran!) und dabei laut zu schnurren…

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Ihr könnt den Sekt im Kühlschrank lassen.

Schmierblutung, yay. Also das mit dem total-entspannt-Sein ist, wie ich immer schon vermutet habe, auch nicht so effektiv, wie es einem gern weisgemacht wird. Heut ist auch irgendwie nicht so mein Tag. Vorhin musste ich spontan die Vertretung in einer 6. Klasse übernehmen und es war, na ja, sagen wir mal: grenzwertig. Ich kenne die Klasse, bin seit drei Wochen oder so mit bei denen im Kunstunterricht und komme mit den Schülern eigentlich da auch prima klar. Man muss allerdings sagen, dass es nicht nur eine sehr große, sondern auch eine sehr laute und undisziplinierte Klasse ist, in der es auch (unter den Jungs) ein paar sehr sehr schwer zu bändigende Exemplare gibt. Das alles wäre aber vielleicht noch gar kein Problem gewesen, wäre die Vertretungsstunde nicht die letzte Stunde an diesem Schultag gewesen (die 6.) und hätten die Schüler nicht vorher schon 5 (!) weitere Vertretungsstunden gehabt. Ja, ihr habt richtig gelesen: FÜNF. D.h. sie hatten an diesem Tag gar keinen regulären Unterricht, NUR Vertretung. (Im Moment finden Abi-Nachprüfungen am laufenden Meter statt, weswegen die meisten Lehrer ihren eigentlichen Unterricht nur bedingt durchführen können.) An meiner Schule ist es die Regel, dass so wenig Unterricht wie möglich ausfällt und bei Abwesenheit des Lehrers eben vertreten wird. Normalerweise reichen die zu vertretenden Lehrer auch rechtzeitig irgendwelche Aufgaben ein, die die Schüler dann in der Vertretungsstunde bearbeiten können. Aber im Moment sieht das natürlich alles anders aus… Und da frag ich mich schon: ist das wirklich nötig, dass Sechstklässler da so einen ganzen Tag ohne weiteren Sinn und Zweck die Zeit absitzen müssen? Ja, ich weiß, rein rechtlich (wegen Aufssichtspflicht, Versicherungsgründen und hastdunichgesehn) soll das so sein, aber irgendwie ist das für alle Beteiligten einfach nur anstrengend und unbefriedigend. Es war echt anstrengend, für uns alle.

Am Freitag fahr ich bei meinem Hausarzt vorbei und lasse Blut da. Jetzt muss ich nur noch bis dahin auf jeden Fall diesen Wisch von der DKMS wiederfinden, der noch irgendwo hier auf dem Schreibtisch rumfliegt. – Ich hatte vor gut drei Jahren das Glück, Stammzellen für einen Leukämiepatienten spenden zu können, und das einzig wirklich Nervige daran war nicht, mir geraume Zeit täglich irgendwelche Spritzen reinzudrücken oder einen ganzen langen Tag mit zwei Schläuchen im Arm herumzuliegen und einen Ball kneten zu müssen (obwohl doch, das war schon anstrengend :P), sondern dass die nun eigentlich alle halbe Jahre oder so meine Blutwerte haben wollen, zur Abklärung irgendwelcher Langzeitfolgen oder so.. Blut abnehmen geht zwar bei mir immer schnell und problemlos, aber ich finde es einfach immer so überflüssig, dafür extra zum Arzt fahren zu müssen. Aber nun gut, da das ja nun eh ansteht, kann ich SD-Werte und den ganzen gewünschten Rest bestimmt in einem Aufwasch bestimmen lassen..

Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen.

Hatte ich gesagt, ich wolle direkt heute Morgen meinen Hausarzt anrufen? Hatte ich gesagt. Tja, hmm.

Um ehrlich zu sein hatte ich es heute Morgen einfach nicht mehr auf dem Plan – ich hab die halbe Nacht wachgelegen (es war schweinewarm und mein Mann war nicht da, ich konnte einfach nicht schlafen) und bin dann umso früher aufgestanden, um vor der Schule nochmal ein bisschen an meiner Unterrichtsplanung herumzubessern (mit dem tollen Erfolg, dass ich die wichtigen Unterlagen dann prompt daheim liegen ließ und später im Unterricht improvisieren musste. So typisch.); letztendlich bin ich dann auch noch früher los gefahren als sonst. Vorhin, als ich heim kam, fiel es mir dann wieder siedendheiß ein und ich griff zum Telefon – nur leider ohne Erfolg. Denn freitags schließt die Praxis leider um 13 Uhr, d.h. es war da schon längere Zeit keiner mehr, der den Anruf hätte annehmen können. Und jetzt ist erstmal Wochenende.

Aber am Montag, am Montag denke ich dran!

ES+ist-mir-jetzt-auch-egal.

Ich komme scheinbar gerade in meine rebellische Phase. Ich finde die zwar Idee mit dem den-Mann-zu-seinem-Geburtstag-mit-guten-Neuigkeiten-Überraschen immer noch ganz nett, aber seien wir mal ehrlich, das Schicksal schert sich nicht um Geburtstage. Also gibts statt dessen dann halt einfach nur Kuchen und ein anderes nettes Geschenk. Und ansonsten bin ich diesen Monat einfach ziemlich desinteressiert. Normalerweise fang ich ja etwa ne Woche vor NMT an deprimiert zu sein, aber ich glaub diesmal lass ichs einfach. Mir doch egal? Wenn die Mens demnächst kommt (ich weiß grad nicht mal wann genau, vielleicht Dienstag? Egal, ich werde es merken..) werde ich die Chance nutzen und endlich meinen Mann zum SG schicken. Ich frag ihn dann einfach wann es ihm zeitlich passt, ruf den Arzt an, mach nen Termin und der Fisch ist gegessen. Es wird Zeit, dass es weiter vorwärtsgeht. Und deshalb ruf ich morgen früh auch mal endlich meinen Hausarzt an und mach nen Termin, um meine SD-Werte überprüfen zu lassen. Ich brauch eh in absehbarer Zeit neue Tabletten. SO. Das ständige Warten&Hoffen hat jetzt einfach mal Urlaub. Das erlaub ich mir maximal dann wieder, wenn das SG gut ausfällt. Bzw.: falls.

Ich werde ganz sicher explodieren.

Puh, das war ein langer Tag. Um fünf Uhr aufgestanden, sechs Uhr das Haus verlassen, um neunzehn Uhr wieder daheim. Ich komme eigentlich mit den langen Fahrtzeiten halbwegs gut klar (kann mich ja durch die Hörbuch-Bibliothek meines Mannes „lesen“), aber in den letzten Tagen war ich oft so müde, dass die Fahrerei eine einzige Qual war. 60 Kilometer können so unglaublich lang sein!

Ich muss dringend einen Termin beim Hausarzt machen, um meine Schilddrüsenwerte kontrollieren zu lassen. So langsam sollten die Tabletten ja in meinem Körper „angekommen“ sein, aber ich vermute mal stark, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich bin ständig absolut knallhundemüde und außerdem nehme ich weiterhin zu – und dabei esse ich wirklich gesund und kontrolliert, nicht zu viel und nicht zu wenig! Ich kapiere es einfach nicht. Ich habe immer schnell zugenommen und musste auch jedesmal ganz schön ackern, wenn ich Gewicht verlieren wollte (wir erinnern uns an meine Fastenaktion dieses Jahr und daran, dass ich trotz Verzichts auf jeglichen Süßkram kein einziges müdes Gramm leichter geworden war dabei), und es gab auch immer schon mal Phasen, wo ich plötzlich unerklärlicherweise schlagartig zunahm.. aber ich dachte, ich könnte das jetzt alles auf die Schilddrüse schieben und durch die Tabletten würde sich das nun, na ja, vielleicht nicht direkt erledigen, aber zumindest die Sache ein wenig erleichtern. Aber Pustekuchen. Es wird nicht besser, es wird schlimmer! Und es ärgert mich endlos, dass ich jetzt tatsächlich schon reichlich Geld ausgegeben habe, nur um wieder ein paar passende Klamotten im Schrank zu haben. (Vor allem, weil Shoppen so echt keinen Spaß macht. Ich habe das doofe Gefühl, sobald man in Größe 40 nicht mehr reinpasst, hat man verkackt und bekommt einfach keine hübschen Sachen mehr, sondern nur noch Dinge, die formlos an einem herunterhängen und grad noch ein bisschen zusätzlich auftragen. Als ob Frauen mit Größe 42 und aufwärts überhaupt nichts mehr hätten, das man als „Figur“ bezeichnen könnte…) Ich war nie eins von diesen superschlanken Mädels, hatte nie ne Modelfigur, in Notzeiten könnte ich eine Großfamilie ein halbes Jahr mit meinem Schinken ernähren :P, aber ich war trotzdem mit mir zufrieden, ich hab mich wohlgefühlt, und das will ich wieder so haben.

Ein Teil von mir findet sogar, dass ich mit diesem ganzen unnötigen Speck dran im Moment eigentlich gar nicht schwanger werden will. Ich mein, ich glaube zwar eigentlich, dass ich eh zu den Frauen gehöre, die mit der ersten Schwangerschaft aufgehen wie ein Hefekloß und auch danach – egal was sie tun – nie wieder in ihre alte Form zurückfinden, von daher könnte es mir egal sein (Kinder sind mir wichtiger als gutes Aussehen), aber ich möchte zusätzlich zu einem dicken Bauch nicht noch überflüssiges Gewicht mit mir rumschleppen. Mein Rücken und meine Knie wären mir dankbar.

Aber dann sagt der andere Teil von mir: „Ja, und? Willste den Zyklus – und vielleicht den nächsten (und übernächsten.. und überübernächsten) – drangeben und den Kinderwunsch zur Seite stellen bis du iiirgendwann wieder abgenommen hast? Dauerts nicht so schon lang genug? Stell dich mal nich so an…!“ …und dann sagt der Ich-wär-lieber-wieder-halbwegs-in-Form-Teil: „Hach na ja, okay, hast ja Recht, war ne blöde Idee. Passiert ja außerdem sowieso nix, also warum drüber grübeln…“ Und dann beschließen beide Teile, dass ich mich jetzt einfach endlich mal um den Arzttermin kümmern könnte und dann wird das schon irgendwie. – Außerdem will die DKMS ja eh wieder Blut von mir, da kann ich das ja direkt in einem Aufwasch erledigen.

Nenus erster Schultag.

Ok, der war eigentlich schon gestern, aber da haben wir nur kurz mit der Schulleitung gesprochen, einen Rundgang durchs Gebäude gemacht und dann angefangen uns Stundenplane zusammenzuschustern. Heute war dann der erste „richtige“ Tag für mich. Mein Stundenplan steht zwar noch nicht so ganz, aber immerhin konnte ich schon mal  eine Doppelstunde Kunst in der 10. Klasse miterleben, bei einem jungen Lehrer, von dem sich vorher schon heraus gestellt hatte, dass er damals mit mir auf Ersti-Fahrt war. So klein ist die Welt. 😛

Wieder in der Schule zu sein ist toll, wenn auch wie immer am Anfang ein wenig merkwürdig – noch besteht das Kollegium ja zum Großteil aus Fremden und die Schüler kenne ich auch noch nicht. Aber das gibt sich alles und in ein paar Wochen ist das alles wieder Alltag. 🙂

Über den ganzen Seminar- und Schulrummel in letzter Zeit habe ich ganz verdrängt, dass am Montag schon wieder NMT ist.. tja, das ging ja diesmal echt schnell. Am WE bekommen wir auch noch Besuch von meiner besten Freundin und ihrem Mann, da werde ich wohl auch gut abgelenkt sein, und dann gehts wohl wahrscheinlich Anfang der Woche mal wieder in eine neue Runde.. Dass ich schwanger sein könnte kann ich mir grad so gaaar nicht vorstellen, kommt mir irgendwie einfach abwegig vor. Möglich ist zwar alles, aber vom Gefühl her ist es eher so als bestünde gar nicht erst die Möglichkeit. Im Moment ist das auch ganz okay so, ich bin so randvoll mit neuen Eindrücken und Erfahrungen und zerbreche mir eher den Kopf darüber, wie ich vor den Sommerferien noch zwei, bzw. drei Unterrichtsbesuche unterkriegen soll. Enttäuscht werde ich letztendlich trotzdem sein, aber hey, ich hab ja jetzt ordentlich Arbeit, die mich ablenkt.. und außerdem muss ich auch die Tage nochmal nen Arzttermin machen und meine Schilddrüsenwerte checken lassen; bin mal gespannt was sich da getan hat.

Na gut, da wir ja wie gesagt morgen Besuch bekommen, melde ich mich hiermit schon mal übers Wochenende ab (das war ja mal echt ne kurze Blogwoche 😉 ) und wünsch euch was… ich bin dann am Montag mit frischem Frust zurück. 😉

Lieber Körper, lies doch bitte mal den Beipackzettel.

Seit gut drei Wochen nehme ich jetzt brav mein L-Thyroxin. Ich hatte ja vorher ehrlich gesagt etwas Schiss, dass ich dadurch schlagartig abnehmen würde – da ich ja etwa seit der gleichen Zeit auch wieder tagsüber nicht daheim bin und dadurch natürlich prompt wieder das Essen vergesse. Frühstück gibts jetzt nur noch an den Wochenenden. Ich stehe so gegen sechs Uhr auf und verlasse um kurz vor sieben das Haus und schaffe es einfach irgendwie nicht, mich vorher nochmal in Ruhe hinzusetzen und etwas zu essen. (Ich brauche leider nach dem Aufstehen immer eine Weile, bevor ich was essen kann – direkt aus dem Bett fallen und mampfen klappt so gar nicht bei mir.) Dann gibt es ab und zu mittags eine Kleinigkeit (aber heute z.B. nichts, wir haben keine richtige Mittagspause gemacht und ich hatte auch nichts dabei; Freitags hab ich mir am Bahnhof ein trockenes Laugenbrötchen reingepfiffen), und gegen vier oder fünf Uhr bin ich dann wieder zurück zuhause, esse dann aber maximal ein bisschen Obst, weil ja zwei, drei Stunden später mein Mann kommt und ich eigentlich immer drauf spekuliere, dass wir dann gemeinsam noch was essen. Tun wir dann aber irgendwie doch nicht, weil er nicht wirklich Hunger hat (er futtert ja mittags immer ordentlich in der Kantine und nascht dann auf dem – zugegeben langen – Heimweg meist noch irgendwelchen Süßkram), und für mich allein mag ich nichts machen.. meist kann ich mich nicht mal dazu aufraffen, mir ne Stulle zu schmieren. Ich ess dann einfach nichts. Also bin ich jetzt von meinen über ein Jahr lang mühsam antrainierten drei Mahlzeiten am Tag wieder zurück auf eine – wenn überhaupt. Ganz großes Kino. Ich hoffe irgendwann kommt mal die Vernunft zurück und ich raffe mich dazu auf, da eine Lösung zu finden.

Aber – und jetzt kommt die Überraschung! – ich habe in diesen drei Wochen trotz L-Thyroxin und mangelnder Nahrung kein Gramm abgenommen, sondern – Achtung, jetzt kommts!! – 5 !!!! (in Worten: fünf!!) Kilo zugenommen.

Wo kommen die her? Und nein, ich hab nicht übermäßig genascht. Ich bin echt irritiert. Mir passen nicht mal mehr meine Hosen richtig. Ich musste meine alten 42-er Jeans wieder rauskramen (ein Glück, dass ich die aufgehoben hab) und krieg jetzt jeden Morgen die Krise auf der Suche nach passenden Oberteilen, aus denen ich nicht total rausquelle. Und das ausgerechnet jetzt, wo ich ja demnächst zur Schule muss.. und wie jeder weiß, sind Schüler echt kritische Wesen, die ganz schnell sehen, wenn jemand sich unvorteilhaft kleidet oder nicht in seine Klamotten passt. Und der erste Eindruck ist so wichtig. Ich könnt grad echt die Krise kriegen. Nicht, dass ich ein größeres Problem damit hätte, ein paar Kilo mehr zu wiegen (schön isses nich, aber auch kein Weltuntergang), aber ich möchte einfach nicht wie eine Presswurst aussehen. Deshalb müsste ich jetzt alle Klamotten ne Nummer größer haben, aber ich kaufe ganz sicher jetzt nicht neue Sachen, die ich dann (hoffentlich) nach drei Wochen wieder ganz hinten in den Schrank schiebe, weil sie mir plötzlich wieder zu weit sind. Dafür hab ich leider kein Geld. 😦

Also mal ehrlich, lieber Körper: Was soll das? Dass ich beim Fasten nicht abgenommen hab, konnte ich ja im Nachhinein noch auf die Schilddrüse schieben, aber das hier?

Außerdem schwitze ich mich, seit ich die Tabletten nehme, jede Nacht halb tot und friere generell so gar nicht mehr. Trotz der im Moment wieder kühlen Temperaturen macht es mir nichts, bei offenem Fenster zu schlafen und nur im T-Shirt oder maximal mit dünner Sommerjacke drüber herumzulaufen. Das ist schon krass, wenn man bedenkt, dass ich vor nem Monat z.T. noch mit Socken und Strickjacke ins Bett gegangen bin und mir nachts trotzdem noch den Hintern abgefroren hab. Ich bin mal gespannt, wie es so weiter geht. Aber die Kilos müssen weg.

Meine letzte Woche in Freiheit.

Kaum zu glauben, in einer Woche starte ich schon ins Referendariat. Nächsten Montag ist schon die Vereidigung. Das kommt mir immer noch alles total unwirklich und weit weg vor. Ein bisschen Schiss hab ich auch vor dem, was da möglicherweise alles auf mich zu kommen mag (da muss ich mir keine Illusionen machen, das Ref IST Stress pur!), aber ich freue mich auch drauf.

Seit Sonntag nehme ich jetzt brav jeden Morgen meine Schilddrüsentabletten. Lästig, weil man die ja immer zur gleichen Zeit nehmen soll und mindestens eine halbe Stunde bevor man etwas anderes zu sich nimmt. Ja, bingo-bongo, wenn ich demnächst um sechs aus dem Haus muss und vorher noch frühstücken will (und das will ich!), dann muss ich halt um halb fünf oder so meine Tabletten nehmen. Und das tue ich. Obwohl ich diese Woche ja noch ausschlafen könnte, klingelt jetzt jeden Morgen um halb fünf der Wecker. Aber ich gieße mir dann nur im Halbdunkeln ein Glas Wasser ein, werfe mir die Tablette in den Rachen, spüle nach und haue mich dann nochmal in die Kissen. Leider kann ich dann nicht gleich wieder einschlafen und liege erstmal eine halbe Stunde wach. Und wenn ich dann gerade wieder selig weggedämmert bin, weckt mich mein Mann, um mir einen schönen Tag zu wünschen und mir einen Abschiedskuss zu geben. Aber eigentlich mag ich das. ❤

Meine Geburtstagsplanung hats jetzt auch nochmal komplett durcheinander geworfen. Eigentlich war mal angedacht, Freitag Abend mit Freunden essen zu gehen, aber besagte Freunde sind nun am Freitag gar nicht da… jetzt gehen wir statt dessen Donnerstag und feiern anschließend rein – bleibt nur zu hoffen, dass mein Mann den Urlaub für Freitag noch genehmigt bekommt. Geburtstagskuchen fällt auch aus, weil unser Backofen ja immer noch kaputt ist. *seufz* Und Freitag Abend (aber spät) kommt wohl noch die beste Freundin meines Mannes vorbei und übernachtet bei uns. Da werde ich wohl tagsüber nochmal die Wohnung auf Hochglanz schrubben müssen, damit sie mit ihrer Katzenhaarallergie nicht nach zwei Minuten tot aus den Socken kippt..

So, das war jetzt jede Menge „Bla“, worauf will ich eigentlich hinaus? Richtig: es geht aufs Zyklusende zu und meine gute Laune sagt mal wieder tschüß. Ich finde es selbst furchtbar, dass ich so muffelig bin und nicht einfach mal positiv bleiben kann. Ich meine, hey! Vielleicht wird das jetzt was mit den Schilddrüsentabletten! In einer Woche gehts in einen neuen, spannenden Lebensabschnitt! Ich hab diese Woche Geburtstag! Ich werde mit lieben tollen netten Leuten (rein)feiern! Lecker essen! Noch mehr Besuch und Ablenkung!

….

Ja gut. Ich sag mir das jetzt einfach noch 200mal laut vor, vielleicht kommt dann die Begeisterung. 😉 Und ich glaube, jetzt hole ich ENDLICH mal die Staffelei aus dem Schuppen und fange mit dem Ölbild für übern Esstisch an. Denn demnächst werd ich wohl schwerlich noch Zeit dafür haben.

Ab heute bin ich japanisch.

Wegen meines TSH-Werts sollte ich ja zum Hausarzt und mir L-Thyroxin verschreiben lassen. Nun war ich heute zum ersten Mal da und bin jetzt mal wieder eine Ecke schlauer – und eine Ecke verwirrter.

Wenigstens habe ich es nicht weit zu meinem neuen Arzt (ca. 5 Minuten mit dem Auto) und nett ist er außerdem. 🙂 Hat auch erstmal gefragt, was ich so mache und dann ein paar Anekdoten erzählt.. also keiner von der Sorte „Zack, zack, Sie haben nix, und tschüß!“, wie ich sie ja sonst schon mal gern erwische. Dann guckte er sich die Hormonwerte an (die mir meine FA netterweise mitgegeben hatte) und meinte, ja, also er würde jetzt gleich mal noch nen Ultraschall machen und da bestünde ganz klar der Verdacht auf Hashimoto.

Öhm. Ja. Na gut. An der eigentlichen Lage hat sich jetzt nicht wirklich was verändert für den Moment – ich nehm jetzt halt täglich meine Tablette und soll dann Ende Mai nochmal hin, um zu gucken wie der Wert sich bis dahin geändert hat – aber es ist schon etwas strange, wenn die ganze Sache plötzlich einen Namen hat. Ich mein, klar, Hashimoto-Thyreoiditis sagt mir was (wenn ich jetzt zwar auch kein Experte dafür bin), und ich hab auch schon mehrfach gehört, dass man damit angeblich nicht so schnell schwanger werden kann. Aber. Mein Wert (also der allgemeine TSH) ist doch gar nicht so schlimm? *fieps* Gut, er hat mir dann noch was über die andern Werte erzählt und dass die zum Teil deutlich über dem Normalwert lägen und blabla, aber ich war irgendwie ein bisschen überrollt. Einfach nur, weil „Sie haben wahrscheinlich Hashimoto“ irgendwie viel gemeiner klingt als „Hmmja, ihr TSH ist ein bisschen zu hoch, aber das macht nix“. Total albern eigentlich! Ich bin ja jetzt nicht todkrank oder so, bis auf eine Tablette täglich ändert sich auch nichts und ganz ehrlich glaube ich auch nach wie vor nicht, dass ich nur deswegen nicht schwanger werde – dafür ist meine Schilddrüse viel zu harmlos. Mein Zyklus ist ja bombig, absolut winddicht und zuverlässig. Könnte doch alles viel schlimmer sein?

Der Ultraschall hat dann auch keine größeren Erkenntnisse gebracht. Schilddrüse (er sagte immer „Schildkröte“ – ich musste mir so das Lachen verkneifen!) sieht (zumindest noch) ganz normal aus, kein Grund zur Beunruhigung. Alles tutti. Dann sagte er noch, wenn ich schwanger werden würde, müssten die Werte deutlich häufiger geprüft werden, weil sich dann ja im Körper einiges ändern würde, und dass übrigens der TSH-Wert der Mutter auch im Zusammenhang mit der Intelligenz des Kindes stünde. Das wäre wissenschaftlich erwiesen: je höher der Wert, desto schlechter fürs Kind. Da hab ich nicht schlecht geguckt. War mir neu. Gut, wenn das wissenschaftlich bewiesen ist, wirds wohl stimmen, aber irgendwie fände ich das schon ganz schön krass. Bin ich dann „schuld“, wenn mein Kind „nur“ die Hauptschule schafft (was ich  überhaupt nicht schlimm finde.. ein höherer Schulabschluss macht doch aus niemandem nen besseren Menschen?), weil ich nicht drauf geachtet hab, dass mein TSH schön niedrig ist? Wäre es vielleicht Nobelpreisträger geworden, wenn ich nur immer brav meine Tabletten genommen hätte? Junge, Junge…

Alles in allem lässt mich dieses ganze Schildkrötendrüsenzeug ganz schön verwundert zurück. Ich dachte es ist nix und jetzt hab ich plötzlich angeblich eine richtige Krankheit. Und zwar vermutlich sogar schon ne ganze Weile. Ich war nämlich -haha, jetzt kommt der Knaller! – vor fünf oder sechs Jahren schonmal bei meiner (damaligen) Hausärztin wegen Verdachts auf Unterfunktion, und die Blutwerte waren na ja, merkwürdig (bei der ersten Untersuchung ganz klar Unterfunktion, bei der zweiten harmlos), der Ultraschall ergab nix, sie gab mir für ein halbes Jahr oder so mal so probehalber ne geringe Dosis L-Thyroxin (25er, glaub ich?), meinte aber, eigentlich wäre alles bingo und ich bräuchte das gar nicht, und als das halbe Jahr vorbei war und die nächste Untersuchung immer noch keine ersthafte Unterfunktion nachweisen konnte, wars das dann auch. Tja. Da sieht man mal wieder, wie unterschiedlich die Diagnosen so von Arzt zu Arzt sein können.

Wie auch immer, wenigstens ist jetzt ein weiter Punkt auf meiner KinderWunschliste abgehakt. Als nächstes wird dann mal mein Mann zum Arzt geschickt, und wer weiß, vielleicht wendet sich für uns ja dann auch langsam alles zum Guten. Wir sind auf dem Weg!