Herbstzeit – Waldzeit – Märchenzeit.

Erstmal vorneweg: Bei der VU heute Morgen war alles prima. Ein einwandfreies, putzmunteres CTG (Haselmotte hat sich meine Worte offenbar zu Herzen genommen, so ein braves Kind <3) mit einer einzigen, dafür richtig hohen Zacke auf der Wehenkurve – wovon ich wie immer, ihr ahnt es, nichts gemerkt habe. Wie gehabt hat sich an GMH und Muttermund nichts geändert und es sieht nicht so aus als solle ich in den nächsten Tagen gebären. Tja, aber es sind ja auch noch zwei Wochen bis zum Termin.

Und weil hier seit gestern traumhaftes, goldenes Herbstsonnenwetter herrscht, bin ich dann gerade noch ein Ründchen spazieren gegangen. Allein. Im Wald. Und zwar querfeldein.

Ja, jaa, ich weiß, nicht klug, so auf der Grenze zur 39. Woche, wenn keiner weiß wo ich hin bin, kein Schwein in Reich- oder Rufweite ist und das Handy keinen Empfang hat. Ich würde es auch anderen Schwangeren nicht unbedingt empfehlen. Könnte ja doch einiges schiefgehen. ABER bei so wundervollem Wetter im Herbst keinen Waldspaziergang zu machen, wenn man den Forst direkt vor der Haustür hat, wäre schon irgendwie eine Sünde und ich habe es einfach nicht ausgehalten. Die letzten Tage bin ich ja immer brav – wie von meinem Mann befohlen – an der Straße geblieben, aber das ist so tödlich langweilig, dass ich mich echt zum Gehen zwingen muss. Im Wald könnte ich hingegen den ganzen Tag rumstrolchen. Es ist einfach nur wunderwunderschön, so ruhig und warm und wie gemacht dafür, die Seele baumeln zu lassen und einfach von den Zehen- bis zu den Haarspitzen glücklich zu sein. Am liebsten hätte ich noch die Schuhe ausgezogen und wäre barfuß gegangen. Oder hätte mich einfach ein wenig ins Moos gekuschelt und dem leisen Rauschen der Baumwipfel gelauscht. Traumhaft.
Jedenfalls fiel mir so während des Umherwanderns das Märchen wieder ein, das ich damals – in unseren frühen Tagen – für meinen Mann geschrieben habe. Gut, geschrieben habe ich es im Sommer (ich musste einen Freibadbesuch dafür abbrechen, weil mir plötzlich ganze Absätze fix und fertig in den Kopf sprangen und ich es nicht aushielt, die nicht sofort aufschreiben zu können), aber es spielt im Wald. Und es passt stimmungsmäßig irgendwie zum Herbst. Schließlich spielt der darin auch eine nicht unwesentliche Rolle.
Und jedenfalls dachte ich mir, ich könnte das ja eigentlich hier mal posten. Vielleicht mag es jemand lesen.

Ein paar Anmerkungen vielleicht vorher noch:
– Wie bereits erwähnt habe ich das Märchen für meinen Mann geschrieben. Wir waren hochgradig verliebt (ich für meinen Teil bin es immer noch 😉 ), es ist eine Liebesgeschichte (irgendwie), die Figuren sind, tja, uns natürlich irgendwie ziemlich ähnlich (auch wenn ich natürlich schon allein rein äußerlich nicht dem typischen Bild einer Nymphe entspreche – ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass ich bei ihrer Beschreibung bewusst nirgendwo das Wort „schön“ erwähnt habe 😉 – dafür entspricht die Figur des fremdartigen Sagenwesens aber schon irgendwie meinem Lebensgefühl des Anders-Seins), zugleich kann man vermutlich zwischen den Zeilen auch ein wenig herauslesen, welche Sorgen mich in Bezug auf die Zukunft unserer damals noch jungen Beziehung so umtrieben.. Es ist also ein schon irgendwie sehr persönliches Textchen und möglicherweise auch ..äh.. etwas kitschig. Ich möchte mich da nicht herausreden, bitte aber darum es zu respektieren. 😉

– Wenn ich den Text „ein Märchen“ nenne, dann sollte man das literaturwissenschaftlich bitte nicht zu genau hinterfragen. Er entspricht sicher im Großteil seiner Merkmale nicht denen eines „klassischen“ Märchens, wie wir sie von den Brüdern Grimm kennen. Denkt lieber Richtung Andersen, also Kunstmärchen. Das dürfte eher hinkommen.

– Ähm. Es ist ein englischer Text. Er kam mir so in den Kopf und wollte so geschrieben werden (auch  wenn ich sonst ja eigentlich nur auf Deutsch schreibe). Keine Ahnung, wieso. Hat wohl was mit dem erzählerischen Tonfall zu tun oder so. Ich habe später auch noch eine deutsche Version – sozusagen eine Übersetzung – geschrieben, aber ich ziehe das Original vor. (Obwohl beide Versionen Stellen haben, die in ihrer jeweiligen Sprache deutlicher das ausdrücken, was ich meinte.) Nun lese ich zwar gerne und viele englische Texte und schaue auch Filme und Serien gern auf Englisch, bin aber beileibe kein „native speaker“ und in der Regel auch eher Konsument als Produzent. Etwaige Formulierungs-, Vokabel- und vor allem Zeichensetzungsfehler (englische Kommasetzung, ich kann sie nicht!) bitte ich daher zu entschuldigen. Falls euch was auffällt, dürft ihr das gern in den Kommentaren anmerken, ich berichtige dann gerne, wo nötig.

– Und last but not least: eigentlich finde ich diese Anmerkung doof, möchte aber trotzdem darauf hinweisen, dass es sich hierbei (wie natürlich bei allen meinen Texten und auch Bildern, sofern nicht anders gekennzeichnet 😉 ) um mein geistiges Eigentum handelt. Weiterverbreitung, Nutzung jedweder Art usw. also bitte nur mit meiner Erlaubnis.

So. Und das eigentliche Märchen kriegt jetzt einfach nen eigenen Post.

Advertisements

Mein Kind ist eine Schnarchmaus.

Als ob ichs nicht schon vorher gewusst hätte: CTG in der Klinik natürlich völlig okay. „Gut“, sagten die Hebamme und die Ärztin, „man könnte sich etwas mehr Action wünschen, das ist schon sehr ruhig –  aber nicht bedenklich!“ Wahrscheinlich schlafe das Kind einfach nur und habe das heute Vormittag auch getan. (Ich hab jetzt immer dieses Bild von der schnarchenden Haselmaus im Kopf, ihr auch? 😛 )

Zur Sicherheit gabs nach dem CTG noch einen Ultraschall obendrauf, wo nochmal alles nach Strich und Faden geprüft und vermessen wurde. Da war das Haselkind dann auch plötzlich putzmunter. Eigentlich vorher schon, sobald der blöde Gurt und der Schallkopf weg war. 😛 Wunderschöne Beulen hat sie die ganze Zeit in meinen Bauch getreten, die Ärztin hat sich jedenfalls köstlich amüsiert. Und der Tenor war der gleiche wie heute Morgen schon: Versorgung gut, Kind gesund, alles fein. Allerdings bin ich fast von der Untersuchungsliege gefallen, als die Ärztin da so fröhlich am Herummessen war und dann allen Ernstes sagte: „Also ein großes Kind ist das ja nicht.“

Äh, bitte was?

Heute Vormittag war es noch groß! 3400 Gramm und so! Ja, nö, es sei schon in der Norm, so ungefähr 3000 Gramm hätte es gerade.
Ah ja. Da hat die Haselmaus tatsächlich innerhalb weniger Stunden ihr Gewicht um ein knappes Pfund reduziert und liegt nun – so die Ärztin im KH – genau auf der 48. Perzentile. Zum ET sollte sie dann etwa 3,5 kg auf die Waage bringen.

Da kann man mal sehen, wie wenig aussagekräftig diese ganzen Werte im Endeffekt doch sind. Ich weiß nun nicht, welche der beiden Schätzungen eher der Realität entspricht, tendiere aber zur zweiten. Das Krankenhaus hat einfach die genaueren Ultraschallgeräte, es tut mir leid. Die Wahrheit liegt aber vermutlich wie so oft irgendwo dazwischen.
Mir solls im Grunde auch egal sein. Wie sagt man so schön? Hauptsache gesund. 😉 Und da jetzt weder der höhere, noch der niedrigere Wert irgendwie besorgniserregend wären, ist es eigentlich auch wurscht. Ich lass mich mal überraschen.
So, und bei der Kontrolle am Sonntag (da soll ich sicherheitshalber nochmal zum CTG im Krankenhaus erscheinen) und bei der nächsten VU am kommenden Freitag hätte ich dann bitte gern wieder mal ganz unspektakuläre Krickelkrackellinien auf dem Papier.

Ich geh jetzt jedenfalls erstmal duschen. Und dann rede ich mal ein ernstes Wörtchen mit meiner Tochter. 😉

…die übrigens seit Beendigung des CTGs völlig unbeeindruckt im Bauch rumrandaliert. Die kleine Schlingeline.

Aber nur zu Besuch!

Gerade war wieder VU. Jetzt sitze ich hier mit etwas gemischten Gefühlen.
Eigentlich ist alles okay. Gut, der Blutdruck bewegte sich mit 130/70 heute in für meine Verhältnisse astronomischen Höhen (so hoch war der noch NIE!), aber eigentlich ist das ja jetzt noch kein kritischer Wert. Bei der Untersuchung war auch wie gehabt alles in Ordnung, unverändert, einwandfrei. Das Haselkind ist „ganz schön groß“, 3400 Gramm hat die FÄ ausgerechnet. Gut versorgt ist die Maus auch, und nach wie vor das relaxteste Kind auf der Welt. Seelenruhig hat sie an ihren Fingern gelutscht und sich problemlos vermessen lassen. Aber das CTG.. das CTG.. „Pathologisch“ steht in der Überweisung. „Zu ruhig, zu weit unten“ sagte die Ärztin. Ja, ich muss wieder ins Krankenhaus. Aber vorerst nur zur Kontrolle. Denn, wie gesagt, eigentlich sieht sonst alles prima aus. Warum die Herztonkurve so merkwürdig ist, konnte man einfach nicht erkennen. Und sie meinte, sie könne mich mit diesem CTG jetzt nicht einfach ne Woche rumrennen lassen. Sicher ist sicher. Also rufe ich wohl gleich mal im Kreißsaal an und kündige mich da schon mal an. Und dann werde ich wohl oder übel wieder am CTG hängen. Und hoffentlich anschließend einfach wieder nach Hause fahren.

Keine Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten.

Man verzeihe mir meine momentan recht ausgeprägte Abwesenheit. Ich bin einfach zu gut beschäftigt! 😉

Es gibt aber auch nicht wirklich großartig was Neues zu berichten von der Front. Gut, morgen startet die 37. Woche und damit der 10. Monat – das heißt, wir befinden uns nun wirklich auf der Zielgeraden und so innerhalb der nächsten 5 Wochen ist dann quasi täglich mit dem großen Tag zu rechnen. Das ist schon ganz schön krass, zumal ich mich immer noch nicht wirklich „hochschwanger“ fühle, praktisch keine Beschwerden habe (umm, meine Finger schlafen mir nachts häufiger mal ein und kribbeln dann. Und sie sind dicker geworden. Sonst ist eigentlich nix!) und hier alles seinen gewohnten Gang läuft. Gut, Schlafen ist so ne Sache – ich werde öfter nachts wach, Umdrehen ist nach wie vor eine Qual, manchmal kann ich längere Zeit nicht wieder einschlafen – aber jetzt auch nicht so, dass es mich belasten würde. Ich war und bin immer schon ein Wenigschläfer, und dass ich mindestens einmal zwischendrin aufs Klo muss, daran hab ich mich seit Beginn der ICSI längst gewöhnt (damals hab ich angefangen deutlich mehr zu trinken). Absonsten fühl ich mich fit! Es irritiert mich total, wenn Leute jetzt anfangen mir Türen aufzuhalten oder sagen, ich solle langsam machen. Aber wer weiß. Hochmut kommt schließlich vor dem Fall und und vielleicht haut es mich ja im Laufe der kommenden Wochen noch plötzlich vom Sockel und es geht plötzlich gar nix mehr. Aber ganz ehrlich? Das wäre dann auch okay. Bis jetzt wars eine Traumschwangerschaft; da bin ich gern bereit zum Abschluss noch ein wenig zu leiden. Hauptsache, dem Haselkind gehts gut!

Am Mittwoch waren wir zum ersten Mal bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur, das war ganz nett. Und ich trinke jetzt seit einer Woche brav meinen Himbeerblättertee (den ich geschmacklich übrigens ganz okay finde. Kräutertee halt). Das sind so die Dinge, die mich daran erinnern, dass wir uns mit ganz großen Schritten auf ein Ende – und einen neuen Anfang – zu bewegen. Ich frage mich oft, wo dieses Dreivierteljahr eigentlich hin ist. Zwar kann ich mich noch daran erinnern, dass sich die Zeit anfangs wie Kaugummi gezogen hat, aber irgendwie ist mir trotzdem, als sei der Bluttest erst gestern gewesen. Beim letzten Ultraschall schaute ich mir dieses plötzlich riesig gewordene Kind auf dem Monitor an und erinnerte mich an das allererste Mal, wo dieser winzige schwarze Fleck – der noch gar nichts Menschliches an sich hatte –  zu sehen war. Das ist doch noch gar nicht so lange her! Jetzt passt gerade mal noch so der Kopf ins Bild. 😉 Und in wenigen Wochen ist da gar nichts mehr. Dann halte ich dieses seltsame Wesen im Arm und denke wahrscheinlich wieder, wie winzig sie ist und kann es gar nicht glauben, dass sie und der schwarze Fleck ein und die gleiche Person sind. Das ist schon alles ziemlich verrückt irgendwie. So richtig vorstellen kann ich mir das gerade nicht. Ich meine.. klar, da ist ganz eindeutig was in meinem Bauch. Etwas, das sich bewegt (zumindest gelegentlich 😛 ). Und ich kann auch fühlen, wo oben und wo unten ist, wo der Rücken liegt, wo die Füßchen, der Hintern und der Kopf. Und Schluckauf hat es. Aber dass das ein wirkliches, echtes Kind sein soll, das hier demnächst unser Leben aufmischt, irgendwann „Mama“ zu mir sagt und ein paar Jahre später heimlich auf dem Klo raucht und irgendwelche Jungs nach Hause bringt.. 😉 Nein, ganz ehrlich, das ist mir gerade zu abstrakt. Ich lass mich einfach mal überraschen. Vielleicht ist es doch kein Kind, sondern ein Bandwurm, der dann Pfötchen gibt. Oder so.

Jedenfalls hat sich dieses kleine Haselwesen gestern beim CTG vorbildlich benommen. „Traumhaft“ nannte die Ärztin das Ergebnis. Da sieht mans mal. Die Kleine kann – wenn sie will! Allerdings kam dann vorhin für mich die Ernüchterung in Form eines Anrufs aus der Praxis. Ob ich am Montag nochmal zur Blutabnahme vorbei kommen könne. Die Thrombozytenwerte seien „nicht mehr so optimal“. Hmm. Na gut, aber da Montag ja scheinbar ausreicht und sie mich nicht sofort hinbeordert haben, kann das so dramatisch nicht sein. Außerdem gehts uns gut. Ich warte also einfach mal ab. 🙂

Und bis dahin beschäftige ich mich weiter mit den Dingen, die mich in den letzten Tagen schon vom Bloggen und Kommentieren abgehalten haben. (Übrigens hatte ich sogar ein Bauchbild von der 35. SSW gezeichnet, aber beim Einscannen gefiel es mir dann nicht mehr und deswegen wurde es nicht gepostet. Aber vielleicht mach ich nächste Tage dann einfach noch eins. Ich finde man sieht eh keine großartigen Unterschiede mehr – ist halt ne dicke, runde Murmel, ob die jetzt ein, zwei Zentimeter mehr oder weniger Umfang hat, seh ICH ehrlich gesagt selber nicht..)

Neugierig? 😀

Soll ich mal teasern?

Ja?

Ja?

😀

Work in progress:

006a

 

 

 

 

 

 

 

004a

 

 

 

 

 

 

 

 

 

..und ich hab noch gefühlt zwanzig andere Dinge in Arbeit, die ich natürlich alle gern noch fertig kriegen möchte. Also über mangelnde Kreativität und/oder Langeweile kann ich mich grad echt nicht beklagen. In diesem Sinne: man liest sich! 🙂

CTG: heute mal ohne Wehen – und ohne Kind.

Ich muss gestehen, ich hatte ein winziges kleines futzeliges bisschen Schiss vor dem CTG heute. Also, nicht davor, dass tatsächlich irgendwas Schlimmes sein könnte. Sondern davor, dass sich das Spielchen von vor zwei Wochen wiederholen könnte: Wehen, die mich ins Krankenhaus bringen und dann auf magische Art und Weise wieder verschwinden.

Aber die Wehenkurve war heute sehr ruhig. Seeeehr ruhig. Hier und da mal ein kleiner Hügel, mehr nicht. Also eigentlich alles prima!
Tja, nur die zweite Kurve war dafür auch.. äh.. zu ruhig. Das Haselkind hatte nämlich keine Lust, seine Herztöne überwachen zu lassen. Nachdem unser Fräulein den ganzen Morgen ihr Bestes getan hatte, ihren Rücken und ihren Po mit aller Macht gegen meine Bauchwand zu drücken, hatte sie bei der Ärztin scheinbar die Schnauze voll davon und hat sich ganz geschickt irgendwie so geschafft hinzudrehen, dass sie beim besten Willen nicht aufzufinden war. Die Arzthelferin hat sich wirklich Mühe gegeben, aber die Haselmaus hatte sich verdrückt. Buchstäblich. Zwischenzeitlich schafften wir es zwar, mal ein paar nur mäßig unterbrochene Krackellinien aufs Papier zu kriegen, aber das war einfach nicht ausreichend um es angemessen bewerten zu können. Während ich allein in dem Räumchen im Sessel hing und mir mit beiden Händen den Schallkopf so fest es ging in den Bauch drückte, bohrte sich dann mal energisch ein unwilliges Füßen in meine Rippen. Sollte wohl so viel heißen wie: Hier isses doof, bring mich hier weg!

Da hört und liest man immer von Babys, die ihren Unwillen dadurch ausdrücken, dass sie gegen die Schallköpfe treten und boxen, aber das Haselkind hat scheinbar eine eigene, effektivere Strategie: schmollen. Das hat sie doch nicht etwa von mir??
Jedenfalls half alles nix. Nach einer Dreiviertelstunde kam meine Ärztin rein und meinte, sie würde dann jetzt erstmal die Untersuchung machen und  eben mal mit dem Doppler nachsehen – und danach könnte ich ja dann nochmal ans CTG.

Meinen Bauch fand sie übrigens „gewaltig“. Äh.. okay, wenn SIE das sagt, dann wird wohl was dran sein – sie sieht ja täglich genug Bäuche. Ich finde ihn nach wie vor gar nicht so extrem. Aber na gut. Wenigstens gibts keine Kommentare mehr zu meinem Gewicht. Ha. (Ich hab jetzt übrigens 13 Kilo mehr als zu Beginn der Schwangerschaft. Find ich völlig okay.)
Und es ist natürlich alles völlig in Ordnung. Die Motte liegt nach wie vor ziemlich weit oben, der Muttermund ist zu, GMH normal, Blutdruck normal niedrig (100/60 diesmal), pH in Ordnung, Haselkind perfekt versorgt und gut entwickelt (2700 Gramm hat sie ausgerechnet). Also alles so entspannt wie ich mich fühle. 🙂 Bzw. WIR. Denn Fräulein Haselmaus ist es offenbar so sehr wie ich. Beim Ultraschall drehte sie der Ärztin gechillt den Rücken zu und muckste sich nicht. Und auch beim zweiten Anlauf am CTG war sie die Ruhe in Person. …leider. Die Arzthelferin hieß mich mehrmals mich umdrehen, ich musste Wasser trinken, wir drückten auf jedem Quadratmilimeter Bauch herum damit Mademoiselle mal ein bisschen aus ihrem Winterschlaf erwacht, aber nö. Keine Reaktion. Das ruhigste Kind der Welt. So nach dem Motto: Ihr könnt mich alle mal.

Nach einer weiteren halben oder Dreiviertelstunde ging die Dame das langweilige Kurvenblatt der Ärztin überbringen, ich sollte so lange im Wartezimmer warten.. Sie diskutierten angeregt, leider konnte ich aber den Inhalt des Gesprächs nicht verstehen. Letztendlich hieß es aber, es sei alles okay. Allerdings bekam ich dann zu meiner Überraschung für nächste Woche noch einen Termin aufs Auge gedrückt. – Eigentlich wäre der nächste erst am 5. September gewesen. Hm. Hat das jetzt was zu bedeuten oder hä? Aber gut, ich habe beschlossen mir darüber erstmal nicht den Kopf zu zerbrechen. Es wird schon alles seine Richtigkeit haben. Fahr ich halt nächste Woche wieder hin, immerhin lässt es sich ja jetzt im Auto wieder aushalten. 😛 Und ich hoffe, dass unser Herzmädchen dann einen etwas aktiveren Tag hat, damit das nicht wieder so langwierig wird wie dieses Mal. Tzt.