ET+2: Nope.

Immer noch schwanger. Sorry! 😛

War heute dann auch wieder zur Vorsorge. Meine Ärztin war leider krank, daher bei ihrer Kollegin (Gemeinschaftspraxis).. Die stellte fest: alles wie gehabt. Alles schön weich, Gebärmutterhals vollständig, Muttermund schweigt sich aus, Kind zwar mit Bezug zum Becken aber nicht wirklich drin, geschweige denn fest.. CTG war wie immer unspektakulär und mit weniger (Übungs)Wehen als sonst schon mal. Also keinerlei Anzeichen, dass hier in näherer Zukunft eine Geburt bevorstehen könnte.
Klar, kann trotzdem aus heiterem Himmel passieren, fände ich auch echt ganz okay! Aber ich rechne mit nix.
(In den letzten Nächten hatte ich immer mal wieder leichte Wehen, aber die bewirken ja offenbar bislang nicht wirklich was..)
Jetzt, wo der ET überschritten ist, muss ich auf jeden Fall öfter zur Kontrolle, nämlich alle zwei Tage. Nun ist ja heute Donnerstag, das ist blöd, Samstag hat ja die Praxis natürlich geschlossen, also gehts dann eben ins Krankenhaus und Montag dann wieder regulär zur Ärztin (wenn das Häschen bis dahin nicht geschlüpft sein sollte, was ich durchaus für möglich halte). So wirklich begeistert bin ich davon nicht, schließlich fahre ich – egal wohin – pro Strecke (mindestens) eine halbe Stunde, dann dauert das CTG ja auch, womöglich gibts dann noch Ultraschall/Doppler plus eventuelle Wartezeit.. da ist dann der halbe Tag wieder rum und obendrauf will mein Mann auch nicht, dass ich alleine fahre (okay, hat er vielleicht nicht ganz Unrecht), das heißt aber wir müssen die Haselmaus dann auch immer mitschleppen und irgendwie ist das alles so umständlich und doof…
Die Ärztin kommentierte die Notwendigkeit der Kontrolle mit den Worten: „Sie können das ja umgehen, indem Sie ganz einfach entbinden!“ …“einfach“. Haha. 🙂

Versteht mich nicht falsch. Ich bin eigentlich gerade ganz zufrieden damit, noch schwanger zu sein. Um ehrlich zu sein wars die letzten Tage sogar wieder richtig angenehm, einfach weil ich im Moment ja nicht allein die Haselmaus versorgen muss und auch mal zwischendrin Pause habe. Und es so auch viel mehr genießen kann, diese Zeit mit ihr noch zu haben. Es ist wirklich schön jetzt ganz bewusst mit ihr noch zu kuscheln, Bücher zu lesen, zu malen, spazieren zu gehen, zu spielen – ohne meine Aufmerksamkeit teilen zu müssen. Und es ist AUCH schön, sich mal nachmittags eine Stunde einfach ins Bett zu legen, wenn ich müde bin. In Ruhe den Bauch zu streicheln, dem Häschen amüsiert beim Turnen da drinnen zuzusehen und die Bewegungen noch einmal richtig wahrzunehmen. Sich auf die Geburt zu freuen, sich auszumalen wie es vielleicht wird, wie dieser winzige Mensch dann aussehen mag und wie es sein wird wieder so ein kleines Bündel im Arm zu halten. Die Vorfreude auszukosten. Also von mir aus dürfte dieser Schwebezustand GERNE noch anhalten.
Nur hat mein Mann leider nur noch wenige Urlaubstage, und wenn die verbraucht sind und das Häschen noch nicht geschlüpft, dann sitze ich hier allerhochschwangerst mit Kleinkind den ganzen Tag, mit etwas Glück kann meine Mutter vielleicht ein, zwei Tage noch da sein, aber das wars dann.. Und DANN noch die Kontrolltermine irgendwie wahrnehmen, den Einkauf machen, den Haushalt.. das traue ich mir nicht mehr so wirklich zu. Wenns so kommt, dann klappt es irgendwie, ja. Muss ja. Aber die Vorstellung ist schon nicht so schön. Dann ist auch nix mehr mit genießen. Also wäre es schon ganz gut, wenn dieses kleine Kuschelmuckeltrödelhäschen innerhalb der nächsten Tage aus dem Bauch ausziehen würde. Okay?

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40+0: Eine Kommilitonin von mir pflegte zu sagen: Man kann entweder pünktlich sein ODER gut aussehen

Ich vermelde hiermit: Haselhäschen ist immer noch gut verpackt und macht nach wie vor wenig Anstalten sein gemütliches Zuhause zu verlassen (verständlich bei dem Wetter). Ich finde das ganz okay. Ich hab Zeit. Ich kann warten.
Und jetzt gehe ich ins Bett und gönne mir noch ein paar Stunden Schlaf. Man weiß ja nie, wie viel man davon in der nahen Zukunft noch bekommt.. 🙂