Häschen, hüpf ❤

Bereits am 18.11. – also vorgestern, ET+3 – hat sich das Haselhäschen zu uns gesellt. (Es ist übrigens – wie von der Ärztin im Krankenhaus vermutet – ein Mädchen. Die Haselmaus hatte recht mit den rosa Socken!!) Die Geburt begann sehr schön, verlief dann aber leider doch nicht ganz so glatt (wenn auch nicht hochdramatisch), und nun sitze ich wieder hier und darf der Kaiserschnittnarbe beim Heilen zusehen… Aber sei es so. Ich habe eine zweite wunderbare Tochter und sie ist gesund. ❤ Und bald – vermutlich übermorgen – können wir auch nach Hause, und dann erzähle ich hoffentlich alles noch genauer. (Das Krankenhaus hier ist wirklich super, aber steht leider mitten im Funkloch)

Bis dahin sage ich schon mal danke für die vielen lieben Gedanken und Wünsche.. Ich melde mich! 

ET+2: Nope.

Immer noch schwanger. Sorry!😛

War heute dann auch wieder zur Vorsorge. Meine Ärztin war leider krank, daher bei ihrer Kollegin (Gemeinschaftspraxis).. Die stellte fest: alles wie gehabt. Alles schön weich, Gebärmutterhals vollständig, Muttermund schweigt sich aus, Kind zwar mit Bezug zum Becken aber nicht wirklich drin, geschweige denn fest.. CTG war wie immer unspektakulär und mit weniger (Übungs)Wehen als sonst schon mal. Also keinerlei Anzeichen, dass hier in näherer Zukunft eine Geburt bevorstehen könnte.
Klar, kann trotzdem aus heiterem Himmel passieren, fände ich auch echt ganz okay! Aber ich rechne mit nix.
(In den letzten Nächten hatte ich immer mal wieder leichte Wehen, aber die bewirken ja offenbar bislang nicht wirklich was..)
Jetzt, wo der ET überschritten ist, muss ich auf jeden Fall öfter zur Kontrolle, nämlich alle zwei Tage. Nun ist ja heute Donnerstag, das ist blöd, Samstag hat ja die Praxis natürlich geschlossen, also gehts dann eben ins Krankenhaus und Montag dann wieder regulär zur Ärztin (wenn das Häschen bis dahin nicht geschlüpft sein sollte, was ich durchaus für möglich halte). So wirklich begeistert bin ich davon nicht, schließlich fahre ich – egal wohin – pro Strecke (mindestens) eine halbe Stunde, dann dauert das CTG ja auch, womöglich gibts dann noch Ultraschall/Doppler plus eventuelle Wartezeit.. da ist dann der halbe Tag wieder rum und obendrauf will mein Mann auch nicht, dass ich alleine fahre (okay, hat er vielleicht nicht ganz Unrecht), das heißt aber wir müssen die Haselmaus dann auch immer mitschleppen und irgendwie ist das alles so umständlich und doof…
Die Ärztin kommentierte die Notwendigkeit der Kontrolle mit den Worten: „Sie können das ja umgehen, indem Sie ganz einfach entbinden!“ …“einfach“. Haha.🙂

Versteht mich nicht falsch. Ich bin eigentlich gerade ganz zufrieden damit, noch schwanger zu sein. Um ehrlich zu sein wars die letzten Tage sogar wieder richtig angenehm, einfach weil ich im Moment ja nicht allein die Haselmaus versorgen muss und auch mal zwischendrin Pause habe. Und es so auch viel mehr genießen kann, diese Zeit mit ihr noch zu haben. Es ist wirklich schön jetzt ganz bewusst mit ihr noch zu kuscheln, Bücher zu lesen, zu malen, spazieren zu gehen, zu spielen – ohne meine Aufmerksamkeit teilen zu müssen. Und es ist AUCH schön, sich mal nachmittags eine Stunde einfach ins Bett zu legen, wenn ich müde bin. In Ruhe den Bauch zu streicheln, dem Häschen amüsiert beim Turnen da drinnen zuzusehen und die Bewegungen noch einmal richtig wahrzunehmen. Sich auf die Geburt zu freuen, sich auszumalen wie es vielleicht wird, wie dieser winzige Mensch dann aussehen mag und wie es sein wird wieder so ein kleines Bündel im Arm zu halten. Die Vorfreude auszukosten. Also von mir aus dürfte dieser Schwebezustand GERNE noch anhalten.
Nur hat mein Mann leider nur noch wenige Urlaubstage, und wenn die verbraucht sind und das Häschen noch nicht geschlüpft, dann sitze ich hier allerhochschwangerst mit Kleinkind den ganzen Tag, mit etwas Glück kann meine Mutter vielleicht ein, zwei Tage noch da sein, aber das wars dann.. Und DANN noch die Kontrolltermine irgendwie wahrnehmen, den Einkauf machen, den Haushalt.. das traue ich mir nicht mehr so wirklich zu. Wenns so kommt, dann klappt es irgendwie, ja. Muss ja. Aber die Vorstellung ist schon nicht so schön. Dann ist auch nix mehr mit genießen. Also wäre es schon ganz gut, wenn dieses kleine Kuschelmuckeltrödelhäschen innerhalb der nächsten Tage aus dem Bauch ausziehen würde. Okay?

40+0: Eine Kommilitonin von mir pflegte zu sagen: Man kann entweder pünktlich sein ODER gut aussehen

Ich vermelde hiermit: Haselhäschen ist immer noch gut verpackt und macht nach wie vor wenig Anstalten sein gemütliches Zuhause zu verlassen (verständlich bei dem Wetter). Ich finde das ganz okay. Ich hab Zeit. Ich kann warten.
Und jetzt gehe ich ins Bett und gönne mir noch ein paar Stunden Schlaf. Man weiß ja nie, wie viel man davon in der nahen Zukunft noch bekommt..🙂

39+0: In der Weste nichts Neues.

Jepp, das Haselhäschen ist immer noch drinnen im Bauch. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich da großartig was tut. Also ja, der Bauch wird gern mal hart, aber das macht er ja schon seit 20 Wochen oder so. Ich nehme das gar nicht mehr so wirklich wahr. Und es zieht und sticht und piekst mal hier, mal da, aber das tut es jetzt auch schon ne Weile und trotzdem war beim letzten Arzttermin nicht wirklich eine Änderung zu verzeichnen. Okay, auf dem CTG schon recht gleichmäßige Wehen, aber die spüre ich nicht. Muttermund weiterhin geschlossen, Gebärmutterhals erhalten, usw. Allerdings alles schon schön weich, sagte die Ärztin. „Wenn das Kind erstmal ins Becken rutscht, gehts wahrscheinlich schnell.“ meinte sie. Ähm ja. Ersetzen wir doch das Wörtchen „wenn“ durch das das sehr ähnliche, aber nicht gleichbedeutende Wörtchen „falls“. Tut mir leid, nach meinen Erfahrungen aus der letzten Schwangerschaft pflege ich so meine Zweifel, ob das mit dem Becken funktioniert.
Klar, jede Schwangerschaft ist anders.. sagt man. Aber bis jetzt läuft der Endspurt haargenau so wie beim ersten Mal. Daher flehe ich auch gefühlte 183789423mal am Tag in Gedanken: „Bitte kein Blasensprung. Bitte kein Blasensprung. Bitte kein Blasensprung!“ ..weil, nein, ich fände es einfach ungünstig und blöd. Kann man sich nicht aussuchen, ist klar, aber wünschen kann man sich das. Und hoffen. Und ich wünsche und hoffe, dass ich einfach irgendwann ganz langweilige, stinknormale Wehen bekomme. Und richtig toll wäre, wenn das Haselhäschen es seiner Schwester nicht nachmachte und im Gegensatz zu ihr wirklich den richtigen Ausgang fände. Von mir aus auch als Sternengucker. Ist mir alles egal. Nur kein Kaiserschnitt, das wäre fein.

Mittlerweile sind hier irgendwie auch schon alle ganz unruhig und ungeduldig, am meisten wohl meine Mutter. Und mein Mann – der seit gestern Urlaub hat – fragt gefühlt alle fünf Minuten, ob es jetzt los geht?!?!?!  …nein, sorry, tut mir leid. Ich melde mich dann schon. Vielleicht. Vielleicht hab ich auch keine Lust und tu einfach so als ob nichts wär?😛 Also ehrlich…
Ich denke ja, es wird noch dauern. Mit einiger Wahrscheinlichkeit poste ich hier auch in einer Woche noch belanglose Updates, weil sich nichts tut. Und das wäre auch okay. (Also, für mich. Für den/die geneigte(n) LeserIn vielleicht nicht.😛 ) Vielleicht wäre ich dann wenigstens diese ätzende Erkältung los, die mich pünktlich zum Wochenende ereilte. Und ich könnte dann mit freier Nase noch ein paar erholsame Nächte zubringen, statt nachts japsend in meinem Kissenberg zu liegen.

Und jetzt stimmt doch einfach alle mit ein wenn ich anfange zu singen:
Lass dich überraschen, schnell kann es gescheh’n, dass auch deine Wünsche in Erfüllung gehn!

38+1: Ein Bauch geht einkaufen.

So kam ich mir heute vor.
Hatte die Haselmaus eingetütet und war mit ihr zum Supermarkt gefahren. Und ich weiß ehrlich nicht, was da heute los war, aber irgendwie scheine ich wohl eine Grenze überschritten zu haben, schwangerschaftsmäßig.
„Oh Gott“ hörte ich zum Beispiel eine junge Frau zu ihrem Partner sagen, nachdem sie zuerst mich samt Bauch und dann die Haselmaus erblickt hatte, „ich beneide sie nicht!“
Oder eine andere Dame, die mir entgegen kam während ich die Maus in ihren „Einkaufswagen mit Auto dran“ verfrachtete, und entsetzt ausrief: „Ach herrje, Sie Ärmste!! Aber gut, wenn sowas Süßes dabei rausspringt…!“
Oder der Herr, der im Gang am Kühlregal erstmal drei Schritte rückwärts machte, als ich um die Ecke bog…

Leute, gebt mir doch bitte nicht das Gefühl mich selbstbemitleiden zu müssen. Ja, ist alles etwas anstrengend momentan (zumal mein Mann diese Woche noch Überstunden macht weil er nächste Urlaub, dann hoffentlich Elternzeit und anschließend wieder Urlaub bis Ende des Jahres hat, und daher noch später als sonst schon nach Hause kommt), aber ich finde es könnte schlimmer sein. Und so besonders lange werde ich den Bauch ja auch nicht mehr herumschleppen.  Und übrigens: nein, es sind ganz sicher KEINE Zwillinge und auch kein 6-Kilo-Baby…

Morgen habe ich den nächsten Arzttermin – mal sehen, was Frau Doktor dann spricht. Letzte Woche war noch alles geburtsunreif, aber Fruchtwasser war noch ausreichend vorhanden, also kein Grund sich zu stressen.. Im Moment ziepelt und zupelt es ziemlich oft fleißig im Bauch, aber ich habe keine Ahnung, ob das irgendwas zu bedeuten hat.
Die Kliniktasche steht jedenfalls endlich gepackt bereit (und ja, diesmal auch mit ausreichend Klamotten für einen womöglich längeren Aufenthalt, sogar ein Tragetuch habe ich eingesteckt😛 ), das Beistellbett hat endlich eine neue Matratze, ist frisch bezogen, Spucktücher sind gewaschen (aber noch nicht gefaltet, egal!), die Babyschale ist einsatzbereit, Klamöttchen sind sauber, Windeln liegen bereit.. also für den Ernstfall bin ich vorbereitet.
Gut, wir haben immer noch keine Wickelgelegenheit außerhalb des Kinderzimmers (wo ja nun die Haselmaus schläft – ich kann dann ja schlecht mitten in der Nacht da mit Baby reinplatzen und außerdem finde ich, das ist IHR Zimmer – ein sehr kleines noch dazu! – und das soll es auch bleiben), aber zur Not kann man ja erstmal irgendwo auf dem Boden wickeln, Badezimmer oder so, eine eigene Kommode fürs Häschen brauchts auch nicht soo dringend, die ersten Wochen sind die Klamotten erfahrungsgemäß eh mehr in der Waschmaschine als in irgendeiner Schublade..
Und allein kann ich eh keine Möbel mehr kaufen, geschweige denn herumrücken und dergleichen, also muss das eh warten bis der Herr des Hauses auf die eine oder andere Art frei hat.
Also alles in allem läuft das hier schon irgendwie.
In der ersten Schwangerschaft war ich um die Zeit ja irgendwie noch sehr gelassen und fest davon überzeugt, dass es bis zur Geburt noch dauert (stimmte ja dann auch!), diesmal fühle ich mich insgesamt etwas unruhiger. Aber das liegt denke ich daran, dass mir alle immer erzählen, dass es beim zweiten Kind meist eher soweit ist, und wahrscheinlich auch etwas daran, dass diesmal auch alles etwas komplizierter ist, zumindest was den Beginn der Geburt betrifft..
Damals bei der Haselmaus war das ja eher so: ach ja, wenns los geht ruf ich meinen Mann an, dann kommt der nach Hause und dann haben wir ja alle Zeit der Welt und fahren ganz in Ruhe ins Krankenhaus…
Jetzt ist das eher so: Wenns los geht, ruf ich meinen Mann und meine Mutter an, die brauchen aber jeweils mindestens ne Stunde und ich bin so lange mit der Haselmaus alleine, was mache ich nur wenn die Wehen sehr schnell sehr heftig sein sollten (kann ja alles passieren?) oder – SuperGAU!! – wieder die Fruchtblase platzt und der Haselhäschenkopf nicht fest im Becken ist (ist er nämlich bislang nicht!), ich kann mich ja nicht ne Stunde auf den Boden legen und nix tun wenn ich ein Kleinkind zu betreuen hab, RTW find ich aber auch doof, alles blöd, Hilfe..?
Aber dann denk ich mir auch jedes Mal so: hilft nix sich vorher bekloppt zu machen, warten wir es einfach ab. Wird schon schiefgehen.
Ich spekuliere einfach darauf, dass die Blase diesmal erst im Krankenhaus springt (oder sich wahlweise das Kind vorher vernünftig ins Becken bewegt hat), ich einfach ganz normale, langweilige Wehen bekomme und die Geburt dann so mindestens sechs bis zehn Stunden, von mir aus auch länger dauert, damit hinreichend Zeit ist um die Haselmausbetreuung sicher zu stellen, in Ruhe ins Krankenhaus zu fahren (halbe Stunde Fahrt Minimum, wahrscheinlich eher 45 Minuten dank wirklich ungünstiger Baustellen auf der Strecke:/ ), da anzukommen und ganz gemütlich dieses Kind auf die Welt zu bringen. Können wir das so machen? Ich freue mich nämlich eigentlich total auf die Geburt und bin abgesehen von diesem ganzen Organisations- /Startblabla wirklich ganz entspannt und angstfrei. Schmerzen sind mir egal (wenns irgend geht verzichte ich diesmal auch gern auf die PDA), eventuelle Geburtsverletzungen ebenso, und selbst wenns dann letztendlich doch wieder ein Kaiserschnitt werden würde, na ja, dann wäre das halt so..

Lustig ist, dass ich mir das mit der Geburt irgendwie ganz gut vorstellen kann, das fertige Endprodukt aber irgendwie so gar nicht. Da soll dann wirklich tatsächlich nochmal ein richtiges Baby hier einziehen, also so ein richtiger kleiner Mensch der 24/7 bei uns ist und wächst und atmet und irgendwann anfängt zu sprechen und zu laufen? Verrückt. Kann ich irgendwie nicht so recht glauben.
Klar, da schiebt irgendwas recht fleißig in meinem Bauch herum und drückt lustige Beulen rein, aber na ja, das ist irgendwie doch ziemlich abstrakt. Auch beim zweiten Mal! Und das bleibts wahrscheinlich auch mindestens bis zu dem Moment, wo ich das Häschen im Arm halte.. und womöglich sogar darüber hinaus. Wir werden sehen.
Jetzt falle ich aber erstmal ins Bett und schlafe ein bisschen – man weiß ja nie, wie lange das noch ungestört möglich sein wird.😉

 

37+0: Time flies

Mein liebes Haselhäschen,

es ist kaum zu glauben, aber die Zeit in deiner Kuschelhöhle neigt sich jetzt rasant dem Ende zu. Wie lange es noch dauert, bis ich dich im Arm halten darf, weiß ich nicht zu sagen, aber eins ist klar: es ist absehbar. Wir schreiben 37+0, das bedeutet: ab jetzt wärest du offiziell kein Frühchen mehr. (Na gut, offiziell erst ab übermorgen. Meine erste Ärztin hatte dich anfangs mal anhand des Ultraschalls 2 Tage zurück datiert und deswegen ist der errechnete ET jetzt offiziell eben erst am 17. 11. statt am 15. – was ich Quatsch finde, weil ja das Datum deiner Zeugung hundertprozentig sicher vorliegt und danach sollte man sich ja wohl eigentlich richten, aber na gut. Was sind schon zwei Tage.. Tu mir nur bitte den Gefallen und halte noch bis übermorgen die Füße still, sonst muss ich dich nämlich vermutlich woanders als im Wunschkrankenhaus zur Welt bringen und das fände ich persönlich sehr, sehr schade..)
Du bist nun also theoretisch bereit, die große bunte Welt hier draußen kennen zu lernen, und wir freuen uns schon sehr auf dich. Aber du darfst dir gern noch ein wenig Zeit lassen, wir warten auch. Ich muss zwar gestehen, dass es im Moment recht beschwerlich ist mit dem großen Bauch (zumal ich diesmal ja nicht einfach die Zeit bis zur Geburt gemütlich auf dem Sofa fläzend verbringen kann, sondern den ganzen Tag hinter deiner verteufelt agilen Schwester her hechte😉 ), aber ich weiß auch, dass ich es später vermissen werde, und daher koste ich diese letzten Tage so gut wie möglich aus, streichle deinen Rücken, wenn du dich mal wieder von rechts nach links und von links nach rechts drehst, schmunzle wenn du mal wieder Schluckauf hast und genieße einfach diese riesige irre Vorfreude auf dich kleinen Menschen.
Und ich habe Glück: es geht mir gut. Zwar bin ich recht schwerfällig geworden und oft wahnsinnig müde (was aber eben auch daran liegt, dass ich deine Schwester den ganzen Tag bespaße – das ist schon unschwanger nicht unanstrengend, in meinem aktuellen Zustand aber wirklich oft eine Herausforderung), ansonsten bin ich aber auch diesmal von größeren unangenehmen Begleiterscheinungen/Schmerzen verschont geblieben. Nicht mal Wasser eingelagert habe ich diesmal, jedenfalls nicht in nennenswerten Mengen, ich kann also mit etwas Glück bis zum Tag X weiter meine normalen Schuhe tragen und muss nicht in Flipflops durch den Herbstregen watscheln.😉
Ja, der Bauch ist wohl recht groß, wie ich aus den Reaktionen meiner Mitmenschen schließen muss (hört doch bitte auf zu glotzen?!), es sind mittlerweile auch zwei bis drei Zentimeter mehr Umfang als zum Ende der ersten Schwangerschaft, die Umstandsklamotten sind recht knapp, aber hey. Ich kann mir noch immer die Zehennägel selbst schneiden, die Schuhe anziehen und ich passe noch hinters Steuer meines Autos, also stört mich das herzlich wenig. Deine Schwester muss jetzt leider damit leben, dass längere Spaziergänge erstmal (sie würde sagen: „erbsmal“) gestrichen sind, weil man hier ja nach wenigen Minuten mitten in der Pampa steht wo mit etwas Pech tagelang kein Mensch vorbei kommt, und das ist mir so, hochschwanger und in Begleitung eines – wenn auch sehr ausdauernd laufenden und kooperativen – Kleinkinds, etwas zu heikel. Wir sind trotzdem täglich an der frischen Luft und bewegen uns so viel wie möglich.

Du bist immer noch ein eher ruhiges Kind. Zwei oder drei Mal hast du da im Bauch ein paar Minuten Party gefeiert, ansonsten begnügst du dich im Wesentlichen damit, ab und zu mal ein wenig die Position zu verändern, was ich dann aber aufgrund deiner aktuellen Größe mittlerweile schon sehr deutlich spüre.
Du warst auch so lieb und hast dich irgendwann (in der 35. Woche oder so?) aus der von dir bis dahin bevorzugten Beckenendlage bewegt und dich mit dem Kopf nach unten gedreht, was mich wirklich sehr gefreut hat. Zwar hätte die BEL nicht unbedingt zwingend einen Kaiserschnitt bedeutet, aber das Risiko wäre schon höher gewesen. Sorge hatte ich allerdings tatsächlich nicht mehr wirklich deswegen, schließlich habe ich – so scheint mir – dass für mich, für uns perfekte Krankenhaus als Geburtsort gefunden und dort ist man sehr erfahren mit spontaner Entbindung nach Sectio sowie auch mit BEL-Geburten. Überhaupt, ich war nun dreimal dort (zum Informationsabend, zur Geburtsanmeldung und zur Geburtsplanung) und war wirklich immer angetan vom Gesamtpaket dort – ich freue mich unheimlich darauf, dich dort zum ersten Mal in die Arme schließen zu dürfen. (Und wer weiß, vielleicht blogge ich auch noch mal ausführlich darüber, was ich alles toll finde dort. Ich würde gerne. Aber wenn, dann tue ich das nach der Geburt, wenn sich das Haus im Praxistest bewährt hat.😉 )
Zurück zu dir: du bist zwar ruhig, aber augenscheinlich zeitgemäß entwickelt und fit. Beim Ultraschall, der im Rahmen der Geburtsplanung im Krankenhaus in der 36. Woche stattfand, wurdest du auf etwa 2600 Gramm geschätzt, also total im Rahmen. Und: wir haben sogar überraschend noch ein Outing bekommen. Nachdem du dich wirklich bei allen vorherigen Gelegenheiten immer ganz verschämt herumgedrückt hast, hast du der Ärztin dort (und damit auch mir) doch noch einen recht eindeutigen Blick gewährt. So ganz hundertprozentig darauf verlassen möchte ich mich nun nicht mehr, aber ich muss ganz ehrlich gestehen dass es mir auch gar nicht mehr wichtig war. Ich war sogar fast ein wenig enttäuscht, dass nun der Überraschungseffekt bei der Geburt (wahrscheinlich) weg fällt.. aber es hat einige Familienmitglieder sehr gefreut, es doch noch vorher zu erfahren, von daher war es doch ganz schön.🙂 Da du aber dein Geheimnis so lange Zeit so gut verborgen hast, werde ich es zumindest hier noch nicht verraten, versprochen.

Ein ganz kleines bisschen Sorge in diesem ganzen Unkomplizierte-Endschwangerschaftskram muss aber wohl sein. So wurde bei eben diesem Ultraschall auch festgestellt, dass die Fruchtwassermenge sich mittlerweile eher in der unteren Norm bewegt und deswegen weiterhin im Auge behalten werden sollte.. und das hat sich dann leider auch bei der Vorsorge vergangene Woche bestätigt. Es ist zwar nicht kritisch bisher, aber eben auch nicht optimal, und wenn man dann noch die Weisung bekommt, verstärkt auf die Kindsbewegungen zu achten, dann muss man schon ein wenig aufpassen, deswegen nicht in Sorge zu geraten. Übermorgen ist der nächste Termin, da wird dann noch einmal drauf geschaut, und ich muss gestehen, dass ich schon ein wenig Schiss davor habe, dass es plötzlich heißt: Einleitung. Oder sonstwas.
Klar, das Wichtigste ist, dass es dir gut geht, dass du gesund bist. Aber ich würde mir noch dazu wünschen, dass du selbst entscheidest, wann du so weit bist geboren zu werden. Für dich – und für mich. Plötzlich rausgeschmissen zu werden ist mit Sicherheit nicht so toll, und ich.. tja, ich habe einfach etwas Sorge, dass eine Einleitung auch diesmal wieder so laufen würde wie beim letzten Mal, und die Ansage habe ich schon bekommen: Wehensturm ist nicht drin, dann heißt es: Kaiserschnitt. Und das fände ich dann schon etwas traurig, für dich, für mich und auch für deine Schwester, die dann wohl etwas länger auf die Mama verzichten müsste, denn dann werde ich wohl wieder länger im Krankenhaus bleiben müssen als mir lieb ist.
Deswegen hoffe ich einfach, es ist am Donnerstag alles noch gut und wir können einfach so weitermachen wie bisher. Und wer weiß, vielleicht ziehst du ja dann vor dem nächsten Termin auch von alleine aus..
Auf jeden Fall sind wir nun auf der Zielgeraden. In sehr wenigen Wochen, vielleicht auch nur Tagen, bist du bei uns, und um ehrlich zu sein kann ich mir das immer noch nicht so wirklich vorstellen und es auch nicht so recht glauben. Real wird es wohl erst, wenn ich dich dann im Arm halte. Wann immer das auch sein mag. Ich freue mich sehr darauf, mein kleines Hasenkind.❤

Miteinander.

Manchmal gibt es so Momente, da bin ich einfach baff. Vorhin war so einer.

Ich brachte die Haselmaus wie üblich ins Bett: Zähne putzen, wickeln, umziehen, anschließend wird noch das ein oder andere Buch gelesen. Nun schleppe ich mich aber seit mittlerweile zwei Wochen mit einer ziemlich üblen Erkältung herum, habe heftigen Husten, fiese Halsschmerzen und wenig Stimme, wir hatten heute im Laufe des Tages schon drei Dutzend Bücher gelesen und es war schon reichlich spät und die Haselmaus eigentlich auch sehr müde.. also sagte ich ihr direkt an, dass wir heute nicht so lange lesen würden und sie sich zwei Bücher aussuchen dürfe. Wir lasen also „Conni spielt Fußball“ und „Familie Maus sagt Gute Nacht“, dann knipste ich die Leselampe aus und wünschte der Maus eine gute Nacht.. Sie jedoch sprang sofort wieder auf: „Ich will noch ein Buch lesen! Noch ein Conni-Buch!!“
Zuerst sagte ich nein, weil sie dann aber weinte und darauf beharrte gab ich nach kurzer Zeit doch nach – klar hätte ich „konsequent bleiben“ und es ihr weiterhin verweigern können, dann hätte sie sich eben noch länger aufgeregt und geweint.. statt dessen habe ich beschlossen, diese Zeit lieber mit einem weiteren Buch zuzubringen.
Also: okay, wir lesen noch EIN Conni-Buch, danach ist aber wirklich Schluss und es wird ohne weitere Diskussionen geschlafen. Okay.Wir lasen dann also noch „Conni bekommt eine Katze“ (das war übrigens das siebte oder achte Conni-Buch für heute, es war mal wieder ein sehr conni-intensiver Tag), dann löschte ich erneut das Licht.
„Neiiiinn!! Noch ein Buch lesen! Noch „Das gehört mir!“, das mit den Fröschen!“ heulte das Haselkind,  während es schon wieder im Bett stand und die Lampe anknipste. Ich sagte nein, jetzt wird es Zeit zu schlafen. Großes Gekreisch. „Wir können das morgen direkt nach dem Aufwachen lesen, aber heute nicht mehr“ sagte ich freundlich und erinnerte sie an unseren zuvor geschlossenen Kompromiss: ein Buch, dann schlafen.
Sie heulte auf vor Wut und Frust.. und noch während ich dachte „Au weia, jetzt wird es anstrengend“ streckte sie plötzlich die Hand aus, schaltete das Licht aus und kuschelte sich – noch immer weinend und schniefend – in meinen Arm. Warf sich noch ein paar Minuten unruhig hin und her und war kurz darauf tatsächlich eingeschlafen.
Und ich lag da, strich ihr noch ein wenig durchs Haar und konnte es kaum fassen.
Dass sie kurz laut wurde und heulte und kreischte – geschenkt. Sie war gefrustet und wütend (und nebenbei auch noch sehr, sehr müde), und mir ist es auch wichtig dass sie ihren Gefühlen Ausdruck verleihen darf. Aber dass sie dann von sich aus (nach wenigen Sekunden!) entgegen ihren eigenen Wünschen den meinen nachkommt, das finde ich – nicht nur für eine Zweijährige – ganz schön groß. Und dann bin ich doch ein wenig stolz. Ganz besonders auf sie, irgendwie auf uns beide, und vielleicht auch ein kleines, winziges bisschen auch auf mich.

Zwei.

Mein liebes Haselmädchen..
es ist ganz seltsam für mich, dass heute bereits wieder dein Geburtstag sein soll. Umso mehr, weil ich heute ähnlich rund bin wie ich es unmittelbar vor deiner Geburt vor zwei Jahren war und diese Zeit damals mir plötzlich wieder so unglaublich nah ist.. Ich muss mich in manchen ruhigen Minuten daran erinnern, dass es nicht du bist, die da in meinem Bauch herumfuhrwerkt, sondern dein Geschwisterchen.
Auch dieses zweite Jahr mit dir ist im Nu verflogen wie das erste – ja, fast noch schneller. Wir haben so viel erlebt, du bist so sehr gewachsen, und doch kann ich kaum glauben, dass ein ganzes Jahr vergangen sein soll seit deinem ersten Geburtstag und zwei seitdem du in meinem Bauch warst..

Ich weiß noch, wie ich mir anfangs, in der ersten Zeit mit dir, so intensiv gewünscht habe, du mögest bitte nicht altern, nicht wachsen, dich  nicht verändern, für immer das Baby bleiben, das du in dem Moment warst. Und jeden Tag wieder war ich überrascht, dass es NOCH schöner und noch wunderbarer mit dir wurde, und jeden Tag konnte ich mir aufs Neue nicht vorstellen, dass es dafür noch eine Steigerung geben sollte.. aber es war so und es ist so, und nun bin ich so froh und dankbar dass du meinem Wunsch nicht gefolgt bist, denn was hätte ich nicht alles verpasst! Du warst ein sehr süßes Baby, aber du bist ein noch wunderbareres Kleinkind geworden, und ich wundere und freue mich weiterhin jeden Tag wieder über dich und dein Wachsen. Mit jedem Tag lerne ich dich weiter und besser kennen, kristallisiert sich dein Charakter weiter heraus und eignest du dir neue Dinge an. Und es fühlt sich so wunderbar an, dich dabei begleiten zu können.
Ja, natürlich ist es fordernd und anstrengend. So anstrengend und fordernd wie es eben ist, wenn man 12-13 Stunden am Tag allein für einen andern Menschen verantwortlich ist, der für so viele Dinge noch Hilfe braucht, aber sehr wohl schon einen ganz eigenen Kopf, eigene Wünsche und Vorstellungen hat. ABER es ist auch bereichernd, es ist lustig, verrückt und unglaublich erfüllend mit dir. Und jedes Mal, wenn du dich plötzlich aus heiterem Himmel lachend in meine Arme wirfst und deine Ärmchen um mich legst, wenn du mich ansiehst mit diesen Augen, die so viel älter sind als du und aus denen plötzlich alles Glück und eine tiefe, weise Liebe strahlt, habe ich das Gefühl es kaum fassen zu können, was mir mit dir geschenkt wurde. Auch jetzt, nach zwei Jahren, schaue ich dich täglich wohl zwanzigmal an und kann es kaum glauben, dass du da bist, dass du du bist, dass du in mir gewachsen sein sollst und dass dafür nicht mehr nötig war als zwei winzig kleine Zellen und ein wenig Geduld und Glück. (Streng genommen waren dafür auch diverse Hormonspritzen, medizinisches Gerät und ein ganzes Team an medizinischem Personal und Biologen nötig, aber auch das erscheint wenig, wenn man das Ergebnis bedenkt.)  Und oft, so oft, sitze ich nur versonnen da und schaue dir zu wie du spielst und erzählst und herum hüpfst und lachst und spüre einfach nur dieses Leuchten und die Wärme, die dein Dasein in mir hervor ruft. Ich bin so froh. Du hast mir so gefehlt. So sehr, so sehr! Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann sitze ich fast genauso oft da und schaue dir zu und fühle eine furchtbare, klamme, eiskalte Furcht, dass ich dich wieder verlieren könne, dass dich etwas aus meinem Leben reißt, dass irgendein grausames Ereignis, ein Unfall, eine Krankheit, dich mir wieder nehmen könnte, für immer, und allein schon der Gedanke ist so furchtbar, dass mir die Tränen in die Augen steigen. Vielleicht war ich zu lange ein unglücklicher Mensch um jetzt dem Schicksal noch trauen zu können. Und deshalb sage ich dir oft, dass ich dich lieb habe, deshalb kann ich dir nie böse sein, deshalb kann nichts was du tust mich so nerven oder ärgern dass ich mein Glück vergesse.

Du bist das Geschenk aller Geschenke
Seit ich dich kenne
Trag ich Glück im Blick

(H.Grönemeyer)

Mein liebes Haselmädchen, heute bist du zwei Jahre alt. Und ich bin dankbar für jeden Tag, jede Stunde, jeden Augenblick dieser zwei Jahre, ich bin dankbar und froh deine Mutter sein zu dürfen, und ich liebe dich von ganzem Herzen für alles was du bist. Und auch wenn sich hier in naher Zukunft einiges ändern und wahrscheinlich komplett auf links drehen wird: DAS bleibt.

Deine Mama,
die sich dieses Jahr leider dadurch ausgezeichnet hat, dass sie deinen Geburtstagskuchen im Ofen verkohlen ließ. Ich gelobe Besserung.

30+0: Sie nähern sich dem Ziel.

Heute ist wieder so ein Meilenstein-Tag. 30+0  – das bedeutet, Dreiviertel der Zeit zum ET sind schon verstrichen. Übrig bleiben so circa 10 lumpige Wochen (oder, falls ich übertrage, was durchaus in meinem Sinne wäre, vielleicht auch 11), 70 Tage, vielleicht auch weniger. Ja, gut, 10 Wochen, das klingt eigentlich noch recht viel, aber ich weiß: das ist verdammt wenig und schwuppdiwupp ist der Zauber vorbei.. Und dann war es das mit dem Schwangersein, wahrscheinlich für immer. (Hatte ich eigentlich erzählt, dass wir tatsächlich noch ne Kryo machen könnten? Von unseren Eierchen haben es zwei zu Blastos geschafft und da wir ja einen Einzeltransfer wollten, wurde Nummer 2 dann eingefroren. Ich habe auch letzte Tage brav das Geld für das nächste halbe Jahr Lagerung überwiesen, dabei ist es eigentlich völliger Quatsch, denn wann sollte ich bitte dieses Kind noch bekommen, wenn es denn überhaupt bliebe? Aber ich mag mich von diesem Traum noch nicht trennen.)
10 Wochen also noch. Einerseits bin ich ehrlich gesagt dankbar für jeden Tag, den das Häschen „fertiger“ ist, denn man weiß ja nie was passiert.. Andererseits bin ich wehmütig und traurig , weil ich eben weiß, dass sich mit jedem Tag dieser besondere Lebensabschnitt weiter dem Ende nähert. Gleichzeitig bin ich aber auch glücklich über jeden Tag, den ich fit bin und mich ganz normal weiter um die Haselmaus und alles andere (was auch immer das sein mag, haha) kümmern kann. Ich habe schon etwas Respekt vor dem, was da die nächsten Wochen möglicherweise noch auf mich zu kommt. Denn ich merke schon, dass diese Schwangerschaft – obwohl ich körperlich wirklich bislang bis auf gelegentliche leichte Rückenschmerzen und einen recht häufig harten und schmerzenden Bauch  ziemlich unversehrt geblieben bin – langsam deutlich beschwerlicher wird als die erste. Wen wundert es. Beim letzten Mal musste ich mich nur um mich und meinen Bauch kümmern, jetzt ist da ein bald zweijähriges Kleinkind, das doch recht oft gehoben, herumgeschleppt, eingefangen und bespaßt werden will. Ich kann nicht mehr einfach, wenn es mir mal nicht so gut geht und ich müde bin, den ganzen Tag faul auf dem Sofa herum liegen.  Ich muss mich öfter bücken, schwerer tragen, beweglicher sein. Und dabei ist der Bauch irgendwie doch deutlich größer dieses Mal. (Vorhin habe ich einen Umfang von 114 cm gemessen – in der ersten Schwangerschaft hatte ich in der 40. Woche 118 cm.) ..obwohl ich fairerweise sagen muss, auch diesmal empfinde ich ihn gar nicht als so groß, sogar eher noch weniger. Gefühlt ist er eigentlich gar nicht da. Wenn ich ihn nicht gelegentlich im Spiegel sehen würde, würde ich ihn wahrscheinlich noch häufiger vergessen. Aber ich merke, dass ich doch irgendwie schwerfälliger geworden bin, schneller müde werde, die Haselmaus nur noch kurze Strecken tragen kann. Und das ist unangenehm und frustrierend und lästig und wird wohl in den kommenden zwei Monaten wohl eher noch schlimmer denn besser werden. Vorhin hab ich mich tatsächlich dabei erwischt, dass ich gewatschelt bin. GEWATSCHELT! ICH! Wie eine überfütterte Ente. Furchtbar. Das passiert mir so schnell nicht wieder! …hoffe ich.
Dem Haselhäschen scheint es jedenfalls ganz gut zu gehen. Seit ein paar Tagen – eigentlich direkt nachdem mir sämtliche Schwangerschafts-Apps das Gegenteil voraussagten – spüre ich es deutlich öfter. Wird wohl langsam eng da drin. Tritte und Knüffe bekomme ich eher wenige (was für ein friedfertiges Kind!), aber es schiebt und drückt an den Wänden herum dass es eine Freude ist. Zugegeben, es fühlt sich schon öfter etwas unangenehm, fast schmerzhaft an, aber nach der bisherigen gespenstischen Zurückhaltung kann und will ich daran nicht herum nörgeln. Und immerhin vertrimmt es nicht wie seine Schwester die Matratze, wenn ich im Bett liege. Vorhin hatte ich das schlafende Haselmädchen auf dem Schoß, ihr Händchen lag friedlich auf meinem Bauch und das Haselhäschen drückte und stocherte und stupste von unten dagegen, das war irgendwie schön.❤
Nächsten Montag fahren wir aller Wahrscheinlichkeit nach in die von mir angepeilte Klinik und gucken uns da mal um, einen Termin zur Geburtsanmeldung werde ich jetzt auch schon mal abmachen (und schlimmstenfalls dann wieder canceln). In zwei Wochen ist auch wieder Vorsorge, da bin ich mal sehr gespannt ob das BEL-Problem sich bis dahin erledigt hat oder nicht (bis jetzt würde ich sagen: nö). Und dann fiel mir letzte Tage ein, dass ich ja dann irgendwie auch schon bald mal DIE TASCHE packen sollte. Uuuhhh. Beim letzten Mal hab ich das ja lange aufgeschoben, diesmal hab ich so das Gefühl, ich sollte damit vielleicht sicherheitshalber nicht ganz so lange warten. Vielleicht deshalb, weil der GMH bei der letzten Untersuchung laut Mutterpass noch 3,6 cm maß – bei der Haselmaus war er selbst unter der Geburt noch bei fast 5 cm. 3,6 ist jetzt nicht kritisch, beängstigend oder sonstwie besonders, und ich glaube auch nicht, dass es das in den nächsten ich sage mal acht Wochen noch wird, aber es könnte eben durchaus auch sein, dass wir diesmal nicht erst in der 40. Woche ins Krankenhaus fahren, sondern vielleicht doch früher. Und dann greift selbst so ein unorganisierter Mensch wie ich lieber zur fast fertig gepackten Tasche statt auf die Schnell noch alles zusammensuchen zu müssen.  …obwohl ich auch diesmal vorhabe, mit leichtem Gepäck zu reisen. Der Traum von der ambulanten Entbindung stirbt nämlich zuletzt. Hah. Klamotten fürs Kind, ein bis zwei Klamotten für mich, Zahnbürste, Deo, Bürste, Papiere, fertig. Ach ja und Taschentücher. Damit ich nach einer wunderschönen, komplikationslosen, spontanen Geburt Tränen der Freude, Erleichterung und Rührung vergießen kann, ohne mein frisch geschlüpftes Kind dabei voll zu schnoddern. Wisster Bescheid.🙂